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Martin Müller
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Am 12. März 2018 eröffnet Martin Müllers Ausstellung „Formenspiel – Konvex-konkave Beziehungen zwischen Kunst und Natur“ im Querstyle (Magdeburg).

Sinnlichkeit ist eng verbunden mit weichen Formen. Weiche Formen können gleichzeitig Weiblichkeit wie Nacktheit suggerieren. Nacktheit ist etwas Intimes, doch nicht grundlegend Erotisches. Sie stimuliert die Spielarten der Kunst und bietet eine gute Basis zum künstlerischen Spiel. Zudem ist ihr Wesen ein sehr ehrliches. Und Ehrlichkeit ist eine Tugend. So kommt es zum Spiel der Formen mit den Kurven der Freiheit. Welche Rolle spielen hier natürliche Rundungen und welche vielleicht künstliche? Wie kann man sie beide vereinen? Diesen Versuch macht Martin Müller mit seinen Aktmodellen mithilfe von Luftballons, denn neben den homogenen Formen konvexer und konkaver Art eint sowohl Frau als auch Ballon doch dieses: Sie sind belastbar und sensibel zugleich.

Zur Ausstellungseröffnung spielt Martin Müller, der freiberuflicher Musiker ist, natürlich auch sein Instrument, das Knopfakkordeon. Die Ausstellung dauert bis zum 12. Mai.

Ort: Querstyle, Breiter Weg 214 (Bundesbankgebäude), Magdeburg-Altstadt (D)
Datum/Uhrzeit: 12.03.2018, 18:30 Uhr
Facebook-Veranstaltungslink: www.facebook.com/events/500186023657029/
Beispielbilder: thedeadmanwalking.deviantart.com/gallery/10228406/Balloons


Martin Müller:
„Ich war noch nie ein Freund von der Tatsache, dass die Körperform eines Menschen ihn in unserer Gesellschaft schon allzu sehr wertet. Besonders bezogen auf das weibliche Geschlecht scheint dies sehr verbreitet zu sein. Ich möchte mich bei meinem Fotoprojekt, das sich mit Formenkontrasten beschäftigt, nicht festlegen, welcher der ‚perfekte Modelkörper‘ ist und bin daher an die Auswahl meiner Modelle recht offen und unvoreingenommen herangegangen. Schönheit liegt ja ohnehin bekanntlich im Auge des Betrachters und man soll jedem Betrachter (und jedem Künstler) sein eigenes Empfinden für Ästhetik zugestehen.“

Vivian Reising:
„Für mich persönlich ist Nacktheit ein Ausdruck der Persönlichkeit eines Menschen. Ohne schützende Hülle zeigen sich einerseits Unsicherheiten, Ängste, Sensibilität, andererseits aber auch enorme Stärke, Sinnlichkeit und Leidenschaft. Wesentliche Charakterzüge werden nach außen getragen, nichts wird verschönt, kaschiert oder verschleiert. Die Reduktion auf den reinen Körper zeigt wunderbar die Individualität eines jeden Menschen. Kleidung, die uns großenteils gleich aussehen lässt, verschwindet und offenbart das Wesentliche, den Kern, das Vertraute, Klarheit. Nacktheit verdeutlicht, wie ein Mensch zu sich selbst steht, welches Selbstwertgefühl er besitzt, wie er sich sieht und wie er gern gesehen werden möchte.
Ich konnte mich von Beginn an mit der Thematik der Fotoshootings identifizieren. Das Zusammenspiel verschiedener Formen, Farben und Materialien löste direkt bunte Fantasien in meinem Kopf aus. Die Tatsache, Aktfotografie nicht vorrangig unter dem Aspekt der Erotik zu sehen, sondern als Form der Kunst, in der es viel mehr um Sinnlichkeit geht, gefällt mir sehr. Und die Luftballons … ich weiß gar nicht, ob ich dazu so eine definierte Einstellung habe. Letztendlich waren es ja keine gewöhnlichen Ballons. Sie hatten eine besondere Form und waren sehr groß. Sehr witzig empfand ich den Aspekt, selbst so einen riesigen Luftballon aufzublasen. Dabei zeigte ich keine Scheu, im Gegenteil, ich war sogar etwas leichtsinnig und der Ballons wäre vermutlich fast geplatzt. Das bekannte Material und die Beschaffenheit von Luftballons ließen mich während des Shootings ganz unproblematisch mit dem Objekt agieren. Die Integration eines Ballons in die Aktion vor der Kamera war zunächst ungewohnt und wenig vertraut, der Einstieg war jedoch kein Problem. Das Shooting empfand ich als sehr angenehm, da Martin eine vertraute Atmosphäre schuf, in der ich mich ab der ersten Sekunde wohlfühlte. Die Ruhe, die Martin ausstrahlte, ließ auch letzte Ängste, die eventuell bis dahin bestanden, schlagartig verschwinden. Ich hatte vorher noch nie Nacktfotos von mir anfertigen lassen, war entsprechend unerfahren auf dem Gebiet und unsicher, ob ich mich fallen lassen könne, doch es gab keinen Moment, in dem ich zweifelte, das Richtige zu tun oder ich Angst beziehungsweise Unsicherheit verspürte. In erster Linie sah ich ein solches Fotoshooting als spannende neue Erfahrung an, die ich unbedingt gemacht haben wollte. Noch dazu sprach mich die künstlerische Ausrichtung des Projektes sehr an. Der Kontakt mit Martin war äußerst angenehm, sodass ich ein gutes Bauchgefühl hatte. Nachdem ich Beispielbilder gesehen hatte, wusste ich, dass ich ebenfalls Teil des Projektes sein will. Die Natürlichkeit, das Zusammenspiel der Formen und der Umgang mit Nacktheit beeindruckten mich auf Anhieb.“

Ina Stausebach:
„Nacktheit ist für mich ein wichtiger Teil meines Lebens. Ich mag es, so viel oder wenig Kleidung tragen zu dürfen, wie ich möchte – ich fühle mich ohne Kleidung am Körper freier und leichter. Den Kontrast zwischen künstlichen und natürlichen Formen finde ich immer reizvoll. Die Gegensätzlichkeit, die sich aber auch manchmal gut ergänzt, ist auch in meinem Studium der Umweltpsychologie oft Thema, wenn es um den Einfluss natürlicher und gebauter Umgebung auf das menschliche Erleben und Verhalten geht – oder anders herum um den Einfluss des Menschen auf seine unmittelbare Umgebung. Das ist ein Spannungsfeld, das also immer wieder auftaucht. Warum dann nicht auch in der Kunst? Die Shootings mit Martin machen mir immer viel Spaß. Wir sind gut befreundet, da ist es eh immer schön, sich mal wieder zu treffen. Ballonshootings hab ich deshalb gern, weil es meine verspielte Seite anspricht und ich mich durch die bunten Ballons sofort zum Experimentieren angeregt fühle. Es ist lustig.“
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