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Fuchsteufelswild - V2 - Best Current

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By SparkleFuchs
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Erste Überarbeitung:


Der wohlige Duft von feuchter Erde lag in der Luft, während meine Schnurrhaare vereinzelt, leicht die Höhlenwand streiften. Das leichte kribbeln, ja fast schon kitzeln an meiner Schnauze ließ mich langsam aus dem Schlaf gleiten. Verschlafen riss ich mein Maul auf und gähnte ausgiebig, bevor ich mich überhaupt dazu motivieren konnte, meine Augen zu öffnen. Noch eine Weile lag ich mit dem Kopf auf meinem weichen rotbraunen Schwanz und schaute auf eine größere Wurzel, die aus der Erdwand herausragte. Sie war in dem schwachen Licht meiner Höhle kaum zu erkennen, einzig die halb durchgekauten und zerkratzten stellen, waren halbwegs gut zu sehen und leuchteten förmlich im Vergleich zum restlichen Gewächs. Meine Gedanken kreisten gerade jedoch nicht um die Wurzel und wie ich diese nun endlich aus meiner Behausung loswerden konnte. Ich dachte an Sie. Die schönste Fähe, die ich je gesehen habe! Die, deren Bild ich einfach nicht mehr aus meinem Kopf zu vertreiben war. Ich liebte es einfach, wenn eine leichte Brise an dem rötlichen Pelz, ihres grazilen Körpers, zottelte und es so im Mondlicht, wild zum Funkeln brachte. Ihre schneeweiße Schwanzspitze wiegte bei jedem ihrer anmutigen Schritte sanft hin und her, während ihr makelloses weißes Fell vom Hals über das Kinn bis hin zu den Backen, ihrem Gesicht ein unwiderstehlich niedlichen Ausdruck verpassten, welcher durch ihre leuchtenden Augen nur noch unterstrichen wurde.


Endlich konnte ich mich aus meinen Gedanken wieder losreißen und beschloss auf die Jagd zu gehen. Ich stand von meinem Schlafplatz auf und streckte meine noch vom Schlaf steifen Glieder. Plötzlich durchfuhr ein brennender Schmerz auf meiner rechten Flanke. Er erinnerte mich an die recht frische Bisswunde, welche mir erste letzte Nacht von einem Menschenhund zugefügt wurde. Sie befand sich in der Nähe meines rechten Beins.

Humpelnd verließ ich meinen Bau. Die letzten Sonnenstrahlen des Tages schienen mir auf meinen Pelz und spendeten mir wärme. Die frische Waldluft, führte die scharfen Gerüche der Tannennadeln und Zapfen, welche sich mit denen von Holz, Klee, Farn, Fuchsblut und unzähligen anderen Dingen. Meine Wunde schmerzte noch bei jedem Schritt und hatte wieder angefangen zu bluten. Die dunkle Kruste musste wohl wieder aufgeplatzt sein, als ich mich eben gestreckt hatte.

Am Himmel hingen vereinzelt Wölkchen, die zusammen mit der stetig wandernden Sonne eine spektakuläre Kulisse schufen. Alle möglichen Farben kündigten jetzt die herannahende Nacht an, die Wolken erschienen in einem zarten Lila, während der Himmel von einem dunklen Blau, Richtung Sonne in ein helleres überging. Weiter in ihre Nähe wurde er erst grün, dann gelb, orange und schlussendlich rot. In Gedanken führte ich mir die letzte Nacht noch einmal vor Augen …


Der Vollmond erhellte die Felder, die Wiese und Teile des Waldes, mit seinem magischen Licht. Es war eine angenehm kühle Nacht, der Himmel war vollkommen wolkenlos und Myriaden von Sternen und Sternschnuppen erleuchteten neben dem Mond das tiefschwarze Himmelszelt. Ich war auf dem Weg zum Treffpunkt, denn ich hatte mich mal wieder, mit dem schönsten Wesen des Waldes, verabredet. Selbst ein saftiges und fettes Huhn schaffte es nicht mehr auf Platz ein, seit ich sie kannte. Bereits aus der Ferne konnte ich sich sehen. Neben ihr schienen selbst die Sterne vor Neid zu verblassen. Mit jedem Schritt, den ich ihr näherkam, breitete sich das Kribbeln in meinen Bauch weiter aus und ich wusste bereits jetzt, dass ich heute wieder nicht den Mut fände, sie zu fragen. Ich hasste mich selbst dafür. Warum verlor ich jedes Mal aufs Neue den Mut dazu, sie einfach darauf anzusprechen? Dabei waren es nur ein paar Worte, auch wenn sie für mich die Welt bedeuteten. Nur ein paar lächerliche Worte. Was, wenn ich nicht den perfekten Satz fand, oder schlimmer, sie mich nicht als ihren Gefährten wollte? Stattdessen versuchte ich ihr immer wieder aufs Neue, durch irgendwelche blöden Aktionen meine Liebe zu zeigen. Meist gingen sie sogar für mich nach hinten los, da ich in ihrer Nähe keinen klaren Gedanken fassen konnte. Beim letzten Treffen musste sie mich sogar aus dem Wasser ziehen, da ich fast ertrunken wäre. War das peinlich, ich konnte ihr den restlichen Abend nicht mehr in die Augen sehen und das alles nur wegen so einer blöden Wasserpflanze!

Heute sollte für meinen Liebesbeweis das beste Huhn vom alten Bauern dran glauben. Heute durfte nichts schiefgehen. Sie wollte es ihr unter allen Umständen schenken! Also führte ich sie zu einem Hügel nahe dem Hof des alten Bauern. Seine Hühner waren einfach die saftigsten und leckersten im ganzen Revier und zudem waren sie wirklich schlecht geschützt. Eine Einladung, die ich schon seit einiger Zeit regelmäßig annahm. Kurz nachdem wir angekommen waren, deutete ich ihr auf mich zu warten. Es dauerte auch nicht lange, da hing auch schon ein besonders dickes Huhn schlaff aus meinem Maul. Ihr Hals zwischen meinen Zähnen.

Ach ja, diese Fähe verdrehte mir den Kopf. Vom Hof aus konnte ich ihren unwiderstehlichen Duft wahrnehmen. Auf einmal verbiss sich ein Hund, der gerade einmal halb so groß war wie ich selbst, in meiner Flanke. Es tat höllisch weh, aber ich unterdrückte jeglichen Laut. Der Bauer durfte unter keinen Umständen auf mich aufmerksam werden, sonst würde er vermutlich noch seinen Knallstock auf mich richten. Davon abgesehen, was sollte nur meine Fähe von mir denken, wenn ich jetzt einfach aufheulte? Der Menschenhund wollte scheinbar auch nicht mehr loslassen! Mir fiel auf, dass er auch eigenartig roch, nicht so, wie Hunde sonst rochen. Irgendwie anders. Kurz nachdem er mich mit seinen Zähnen gepackt hatte, begann er auch noch an mir zu reißen. Das steigerte die Schmerzen noch einmal ins Unermessliche. Reflexartig ließ ich einfach nur noch das Huhn fallen und schnappte nach dem kleinen Köter, wobei ich ihm das Genick brach. Ich war wieder frei! Ich schnappte mir meine Beute und humpelte möglichst unauffällig zurück. Sie bemerkte es natürlich sofort. Zum einen sah man mich trotz meines kläglichen Versuchs es zu verstecken an meinem Gang, aber sowohl ich als auch vermutlich sie, konnten das Blut riechen, dass langsam aus der Wunde austrat und in das Gras tropfte. Meine Füchsin sorgte sich um mich und leckte mir über die Schnauze.

Sie machte sich um mich Sorgen und hatte mich dazu noch geküsst?


Obwohl ich mich über meine Verletzung ärgerte, war gestern der beste Tag meines Lebens. Das Geschöpf meiner Träume hatte sich immerhin um mich gesorgt und auch noch geküsst!

Inzwischen war auch der letzte wärmende Strahl verschwunden. Nur noch der Mond und unzählige Sterne waren am Nachthimmel zu erkennen. Als mit einem Mal ein Rascheln im Laub meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Meine Ohren zuckten und folgten dem Geräusch. Ich schlich mich lautlos an, spannte dabei jeden meiner Muskeln an und atmete so flach wie nur irgend möglich. Bedacht darauf keinen Schritt unüberlegt zu tun und kein noch so leises Geräusch zu verursachen.

Es war eine kleine Maus, die im Laub nach Nahrung suchte und gerade genüsslich einen Samen fraß.

Sie schien noch nichts zu ahnen, während ich mich weiter anpirschte, bedacht darauf, dass sie mich weiterhin weder hörte noch witterte. Den Umständen entsprechend stellte sich das als völlig neue Herausforderung dar. Ich war jetzt nah genug und erstarrte vorerst. Der Wind hatte bisher nicht angefangen zu drehen und blies mir entgegen. Ich wartete auf den richtigen Augenblick. Die Maus hatte ihr Samenkorn aufgefressen und suchte jetzt nach dem nächsten. Dabei kam sie mir noch einmal ein gutes Stück näher. Mir durfte jetzt kein Fehler unterlaufen. Die Spannung war zum Zerreißen gespannt. Da war die Gelegenheit! Ich setzte zum Sprung an und verfehlte die Maus. Da mir beim Absprung doch ein leises Stöhnen entwichen ist, bemerkte sie mich, schaute mich kurz entsetzt an und flüchtete in im letzten Moment doch noch in ein Loch. Dann bleib mein Magen wohl doch leer. Ich hatte es vermasselt.

Die Nacht über bekam ich noch einige Chancen, mache fielen erfolgreicher aus, andere waren doch eher ähnliche Enttäuschungen.


Durch meine Nüstern witterte ich einen mir vertrauten Geruch, er führte mich zu einer Lichtung. Da lag sie und fraß einen Hasen. Eine Weile beobachtete ich sie vom Rand, bis ich unachtsam auf einen Zweig trat, der mit einem lauten knacken meine Anwesenheit verkündete. Mir wurde wieder seltsam flau im Magen, konnte mir dieses Gefühl aber nicht erklären.

“Hey, gehts dir wieder besser?”, kläffte sie mir freudig zu, während ihre Zähne ein weiteres Stück herausrissen. Ihr Bellen klang wie von einer anderen Welt und beflügelte mich zu ihr zu gehen.

„Es tut noch weh, es ist aber schon nicht mehr so schlimm. Ich muss mit dir reden!“, antwortete ich ihr und setzte mich bei ihr hin.

Sie schaute von ihrer Beute auf und blickte mich erwartungsvoll an.

Also gut, du schaffst das, redete ich mir in Gedanken selbst Mut zu. „Ich wollte … Also ich … Eine ganze Zeit … Möchtest du mir die Ehre erweisen, meine Partnerin zu werden?“, jaulte ich etwas ängstlich.

„Ja, ich will!“




Einige Monde später:


Ich wachte vor Schmerzen an meiner rechten Hüfte auf, doch als ich hinschaute, war dort nichts. Neben mir schlief noch meine Gefährtin tief und fest. Ich kuschelte mich an ihr weiches Fell und versuchte wieder zu schlafen, doch es wollte mir nicht gelingen. Zu stark war der sich langsam ausbreitende Schmerz, als dass ich hätte in die Traumwelt abdriften können.


Zum frühen Abend hin saßen wir beide vor dem Bau und schauten uns gemeinsam den Sonnenuntergang an, so wie wir es häufig vor der Jagd taten.

Kurz nachdem ich mich auf den Weg gemacht hatte, ich war höchstens fünf Schwanzlängen weit gekommen, verlor ich abrupt das Empfinden und stürzte zu Boden. Von der hinteren rechten Pfote, bis hin zur ersten Rippe war alles taub, überall wo bis eben noch der Schmerz saß, spürte ich neben einem eigenartigen kribbeln überhaupt nichts mehr. Sofort war natürlich auch meine Füchsin bei mir, immerhin war ich vor ihren Augen umgefallen.

„Was ist passiert“, bellte sie mir besorgt zu.

Ich versuchte aufzustehen und schaffte es nur mühselig. Das rechte Hinterbein ließ sich nicht mehr bewegen. „Ich weiß es nicht“, gab ich ihr wahrheitsgemäß zurück.

Schließlich bot sie mir an, dass sie etwas mitzubringen könne. Ich sollte mich stattdessen besser ausruhen. Zuerst wollte ich darauf nicht eingehen, auch wenn mir absolut bewusst war, dass ich so vermutlich überhaupt nichts gefangen hätte. Doch es war meine Liebe zu ihr, die mich daran hinderte, es anzunehmen. Anstandshalber hätte ich ihr etwas mitbringen müssen! Schließlich schaffte sie es aber doch mich zu überreden.


Der Duft einer Taube drang durch die Höhle und wenig später fiel direkt neben mir eine auf den staubigen Boden. Sie war zurück.

Ich blickte zu ihr auf und wollte mich bedanken, doch anstelle davon schimpfte ich los: „Was kannst du eigentlich? Du weißt doch genau, dass ich keine Taube mag.“ Ich war verblüfft von mir selbst. Hatte ich sie gerade angemeckert, obwohl sie mir einen Gefallen getan hatte? Sie sah verletzt aus, schaute mich nicht mehr an und verzog sich ans andere Ende des nicht gerade großen Baus. Immerhin lagen zwei Schwanzlängen zwischen uns. „Es tut mir leid, ich weiß nicht was in mich gefahren ist.“ Irgendwie war mir der Appetit vergangen, also rollte ich mich auf meiner Seite zusammen und schlief ein.


Ich erwachte mitten am Tag und das wieder wegen der unerklärbaren Schmerzen. Ich konnte noch immer keine Verletzungen an den betroffenen Stellen erkennen, doch waren sie dieses Mal in Kombination mit dem Kribbeln viel schlimmer als noch in der vergangenen Nacht. Noch dazu fiel mir auf, dass alles geruchslos war. Beim Verlassen des Baus bellte ich so laut: „Mach dich nützlich“, dass die junge Füchsin in meinem Bau aufschreckte. Sie funkelte mich böse an, doch war mir das egal. Kurz nach mir trottete auch sie aus dem Eingang meines Fuchsbaus, sie sah noch ziemlich verschlafen aber auch sauer aus.

„Warum weckst du mich mitten am Tag?“, fragte sie gereizt und gähnte im Anschluss ausgiebig.

„Klappe und geh jagen Weib!“

Sie stellte ihre Nackenhaare auf: „Das kannst du aber sowas von vergessen!“ Daraufhin verschwand sie wieder im Untergrund.

„Schön dann mache ich es eben selbst! Du hättest mich eh nur wieder enttäuscht!“, bellte ich ihr nach und ging los.

Der Wald wirkte so anders, ohne seine Gerüche wahrnehmen zu können oder der Witterung von Beutetieren folgen zu können. Er wirkte dabei so leer.


Als der Abend einbrach, hatte ich noch immer nichts gefangen. Sowas war mir noch nie passiert. Weder hatte ich eine Maus noch einen Hasen gesehen. Obwohl es nicht sonderlich warm war, überkam mich eine innere Hitze, gefolgt von einem Anfall, bei dem sich all meine Muskeln verkrampften. Ich fiel dabei einfach um und konnte nicht dagegen tun. Es war als würde ich vor Angst zittern, nur viel heftiger und ohne Kontrolle über meinen Körper. Doch nachdem der Spuk scheinbar ein Ende zu haben hatte, war ich wirklich geschafft. Trotzdem kämpfte ich mich wieder auf meine Pfoten, denn ich verspürte jetzt unglaublichen Durst und der See war nicht mehr weit.

„Was ist mit dir los. Ich merkte doch, dass etwas nicht mit dir stimmt“, winselte eine mir vertraute Stimme. Ich überlegte, ob ich diese Fähe irgendwoher kannte, doch ich kam nicht darauf.

Knurrend näherte ich mich, wenn ich sie nicht kannte, musste sie eine Bedrohung für mich darstellen.

„Was willst du von mir?“, noch immer knurrte ich sie bedrohlich an.

„Hör auf mit dem Unsinn. Ich mach mir wirklich Sorgen um dich!“, es klang etwas verzweifelt.

Ich sprang einen Satz nach vorn und schnappte in die Luft: „Lass mich in Ruhe!“ Meine Drohgebärden schienen Wirkung zu zeigen, denn sie wich etwas zurück.

„Ich weiß nicht, was mit dir los ist, aber bitte werde wieder der alte. Ich vermisse dich schon jetzt!“

Das war mir genug, ich hatte ihr genug Gelegenheiten gegeben zu verschwinden, doch sie war immer noch da. Das machte mich unglaublich wütend, weshalb ich jetzt auf sie losstürmte. Ich wollte sie für ihre Dreistheit mich so in rage zu versetzten am liebsten in der Luft zerreißen, doch dann ergriff sie gerade noch rechtzeitig die Flucht. Fast hätte ich sie erwischt! Wutentbrannt bellte ich ihr nach: „Genau und halte dich in Zukunft von mir fern!“ Damit war ich als Sieger hervorgegangen, ging weiter meine Wege.


Der Wald wurde immer dünner, hin und wieder tauchte mal ein Bau der ‚Felllosen‘ auf. Vor einem der Pelzlosenbauten befand sich ein Wasserloch, auf das ich zuhielt, um meinen Durst zu löschen, doch als ich direkt davorstand und das feuchte nass sah, bekam ich Panik. Irgendwas in meinem Inneren sagte mir, ich solle mich fern davon halten, ja sogar Angst haben. Ich knurrte den Teich ängstlich an und lief langsam und geduckt rückwärts, als könne er mich jeden Augenblick anfallen.

Als ich dann genug Abstand zwischen uns gebracht hatte, setzte ich meinen Weg fort.

Die Baue der Menschen standen immer dichter aneinander und wurden auch immer größer. Auch der Boden hatte sich inzwischen zu hart und grau geändert. Nur selten gab es ein wenig weiche Wiese oder Moos. Ich rannte vor den Pelzlosen nicht weg, wenn sie mir zu nahekamen, knurrte ich sie vorerst an. Bereit dazu, wenn es sein musste, zu beißen. Ich bekam das Gefühl an meinem einen Speichel zu ersticken, traute mich aber auch nicht ihn zu schlucken und ließ ihn deshalb einfach an der Schnauze herauslaufen. Mein flauschiges Fell am Hals fühlte sich nass und verfilzt an. Um mein Maul bildete sich so ein komischer Schaum. Die Menschen hielten, umso weiter ich in ihr Revier eindrang, von selbst größeren Abständen ein. Besser für sie, sonst hätte ich auch zugeschnappt!

Einer der Pelzlosen hielt mit einem Knallstab auf mich. Ein lautes Scheppern ertönte, kurz darauf durchfuhr ein Schmerz meine Brust. Ich sackte auf den grauen Stein. Ich wollte aufstehen, konnte aber nicht. Dann sah ich, wie sich der Graustein unter mir rot färbte. Danach wurde es schwarz …


####################


“Hallo, aufwachen! Hier ist der Rettungsdienst!”, jemand sprach zu mir und etwas gummiartiges berührte mich an der Wange. Ich öffnete die Augen, konnte zunächst allerdings nichts erkennen. Langsam wurde meine Sicht schärfer.

“Ich hatte einen merkwürdigen Traum … Ww... Wo bin ich? Was ist passiert?”, fragte ich sichtlich verwirrt.

“Wir sind vom Rettungsdienst. Wir wurden gerufen, weil sie hier einfach umgekippt sind.”, tatsächlich fiel mir nun auf, dass ich auch auf den grauen Pflastersteinen eines Fußweges lag. “Wie ist eigentlich das passiert?”, der Sanitäter deutete auf die Bisswunde knapp über meiner Hüfte. Den Verband hatten die beiden vermutlich entfernt. Die sah deutlich schlimmer aus als noch vor ein paar Tagen.

“Ach, ist nichts weiter. Habe auf den Hund von meiner Cousine aufgepasst und der hat mich gebissen. War aber selber Schuld.”

“Und das wurde nicht vom Arzt behandelt?”, fragte er alarmiert.

Ich schüttelte den Kopf: “So was Kleines werd ich doch wohl noch selbst hinbekommen.”

“Wir nehmen sie jetzt erst mal mit und dann wird das richtig behandelt.”

Ich nickte und entschuldigte mich für die Umstände, immerhin wäre das Ganze nicht passiert, wenn ich zum Arzt gegangen wäre.

“Nichts zu Danke, aber das ist nun halt unser Job!”




„Wir verlieren ihn!“, rief eine der Schwestern. Vier Menschen in Weiß gekleidet standen um mich herum und versuchten mich am Leben zu erhalten.

Doch dann gab der Vitalmonitor das Zeichen …


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Bericht:


Todeszeitpunkt: 7. September 2020, 23:43 Uhr

Todesursache: Zerstörung des zentralen Nervensystems durch Tollwut

Bemerkung: Hund der Cousine hat sich im Urlaub mangels Rabisin mit Tollwut infiziert. Der Mann starb infolge einer Tollwutinfektion über den Hund, auf den er aufpassen sollte. Das Frauchen hat sich nicht infiziert, da sie geimpft war. Tollwut durch Labor bestätigt. Der Hund durch den zuständigen Amtstierarzt eingeschläfert.

Meine erste Überarbeitung zu Fuchsteufelswild!


Über eurer Feedback und Vorschläge freue ich mich!



Ich bin mit "Version 2" einige Dinge angegangen, die mir in der ersten Version noch nicht so recht gefallen haben. Wie zum Beispiel, das extrem oberflächliche Kratzen bei dieser Krankheit.
Jedenfalls war es ein spannendes Thema, nicht nur das Schreiben, sondern auch das Recherchieren und überlegen, wie man es jetzt am besten umsetzt. Ich hoffe jedoch, nicht zu abstrakt geworden zu sein.

Einige stellen sind absichtlich etwas ungenau gehalten. Auch habe ich so das Gefühl, durch den enormen Zeitdruck ein nicht ganz rundes Ergebnis erhalten zu haben. Ich hoffe man kann mir das verzeihen, aber die letzte Schreibaktion (Geschichte) liegt jetzt fast zwei Jahre zurück ^^'


Tollwut ist eine erste Krankheit, die bisher nur eine Handvoll Menschen überlebt haben. Der Behandlungserfolg konnte jedoch nie reproduziert werden, weshalb die Tollwut sogar noch heute als unheilbar gilt.
Im Krankheitsverlauf können die in der Geschichte beschriebenen Symptome auftreten. Am Ende der Erkrankung hört das Herz, einfach aufzuschlagen, da die Tollwut eine Lähmungserkrankung ist. Bedeutet, der Körper eines erkrankten wird immer weiter gelähmt, bis schließlich das Herz oder die Lunge versagt, während das Virus das Gehirn nach und nach zerstört. Durch die Zerstörung des Gehirns entstehen sowohl die "Rasende Wut" als auch der Gedächtnisschwund. (Die Tollwut kann auch als sogenannte stille Tollwut auftreten, der der nur der Körper gelähmt wird)
Published:
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DuchesseOfDusk's avatar

Nachdem ich die erste Version gelesen hatte, wollte ich natürlich auch die zweite lesen.

Wie ich sehe, hast du hier die Geschichte des Fuchses viel stärker ausgeschmückt, was mir gut gefallen hat. Vor allem den langsamen Prozess der Krankheit hast du sehr bildhaft beschrieben, Okay, ich habe jetzt natürlich nicht zu Tollwut recherchiert, aber ich finde, deine Beschreibungen sind wirklich sehr gut gelungen.

Der Romantikanteil der Geschichte ist wirklich süß geworden. Ich kann mir gut vorstellen, wie sich der Fuchs in der Nähe seiner Angebeteten fühlt. Auch seine Angst sie zu fragen wirkt glaubwürdig. Als er es dann endlich geschafft hat, ist es richtig schade zu lesen, wie die Tollwut die Beziehung langsam zerstört. Da es dir mit diesem Text darum geht, auf Tollwut aufmerksam zu machen 8zumindest habe ich es so verstanden), ist das genau richtig. Der Leser hat bereits starke Sympathie für den Hauptcharakter entwickelt, umso besser wird die Krankheit in Erinnerung bleiben, da er mit den Figuren mitfühlt. Das Elend des Fuchses kann den Leser nicht mehr kalt lassen.

Allerdings habe ich auch eine Frage: Der Fuchs hat den seltsamen Geruch des Hundes bemerkt. Riecht er durch die Krankheit später auch seltsam? Die Reaktionen der Fähe sagen, dass es nicht so ist. Aber müsste der Fuchs nicht auch anders riechen, wie der Hund? Die Fähe könnte sagen, dass er komisch riecht.

Später, als es um den Mann geht, habe ich mich über die Stelle mit dem Verband gewundert. Normalerweise haben Leute eine Hose an. Da würden die Rettungssanitäter einen Verband an der Hüfte doch gar nicht bemerken, wenn es um einen Ohnmächtigen auf dem Gehweg geht. Das würde doch erst später auffallen oder vielleicht sogar erst nach dem Tod, wenn sie die Leiche untersuchen.

Ansonsten habe ich beim Lesen ein paar Tippfehler gefunden. Vor allem im ersten Teil hast du mehrmals Wörter klein geschrieben, die mit einem Großbuchstaben anfangen. Du kannst mir gerne einen Link zum Text in Google Docs oder Microsoft geben, wenn du willst, dass ich es dir anstreiche.

Alles in allem ist dir hier eine wirklich schöne Geschichte gelungen.


This critique brought to you by The Jolly Old Roger, Merry Critmas!

Joachim-Berger's avatar

Ziemlich eindrucksvoll. :clap:

Die Recherche hat sich bezahlt gemacht; Die Geschichte bekommt einen sehr "reichen" Beigeschmack durch die vielen kleinen Details. Zuerst war ich unsicher, in welche Richtung diese Geschichte geht und wollte sie ganz dem Anthro-Genre einordnen, aber dann hat sie sich in eine Art Naturdokumentation mit ungewöhnlicher Perspektive verwandelt.

Eine ziemlich tragische Geschichte allerdings. Der Fuchs hat mein Mitleid. :(

Der Mensch irgendwie weniger, ich schätze, weil dieser Teil sich ein bisschen drangetackert anfühlt, nachdem ich mich so lange emotional an den Fuchs gebunden hatte.

Ich konnte mir allerdings keinen Reim darauf machen, warum der Fuchs vor dem Teich zurückschreckte. Ist die Verweigerung von Nahrungsmitteln, bzw. Wasser, ein Symptom?

Als sich der Fuchs dachte, es wäre seine Pflicht (als das Männchen), immer das Futter heranzuschaffen, musste ich schmunzeln. Da waren wohl die Fieberträume am Werk.

Textlich könnte ich anmerken, dass an schon einigen Stellen zu viele oder zu wenige Kommas gesetzt sind. In diesem Satz zB darf es außer nach dem "einfach" keine weiteren Kommas geben:

"Ich liebte es einfach, wenn eine leichte Brise an dem rötlichen Pelz, ihres grazilen Körpers, zottelte und es so im Mondlicht, wild zum Funkeln brachte."

An wenigstens einer Stelle sind Präpositionen durcheinander geraten (Sie[Ich] wollte es ihr unter allen Umständen schenken!)

Wenn du willst, kann ich dir noch mehr Stellen nennen. Mein bester Tipp für Kommas ist, auf die Verben zu achten: Wenn zwei Verben in demselben Satz auftauchen, müssen sie fast immer mit einem Komma getrennt werden, so zB hier:

"Vier Menschen in Weiß gekleidet standen um mich herum und versuchten[Komma] mich am Leben zu erhalten."

Generell werden Satzteile, die ein "zu" und ein Verb enthalten, vom Rest getrennt, also ist das ein nützliches Schlüsselwort. Falsch wäre es allerdings, aus demselben Grund nach dem "herum" ein Komma zu setzen. Ja, "standen" und "versuchten" sind zwei Verben, aber hier wird der Trennung durch das"und" Genüge getan.

Mit diesem Tipp müsstest du auch nachvollziehen können, warum in dem zuerst zitierten Satz keine weiteren Kommas sein dürfen.

SparkleFuchs's avatar
Hey,

danke für dein Feedback. Ja, die blöden Kommas... Wenn es etwas in der deutschen Sprache gibt, was mir wirklich schwer fällt, dann sind es diese kleinen Verräter xD
Danke für den Tipp! Ich versuche mein bestes diese kleinen Teufel zum nächsten Mal zu bändigen. ^^'

Wirklich Interresant. Fast jeder hatte bisher eher mit dem Fuchs als mit dem Menschen Mitleid. Dabei sind doch beide ein und die selbe Person.

Neben den öffentlichen Symptomen aus der Geschichte, gehören auch die von mir weniger deutlich rübergebrachten dazu.
Ein ziemlich später aber wichtiger Indikator stellt eine panische Angst vor Wasser dar. Daher haben erkrankte Individuen im späteren Krankheitsverlauf auch den berüchtigten Schaum vorm Mund. Sie haben Angst davor, in ihrem eigenen Speichel zu ertrinken und schlucken ihn daher nicht mehr. An dieser Stelle leben die Lebewesen meist nur noch einige Tage bis Wochen.
Auch sind heftige Fiberträume Teil, nur weiß man nichts genaueres darüber. Es gab in den letzten hundert Jahren vielleicht zehn Menschen, die die Tollwut wirklich überlebt haben. Sogar heute gilt als unheilbar, das einziege was ist eine präventive Immunisierung durch einen entsprechenden Impfstoff, nach Ausbruch ist es in der Regel zu spät etwas zu tun. (Wobei es gut 30-90 Tage (meist um die 60) dauert, bis nach einem Biss oder Kratzer die Krankheit auch wirklich ausbricht.)

Zum Futter heranschaffen:
Ich würde ja eher sagen, dass hier das menschliche durchgekommen ist.
Fachlich habe ich hier aber etwas gemogelt und eine Verhaltensweise aus der Jungenaufzucht in einen falschen Kontext gezerrt. Tatsächlich ist es bei Füchsen vorzugsweise Sache des Rüden. Was nicht heißt, dass die Fähe nichts dergleichen tut (zumindest solange die Welpen noch ganz klein sind)
Joachim-Berger's avatar

Ja, das mit dem Mitleid muss an dem erzählerischen Fluss liegen. Wäre das Verhältnis der Textlänge zwischen den beiden Charakteren umgekehrt, würde wohl der Mensch mehr Mitgefühl ernten.

Frohe Feiertage!

SparkleFuchs's avatar
Wünsche ich dir auch!
Buvium's avatar

Also, ich habe ein paar Formulierungen und Punkte herausgesucht und sie meinem Empfinden nach mit Alternativen ausgedrückt. Ich will deinen Stil nicht kritisieren oder gar zu ändern versuchen, sondern mich lediglich dazu äußern.

Bitte alles entspannt sehen! :)


"Am Himmel hingen vereinzelt Wölkchen, die zusammen mit der stetig wandernden Sonne eine spektakuläre Kulisse schufen" - Hier würde ich die Kulisse nicht "spektakulär" nennen. Das passt hier nicht. Du könntest auch die Beschreibung etwas ergänzen, damit der Leser von selbst die "atmosphärischen Bilder der nächtlichen "Kulisse" vor Augen hat. Du zeigst ihnen so und sagst es nicht bloß, welcher Anblick sich auftut und wie sich die Stimmung dem nach formt, hervortritt.


"neben dem Mond das tiefschwarze "Himmelszelt" - "Himmelszelt" - dieser Ausdruck ist recht gewöhnlich. Wäre eine Alternative nicht: "Der himmlische See an Lichtern", "leuchtende Wälder der Ahnen" , "schimmernden Weiten" etc.


"bis ich unachtsam auf einen Zweig trat, der mit einem lauten Knacken meine Anwesenheit verkündete" - Eine Anwesenheit verkündet man so in dieser Situation nicht unbedingt. Außerdem ist es ein Klischee, auf einen Ast zu treten und damit aufzufallen. Lass doch das verliebte Herz des Fuchses eine Ausstrahlung haben, die man förmlich wittern kann, oder er seufzt sehnend, unbewusst. Hier kann man ruhig kreativ sein. Als Autor ist man sehr frei.


"... immer wieder aufs Neue, durch irgendwelche blöden Aktionen meine Liebe zu zeigen ..." - blöde Aktion? "Das klingt wie auf den Pausenhof in der Schule dahingesagt (;)). "Durch misslungenen Kühnheit, beschämenden Ungeschick, überhastetes Imponiergehabe" würde eher passen.


" ... als dass ich hätte in die Traumwelt abdriften können." Nun, Traumwelt klingt grundsätzlich auch schon abgegriffen. Würdest du die Traumwelt jetzt als Inhalt einer Handlung verwenden, wäre es okay, weil du sie ja noch spezifizierst. Doch "in einen Traumwelt "abdriften" hört sich so für mich nach einer Redewendung eines Jugendlichen an. Aber wir sind hier im Wald bzw. im Fuchsbau.

Ganz schlichte Formulierungen wie: "eindösen", " erneut in einen Schlummer (ver)sinken", "sich einer Ruhe anvertrauen, die verstörende Alpträume mit sich bringt" Immerhin hat er Tollwut. Da wird man vermutlich durch Alpträume geplagt. Auch darauf kannst du konkreter eingehen, wenn du willst.


So, das waren Vorschläge von mir, die ich als Anstoß vermittle und nicht als Korrektur verstehe. Es entspräche meiner Art, die Dinge "ursprünglicher" also weiter weg von menschlichen Jargons auszudrücken, so wie auch Klischees zu vermeiden.

Dennoch - ich wiederhole mich - ist die <Geschichte gelungen. Sie wurde nun mal aber mir zugeteilt und da sollte ich - so wie ich meine - meine Ansätze weitergeben.


Eine schöne Zeit, mfG!

:)

SparkleFuchs's avatar
Keine Angst, ich sehe das nicht so dramatisch. Immerhin habe ich dich ja selbst gefragt.
Vielen Dank für deine Zusatzarbeit, jetzt verstehe ich genau was du meinst. Vielleicht passt das eine oder andere doch ganz gut, für spätere Projekte. Besonders das mit der Traumwelt behalte ich für eine mögliche weitere Überarbeitung im Auge. (Vermutlich werde ich es nur umformulieren, da es an diesem Zeitpunkt noch viel zu Früh für Symptome ist. Mals schauen, wie sich das medizinisch Verhält. Alle Symptome aus der Geschichte wurden in chronologischer Reihenfolge (statistische Häufigkeit) verwendet.) Aber selbst wenn es nicht hierher passen sollte, gefällt mir diese Idee definitiv.
Ja, das mit dem Ast ist irgendwie ein Klischee. Ich sollte mir die Geschichte unter dem Hintergrund nochmal anschauen und im Einzelfall entscheiden.

Ich wünsche dir ein schönes Weihnachtsfest und falls man nicht mehr voneinander hört, ein frohes neues Jahr!

LG Spark
Buvium's avatar

Vielen Dank! Dir auch alles Gute!

:)

Buvium's avatar

Hallo, das ist mein Kommentar von "Read Mine, Read Thine".


Zuerst will ich mich wirklich lobend äußern. Die Geschichte ist sehr zum Mitfühlen.

Das was du als "abstrakt" bezeichnest macht sogar den eigentlichen Charme der Geschichte aus.

Ich sah meist wirklich aus den Augen des Fuchses, der offenbar in einer Vision als ein imaginäres alter Ego entstanden ist, bzw. ein Traum, der sehr intensiv erlebt wird. Dieser Text ist dramatisch, das Ende dann leider höchst tragisch.

Und das spürt man.

Ich finde den Plot Twist wunderbar.

Am besten gefielen mir die Interaktionen zwischen den beiden Füchsen.


Der Beginn ist märchenhaft. Die nächtliche Jagd, die Romanze bis hin zum bitteren Ende, da sich der Protagonist in seinem Verhalten und Denken umkehrte und verstirbt, mit einen gelungenen Übergang von Traumsequenz bis den sterbenden Menschen.


Nun, was ich als Kritik zu sagen habe ist etwas was man durch Erfahrung und vermutlich durch das Lesen von Büchern, aber auch von allen anderen sprachlich narrativen Medien erlernen kann:

Die Sätze und Formulierungen klingen für mich etwas gewöhnlich. Ich hatte oft den Eindruck, so manche Redewendung schon oft gehört oder gelesen zu haben.

Da ich selbst eine sehr untypische Sprache beim Schreiben nutze, fällt mir das vermutlich besonders auf.

Ich denke, dass man von Phrasen und Formulierungen, die typische Redensarten für den alltäglichen Sprachgebrauch sind, gerade bei solch kreativen und sensiblen Geschichten wie deine, Abstand nehmen sollte.

Hier eine gewisse Poesie in die Formulierungen zu legen würde entsprechen. Es würde das gesamte Werk in einem ganz anderen Licht erstrahlen lassen.

Ich meine, dass hier die verwendete Sprache, der Wortlaut mit der schönen Geschichte nicht mithalten kann. Die Gedanken und die Komposition sind wahrlich gelungen, doch die Interpretation ist etas - bitte verzeih - überhastet und oberflächlich im Vergleich dazu.


Was die Rechtschreibung, Grammatik und Beistrichsetzung angeht kann ich leider nichts Genaues sagen, da das meine Schwachpunkte sind.


Das Fazit wiederholt lediglich das Gesagte: Eine wunderbare, märchenhafte aber auch tragische Geschichte, die man mit mehr Liebe zu Feinheiten der Sprache hätte ausarbeiten können.

Dennoch ist sie bewegend und inspirierend.


Danke!

SparkleFuchs's avatar
Hey,
vielen Dank für deine so ausführliche Kritik und dein Lob! Es freud mich wirklich sehr, eine so positive Reaktion zu erhalten.
Ja, es ist mir auch aufgefallen, dass du eine sehr ungewöhnliche Sprache verwendest, fast schon wie ein Gedicht. Ich persönlich kann mich allerdings beim besten Willen damit leider nicht genug anfreunden, als dass ich genau so schreiben könnte ^^'
Hast du aber vielleicht ein konkretes Beispiel von so einer Redewendung, wie du sie angemerkt hast? Das würde mir zumindest helfen, zu verstehen, was du genau meinst.
Vielleicht lässt es sich auch mit meinem bisher gewählten Stil vereinbaren, sich dieser verbessern.
Vielen Dank für deine Zeit und ein frohes Fest.
Buvium's avatar

Bitte, ich las deine Geschichte sehr gerne.

So wünsche ich dir auch eine frohe Zeit und werde alsbald nach konkreten Beispielen suchen, was die von mir angesprochenen Formulierungen betrifft.

Liebe Grüße!

Weltenweber's avatar

Wow...

Tut mir Leid, dass ich erst jetzt zu 'nem Kommentar komme.


Also wie du das sozusagen aus Fuchssicht beschrieben hast, was an einem Partner so interessant ist und wie der sich dafür begeistert, fand ich echt super. :)

Und auch wenn es tragisch ist, mag ich den Kontrast. Das zeigt umso mehr, wie viel Wirkung so eine Liebe haben kann (und damit beziehe ich mich auf den Zeitpunkt wo seine Sinne noch nicht vom Virus benebelt waren). Also so einen Dreckstag zu haben, wo man so arg gebissen wird und dann noch am Tag darauf blutet und nicht richtig aufsetzen kann, das ist schon gut ätzend, aber es wird halt so schön betäubt mit den Gedanken an einen potentiellen Partner (und umso mehr, wenn's dann auch noch, wie hier, tatsächlich hinhaut! :) ).


Ich hab' das jetzt sozusagen beim Abendessen gelesen und...na ja. Es hat Spaß gemacht. Aber ich zögere so mit der Formulierung, weil das Thema Tollwut auch schon eine große Rolle in meinem Leben gespielt hat und das generell eine drecks Art ist zu sterben.

SparkleFuchs's avatar
Tut mir leid für dich, dass das Thema dich persönlich angesprochen hat. Ja, Tollwut ist vermutlich eine echt unangenehme Sache. Sowohl für den erkrankten, der erst sein eigenes Verhalten nicht versteht, als auch für Familie und Freunde die unter dem fortschreitenden Wandel der Persönlichkeit leiden.

Ich wollte in dieser Kurzgeschichte einfach mal einen groben Abriss aufzeigen. (Auch wenn die Tollwut heute in Deutschland glücklicherweise kaum noch eine Rolle spielt)
Es sind bestimmt einige Dinge zu kurz gekommen, aber so ist das halt. Die Kunst als Autor besteht darin, sich stehts auf das wichtigste zu beschränken.
Das war nun halt der Weg aus meinem Träumen, den ich aus zeitlichen Gründen beim ersten Entwurf leider nicht so verfolgen konnte, wie ich es gerne getan hätte. (Ich bleibe bisher meiner Linie noch treu, die alte Version ist in den Scraps noch zu finden 😉)

Deinem Kommentar entnehme ich, dass es dir recht gut zu gefallen scheint. Es freut mich wirklich sehr, zu hören das meine Absichten scheinbar aufgegangen sind. Du hast in etwa die Gedanken geäußert, die ich hoffte beim Leser zu wecken.

Noch trauriger wird die Geschichte natürlich mit dem Hintergrundwissen auf dem Fachbuch. Bei dem es heißt, dass es unter normalen Umständen bei Rotfüchsen heißt: "Bis das der Tod uns scheidet".
Weltenweber's avatar

Das ist schon okay...


...aber ja. Du irrst dich nicht, dass ich schon Gefallen daran gefunden habe das zu lesen (ich find' es klingt immer noch seltsam, wenn ich das so schreibe. Ich mein' halt den Stil und nicht das Thema).


Das erinnert mich jetzt allerdings auch an was anderes Trauriges, aber genug davon. Füchse sind zwar nicht meine Nr. 1 Lieblingstiere, aber ich mag die trotzdem total.

anonymous's avatar
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