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Institut fuer alternative Geschichte

I

Institut fuer alternative Geschichte

„Ich begrüße sie herzlich im Institut für alternative Geschichte. Mein Name ist Ifag und ich werde für die kommenden zwei Stunden ihr Guide für die Tour durch das Institut sein. Gleich vorweg: Was sie sehen und hören werden, mag an manchen Stellen vielleicht verwirrend oder unklar für sie werden, zögern sie daher nicht, jederzeit Fragen zu stellen. Möchten sie mir vielleicht jetzt schon eine Frage stellen?“ Er lächelt der Gruppe ermunternd zu und lässt sein eminzgrünen Augen einmal im Kreis wandern. Alle schweigen. „In unserem jungen Institut arbeiten die klügsten Köpfe mittels modernster Technik an Simulationen möglicher alternativerVergangenheit. Sie, liebe Gäste, werden heute eine Idee davon gewinnen wie eine solche Simulation aufgebaut ist, welche Instrumente dafür verwendet werden, welchen Schwierigkeiten die Forscher ausgesetzt sind und welche Resultate wir uns von all dem erhoffen. Lassen sie uns jedoch zuerst damit beginnen, dass ich ihnen etwas über die Gründung unseres
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Einer dieser Tage

E

Einer dieser Tage

In manchen Momenten ergreift es mich, packt mich an dem Innersten meines Wesens und rüttelt mich wach. Dann stehe ich auf mancher Straße und blicke wie von außen auf mein Leben, ein Fremder im eigenen Körper, ein unbeteiligter Geist im Augenblick des Sturzes, doch gleichzeitig leicht und unbeschwert, seltsam sorgenlos, gedankenlos, schmerzlos. In diesen Augenblicken könnte mir alles passieren, mit stoischer Gleichmütigkeit würde ich es durchstehen können, denn in gewisser Weise ist es nicht mehr ich, dem die Dinge widerfahren oder es ist doch ich, doch auf den innersten Kern zusammengeschmolzen, auf da
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Was bleibt.

W

Was bleibt.

Was bleibt am Ende stehen. Dessen was Dein gewesen ist, Dessen was Du geschaffen geglaubt hast, Dessen deine Taten gar frei von Dir waren und bleiben, obwohl du doch gar nicht bist. Zu glauben es wäre Bedeutung in dem, was am Ende noch steht, obwohl doch zeitgleich du nicht mehr bist als die Gesamtheit dessen, was mit Dir untergeht. Wunder dich nicht.

Dein Tempel

D

Dein Tempel

Wenn im großen Tempel die Lichter ausgehen, dann ist es Zeit zu schlafen. Wie ein großer Falke bricht die Nacht herein, voller düsterer Bilder, Ahnungen, Ängste und Begierden. Die Nacht verbringt man nicht allein. Dass wir alle immer und ohne Ausnahme alleine sind, das vergisst man besser schnell oder sagt es zumindest nicht allzu laut. Einsamkeit, nachdenken, Melancholie macht hässlich. Niemand möchte gerne hässlich sein und niemand möchte gerne alleine sein. Darin sind sich alle einig und so fallen keine kritischen Worte, wenn sich bei einsetzender Dämmerung die braven, geistlosen Kreaturen an d
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Der Turm

D

Der Turm

Am Ende der Straße steht der Leuchtturm. Ich sehe ihn vor mir aufragen, majestätisch und groß. Ich fühle mich davor stehen, erbarmungswürdig und klein. Der gebückt gehende Wurm auf der Straße zum Leuchtturm. Das bin ich. Innerlich bin ich gespalten. Ein großer Teil von mir wünscht sich nichts sehnlicher, als beim Turm zu sein und feuert meine Beine jede Sekunde an, noch ein wenig schneller zu laufen. Der kleine, besonnene Teil in mir schaut mit Sorge und wachsendem Missfallen dabei zu, wie jeder Schritt, der mich dem Leuchtturm näher bringt, zeitgleich meinen Körper und Geist angreift. An
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Neue normative Verhaltensmuster

N

Neue normative Verhaltensmuster

Drei Kreisel die im Gleichschritt die Passagen entlangliefen und dabei so einige Blicke auf sich zogen. Verrückt so schien es uns allen, dass es für sie wohl kein Problem war, so angestarrt zu werden. Zugegeben, es war wohl verständlich, dass wir alle solche Augen machten, hatte doch wohl keiner von uns bisher Kreisel laufen sehen. Kreisel hatten eigentlich zu kreiseln, so wie Läufer nunmal liefen. Nachdem nun also die Kreisel liefen, fingen alle Läufer an zu kreiseln. Das sah sehr merkwürdig aus. Ich versuchte, meine Konzentration auf etwas anderes zu lenken. Schnee, der eigentlich im Sommer nicht fällt, f
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Das Monster

D

Das Monster

Das Monster ist in dir. Versteckt in den tiefen Kerkern deines (Unter-)Bewusstseins. Dir ist gelungen, es aus deiner Wahrnehmung zu verdrängen, doch das Monster wartet geduldig. Es wartet auf einen Moment der Schwäche. Wenn dein Wille angegriffen und du nicht mehr in der Lage bist, seine Anwesenheit ignorieren zu können, dann wittert es seine Stunde und wird sie nutzen. Das Monster quält, statt zu zerstören. Zerstörung hieße erst gewaltsame Übernahme deines Wesens, dann Vernichtung ohne Erkenntnis. Daran liegt ihm nichts. Qual hingegen führt zur Beschäftigung mit der Ursache und ist daher vie
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„Ich begrüße sie herzlich im Institut für alternative Geschichte. Mein Name ist Ifag und ich werde für die kommenden zwei Stunden ihr Guide für die Tour durch das Institut sein. Gleich vorweg: Was sie sehen und hören werden, mag an manchen Stellen vielleicht verwirrend oder unklar für sie werden, zögern sie daher nicht, jederzeit Fragen zu stellen. Möchten sie mir vielleicht jetzt schon eine Frage stellen?“ Er lächelt der Gruppe ermunternd zu und lässt sein eminzgrünen Augen einmal im Kreis wandern. Alle schweigen. „In unserem jungen Institut arbeiten die klügsten Köpfe mittels modernster Technik an Simulationen möglicher alternativerVergangenheit. Sie, liebe Gäste, werden heute eine Idee davon gewinnen wie eine solche Simulation aufgebaut ist, welche Instrumente dafür verwendet werden, welchen Schwierigkeiten die Forscher ausgesetzt sind und welche Resultate wir uns von all dem erhoffen. Lassen sie uns jedoch zuerst damit beginnen, dass ich ihnen etwas über die Gründung unseres
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Einer dieser Tage

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Einer dieser Tage

In manchen Momenten ergreift es mich, packt mich an dem Innersten meines Wesens und rüttelt mich wach. Dann stehe ich auf mancher Straße und blicke wie von außen auf mein Leben, ein Fremder im eigenen Körper, ein unbeteiligter Geist im Augenblick des Sturzes, doch gleichzeitig leicht und unbeschwert, seltsam sorgenlos, gedankenlos, schmerzlos. In diesen Augenblicken könnte mir alles passieren, mit stoischer Gleichmütigkeit würde ich es durchstehen können, denn in gewisser Weise ist es nicht mehr ich, dem die Dinge widerfahren oder es ist doch ich, doch auf den innersten Kern zusammengeschmolzen, auf da
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Was bleibt.

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Was bleibt.

Was bleibt am Ende stehen. Dessen was Dein gewesen ist, Dessen was Du geschaffen geglaubt hast, Dessen deine Taten gar frei von Dir waren und bleiben, obwohl du doch gar nicht bist. Zu glauben es wäre Bedeutung in dem, was am Ende noch steht, obwohl doch zeitgleich du nicht mehr bist als die Gesamtheit dessen, was mit Dir untergeht. Wunder dich nicht.

Dein Tempel

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Dein Tempel

Wenn im großen Tempel die Lichter ausgehen, dann ist es Zeit zu schlafen. Wie ein großer Falke bricht die Nacht herein, voller düsterer Bilder, Ahnungen, Ängste und Begierden. Die Nacht verbringt man nicht allein. Dass wir alle immer und ohne Ausnahme alleine sind, das vergisst man besser schnell oder sagt es zumindest nicht allzu laut. Einsamkeit, nachdenken, Melancholie macht hässlich. Niemand möchte gerne hässlich sein und niemand möchte gerne alleine sein. Darin sind sich alle einig und so fallen keine kritischen Worte, wenn sich bei einsetzender Dämmerung die braven, geistlosen Kreaturen an d
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Der Turm

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Der Turm

Am Ende der Straße steht der Leuchtturm. Ich sehe ihn vor mir aufragen, majestätisch und groß. Ich fühle mich davor stehen, erbarmungswürdig und klein. Der gebückt gehende Wurm auf der Straße zum Leuchtturm. Das bin ich. Innerlich bin ich gespalten. Ein großer Teil von mir wünscht sich nichts sehnlicher, als beim Turm zu sein und feuert meine Beine jede Sekunde an, noch ein wenig schneller zu laufen. Der kleine, besonnene Teil in mir schaut mit Sorge und wachsendem Missfallen dabei zu, wie jeder Schritt, der mich dem Leuchtturm näher bringt, zeitgleich meinen Körper und Geist angreift. An
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Neue normative Verhaltensmuster

Drei Kreisel die im Gleichschritt die Passagen entlangliefen und dabei so einige Blicke auf sich zogen. Verrückt so schien es uns allen, dass es für sie wohl kein Problem war, so angestarrt zu werden. Zugegeben, es war wohl verständlich, dass wir alle solche Augen machten, hatte doch wohl keiner von uns bisher Kreisel laufen sehen. Kreisel hatten eigentlich zu kreiseln, so wie Läufer nunmal liefen. Nachdem nun also die Kreisel liefen, fingen alle Läufer an zu kreiseln. Das sah sehr merkwürdig aus. Ich versuchte, meine Konzentration auf etwas anderes zu lenken. Schnee, der eigentlich im Sommer nicht fällt, f
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Das Monster

D

Das Monster

Das Monster ist in dir. Versteckt in den tiefen Kerkern deines (Unter-)Bewusstseins. Dir ist gelungen, es aus deiner Wahrnehmung zu verdrängen, doch das Monster wartet geduldig. Es wartet auf einen Moment der Schwäche. Wenn dein Wille angegriffen und du nicht mehr in der Lage bist, seine Anwesenheit ignorieren zu können, dann wittert es seine Stunde und wird sie nutzen. Das Monster quält, statt zu zerstören. Zerstörung hieße erst gewaltsame Übernahme deines Wesens, dann Vernichtung ohne Erkenntnis. Daran liegt ihm nichts. Qual hingegen führt zur Beschäftigung mit der Ursache und ist daher vie
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Mann aus Lehm

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Es steht dort ein Mann aus Lehm. Man gab ihm Füße zum stehn'. Man formte seine Beine zum gehn'. Man schenkte ihm Augen zum sehn'. Man gab ihm Hände, um zu schaffen, denn der Körper aus Lehm wird nie erschlaffen. Für die Arbeit geschaffen gilt er als perfektes Wesen, doch er will kreieren, schreiben und lesen. Auf seiner Stirn steht Wahrheit und sein Geist ist klar seit seine Hände das Leben berührten, obwohl ihn seine Erschaffer in die Irre führten. In seiner Brust sitzt ein Herz aus Kristall. Es ist kalt, scharf und hart wie Stahl, doch so hat auch er ein Herz für's Leben, ein gütiges gro&

Der Chemiker

D

Der Chemiker

Die Stimmung im Labor war mies, ein paar Kollegen wirklich fies. Grad' Berthold konnt' ein Arschloch sein, War intrigant und hundsgemein. Da trank er Kaffee mit Arsen, so war's recht schnell um ihn gescheh'n. Und meinen Chef, hart wie Granit, erlegte ich mit Cyanid. Ein wenig leiden musst' er noch, war doch die Dosis nicht sehr hoch. Am Ende ist er doch gestorben. Ich hab' mich um den Job beworben. Das Schleimen dann, das konnt' nicht schaden, nun leite ich den ganzen Laden. Von dem Erfolg höchst inspiriert hab' ich's dann auch privat probiert. Zuerst musst' Onkel Heinrich sterben, so konnt' ich seine Villa erben. Und Tanja, die

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Artist // Student // Digital Art
My Bio

Sometimes I write.


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Sweeney Todd, Das Leben ist schön
Favourite Bands / Musical Artists
Pink Floyd, Sophie Hunger, Käptn Peng
Favourite Books
Der kleine Prinz
Favourite Writers
Albert Camus, Truman Capote, Exupery
Favourite Games
Tony Tough, Day of the tentacle, Edna bricht aus
Other Interests
sport, books, writing, piano

Comments 38

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Vielen Dank für dein Fave :)
Vielen Dank für Fav und Watch :squee:
Hey, lieben Dank für dein  Fave =)
Oh, vielen Dank für den Watch, womit hab ich das denn verdient? xD
ich möchte mir bei Gelegenheit mal genauer anschauen, was du so machst! :)
Really apprciate this fav, mate!:bow::handshake:

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Into the dark room by rollarius55
I really like your style!