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Berliner Morgenfuchs: Algorithmus fuer Content

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SparkleFuchs's avatar
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Literature Text

Achtung: Bei diesem Inhalt handelt es sich um ein satirisches / sarkastisches Werk! Dieser Text sollte selbstverständlich unter keinen Umständen befolgt und oder ernst genommen werden! Er dient lediglich der Unterhaltung!

Unternehmen entwickelt ersten Contentblocker


von Sparkle Fuchs





Wer kennt das nicht? Man surft mit seinem Handy im Internet, genießt die Werbung und plötzlich kommt die berüchtigte SMS des Providers:
“Ihr Highspeed-Datenvolumen ist aufgebraucht. Sie surfen nun mit GPRS-Geschwindigkeit ohne zusätzliche Kosten weiter. ...”
Oder Sie sind mit einer sehr spannenden Werbung beschäftigt, bis sich dieser lästige und langweilige Content in den Vordergrund drängt und Ihnen Ihre Aufmerksamkeit raubt.
Doch für all diese Szenarien (und noch vielen weiteren) gibt es nun endlich Abhilfe!

Der Mozilla Contentblocker:

  • Schluss mit nervigen und aufdringlichen Inhalten!

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  • Blockieren Sie informative Anzeigen

  • Erfreuen Sie sich an alternativen Fakten auf Facebook, Twitter, Instagram und vielen anderen sozialen Netzwerken

  • Gehören Sie zu den ersten, welche D. Trumps glorreiche Tweets lesen dürfen

  • Werden Sie nie wieder gestört mit einer Krise in der Weltpolitik


Erleben Sie diesen intelligenten Algorithmus, er erkennt sinnvolle Inhalte (wie Texte, Videos, etc.) und blendet diese einfach aus!

Mozilla Contentblocker, nur für den Mozilla Firefox!


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An dieser Stelle möchte ich mich einmal Herzlich bei Mozilla bedanken, für Ihre Wortwahl bei Ihrem letzten Fierfox-Update (siehe Link).
Die Worte: "Bessere Inhaltsblockierung = schnelleres Internet" haben mich auf diese Idee gebracht.


Edit: Es gibt tatsächlich Algorithmen, welche nicht zum Herausfiltern von Werbung dienen. Stichworte wären z.B. "Adblock" oder "uBlock"
Published:
© 2018 - 2021 SparkleFuchs
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Das wird ja immer schlimmer. *gähn*

Ataman4's avatar
Beim Lesen sind plötzlich 0,95 Fenster mit Werbung im Vordergrund aufgetaucht... -)
SparkleFuchs's avatar
Sollten eigentlich mehr sein xD
Ataman4's avatar
Hab mich verzählt, es waren 0.951 Fenster...
SparkleFuchs's avatar
Hauptsache du wurdest vor dem Content dieser Seite geschützt ;)
NikitaTarsov's avatar
xD

Naja, Twitter und so arbeiten ja auch damit, wobei der User atm noch festlegt was geblockt wird. Ich glaube der TopTag is 'Politik'

Aber ich sach' ma ... ist ja ein ganz aktuelles Thema derzeit. Europa fordert mit seinem Urheberrechtsschutz (was für ein Euphemismus für 'Datenfilter nach unserem Gutdünken') genau das. Keine nasty Merkelnews mehr, keine Info über Kriegserklärungen unseres Landes gegenüber Fremdstaaten(was btw. defakte passiert ist, aber momentan sind es ja noch Springer&Burda die uns darüber hätten informieren müssen, das I-Net hingegen muss noch an die Kandare).
Wir leben echt so dermaßen 1928 gerade :/
SparkleFuchs's avatar
Ja, ganz an den Haaren herbeigezogen ist das ganze nun wirklich nicht. Soziale Netzwerke filtern schon seit Jahren, nach den eigenen Vorlieben und Einstellungen, welche man ihnen durch sein Nutzungsverhalten zeigt. Es ist die Kunst dies zu unserem Vorteil zu nutzen und somit dafür sorgen, dass uns nur sinnvolle/lehrreiche Inhalte angezeigt werden, jedoch ist das schwerer, als es im ersten Moment klingt.
Technisch gesehen ist es möglich ganze Inhalte zu Filtern, wie z. B. Skripte, Flash, HTML usw., aber auch nach Tags zu Filtern (Wie es die sozialen Netzwerke tun)
Für einen Computer gibt es nach dem aktuellen stand kein guter Inhalt und böser Inhalt, er kann in gut und schlecht unterteilen anhand der Aufrufe aber sonst...
Derzeit ist es nicht möglich für einen Computer ein abstraktes Problem zu lösen, lösbar sind Probleme, welche durch arithmetische oder logische Operationen lösen lassen. Es ist für ihn also möglich das Wetter bis zu einer gewissen Genauigkeit vorherzusagen (da es ja nur pure Mathematik ist), jedoch auf die Frage, was soll ich meiner Freundin zum Geburtstag schenken... da wird es wieder schwierig.

Im Endeffekt sind aber Plattformen wie Facebook, YouTube und Co. nicht da, weil die Betreiber nette Menschen sind. Sie wurden und werden darauf programmiert, um möglichst lange unsere Aufmerksamkeit zu halten, um diese wiederum an Werbetreibende zu verkaufen.
NikitaTarsov's avatar
Oftmals ist es weniger das Problem das ein technisches System eine bestimmte Aufgabe nicht, oder nicht ausreichend gut erledigen kann, sondern was diejenigen, die es einsetzen, glauben dass es kann, oder wie dringend sie diese Funktion einsetzen wollen oder müssen. Klar, natürlich besteht derzeit keine Chance sicherzugehen das der Kontext eines Datenpaketes richtig gedeutet wird. Allerdings hat man niemals zu wenig Daten, sondern immer zu viele um einen sicheren Schluss zu ziehen - der Mensch umgeht dieses Problem also damit, dass er eine willkürliche Grenze setzt und eine Falschberechnungs-Toleranz gelten lässt die er je nach Situation ermessen kann oder nicht.

Im Falle von kommerziellen Betreibern ist die Sache verhältnismäßig sicher, da sie ein Interesse am entfalten der einzelnen Users haben(je mehr, desto größer der Marktanteil ergo der durch ihn nutzbaren Informationen die er gefördert hat), da dies alle intimen und versteckten Bedürfnisse offenbart, die für eine brauchbare Kundenbindung und Produkt-/Werbeplatzierung zielführend sind. Da die Mehrzahl der User eher intuitiv agieren können sie also ganz wirtschaftlich dabei verfahren sich nur die Daten geben zu lassen die der User freiwillig herausgibt, denn das tut er ja ganz ohne Maß, also ist es gar nicht nötig sich etwas hinterhältig zu holen, was einem am Ende vielleicht noch schlechte Presse einbringen könnte(nicht das diese Angst jetzt sooo riesig wäre aber ... kostet ja nix ... solange man der Marktführer ist =P). Im Gegenzug sind es relativ logische Mechanismen denen man sich als daran interessierter Mensch durchaus entziehen kann, wenn man das möchte.

Soweit also kein Problem. YouTube&Co. haben ein kommerzielles Interesse das sich mit meinen privaten Interessen überschneidet, ergo können wir koexistieren. Sie filtern in meinem Sinne oder das, was sie mir andrehen wollen, die angebotenen Mistvideos z.B. neben meinem selbstgewählten Bildung-/Unterhaltungsscontent, darauf kann ich konsequent verzichten, und alle sind happy. Soweit die Situation in der der kommerziell denkende Konzern das ganze nach eigenem Gutdünken regelt. Kommt jetzt aber der Staat, bzw. die EU, und bringt ein Gesetz ein, dass von Thinktanks geschrieben wurde, um spezifische Wirtschaftsinteressen und ... ich deute mal vorsichtig an andere weniger wirtschaftliche Interessen zu schützen, dann wird es problematisch. Dieses Urheberrechtsgesetz macht es YouTube defakto unmöglich weiter in Deutschland aktiv zu sein, denn für jeden Verstoß wären sie selbst verantwortlich, und jede Klage kostet zwischen 5k und 40m Euro. Die Betriebszeit unter diesem Gesetz wäre also rein finanziell auf Tage begrenzt. Also was könnte die EU dazu bringen plötzlich 'meine Rechte zu schützen' nachdem sie diese früher so bereitwillig an jeden verschenkt hat?
YouTube und andere Webmedien sind eine ernstzunehmende Konkurrenz für Printmedien geworden die - man glaube es oder nicht - eine der einflussreichsten Monopole in DE besitzen. Die deutsche Medienlandschaft wird einerseits dem Monopol obsoleter Printmedien geopfert, was eine relativ einfach verständliche finanzstrategische Operation darstellt. Kein Problem, saukurzsichtig, aber so sind sterbende Riesen nun einmal. Das andere, ist weniger appetitlich, denn mit den Webmedien fallen alle unkontrollierten Medien in DE weg und eine Informationsaufnahme ist nur noch durch den - allein durch seinen einheitliches Agieren in dieser Sache als Monopol erkennbar(nicht das die einen Hehl daraus machen würden) - Medienblock Springer&Burda möglich. Und wenn man heure ein Beispiel für tendenziöse, unsachlichen Meinungsproduktion haben möchte, der öffne einen beliebigen Spiegel/Stern/Fokus/Bild, die alle eine komplett homogene Meinung zu allen wichtigen Themen haben(weil sie untereinander auch die Redakteure austauschen als wäre da nichts dabei). Diese Schmierblätter erzeugen Meinungen im Volk und auf allen Bildungsebenen, heben oder senken die eine oder andere Partei ganz so wie es in ihrem Interesse ist. Und denen ist komplett egal was mit DE passiert wenn wir als Volk diese Informationsisolation nicht akzeptieren.
Der Rest klingt vielleicht sehr aluhütchenmäßig, aber genau so liegt er auch auf der Hand. Ich hatte vor zehn Jahren über Amerika gelästert dass die Bildung so weit im Keller ist dass man alleine durch Schlagworte einzelne Betrachtungen diskreditieren kann - Verschwörungstheorie, nationale Sicherheit, Terrorismus - aber mittlerweile ist es bei uns genauso. Danke Bildungspolitik x.x

Ouh, btw.: Alles eine Frage der zur Verfügung stehenden Daten und wie man das Ergebnis kommuniziert. Amazon WEIß was meine Freundin zum Geburtstag haben will, denn es hat ja Zugriff auf ihre Bestellungen und ihre Wunschliste. Hat sie soetwas nicht - und das könnte jetzt von Asimov sein xD - hält die Beziehung wegen mangelndem, unkompensierten Interesses statistisch weniger lange und sie wird den Offline-Menschen zugeordnet, die im Leben eines Online-Menschen nicht funktioniert xDDD Nein, Spaß beiseite, Der User nimmt wahr, dass er durch Amazon(als Beispiel) leichter mit seiner Beziehung klarkommt, und bindet sich. Wenn 80% der Vorschläge kompletter Mist wäre, dann wäre das psychologisch gesehen egal, denn der User kann ja selbst die nützlichen 20% filtern. Zumindest statistisch wird er also gut damit fahren, und er wird kein komplexeres Leben mehr ohne Amazon führen wollen. Und dafür war es fast egal wie gut der Algorithmus funktioniert hat. Der mensch ist sehr adaptiv, sogar so sehr, dass die meisten Anpassungsprozesse ohne seine aktive Entscheidung auskommen.

Huh, komplexe Themen machen das immer mit mir =P
SparkleFuchs's avatar
Ja gut, da merkt man, dass ich ein waschechter Informatiker bin...
Ich betrachte die technische Seite, blende den Rest komplett aus und wundere mich über meine mit Menschen 😅
NikitaTarsov's avatar
Da ich mit Physik, Psychologie und Mathe soweit ganz gut zurecht komme, bei IT aber komplett versage, hab' ich wohl den anderen Betrachtungswinkel gewählt - ohne allerdings zu einem anderen Ergebnis zu kommen als mich schlussendlich nur noch über die Mitmenschen wundern zu können :/

Wie gesagt, man hat tendenziell immer zu viele Daten statt zu wenig xD
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