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Der Chemiker

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Tutziputz's avatar
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Die Stimmung im Labor war mies,
ein paar Kollegen wirklich fies.

Grad' Berthold konnt' ein Arschloch sein,
War intrigant und hundsgemein.

Da trank er Kaffee mit Arsen,
so war's recht schnell um ihn gescheh'n.

Und meinen Chef, hart wie Granit,
erlegte ich mit Cyanid.

Ein wenig leiden musst' er noch,
war doch die Dosis nicht sehr hoch.

Am Ende ist er doch gestorben.
Ich hab' mich um den Job beworben.

Das Schleimen dann, das konnt' nicht schaden,
nun leite ich den ganzen Laden.

Von dem Erfolg höchst inspiriert
hab' ich's dann auch privat probiert.

Zuerst musst' Onkel Heinrich sterben,
so konnt' ich seine Villa erben.

Und Tanja, die mein Herz gebrochen,
hat kurz darauf Phosgen gerochen.

Vom neuen Freund zum Arzt geschickt,
war's schon zu spät – sie ist erstickt.

Tja, und der Freund, was soll man sagen,
er hat Strychnin halt nicht vertragen.

Nun Frauen – junge, hübsche, forsche –
Sie steh'n auf mich und meinen Porsche.

Erfolg macht mich zum tollen Hecht.
Die Welt ist nun mal nicht gerecht.
Irgendjemand hat einmal gesagt, meine Gedichte hätten manchmal doch einen recht schwarzen Humor ...
:D
© 2012 - 2022 Tutziputz
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Iovena's avatar
Nuuuun... wenn man schon einmal über die Möglichkeiten verfügt...? Viele Wege führen nach Rom :D
Aber echt mal. Phosgen? Das ist echt fies^^