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Drachen Evolution

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Evolution

Einleitung:
Seit den Anfängen der  wissenschaftlichen Untersuchung von Drachen fragten sich die Forscher  woher und aus welcher Zeit die Drachen stammten.
Denn um diese Tiere vollständig zu verstehen ist ein Begreifen ihrer Stammesgeschichte unumgänglich. Lange Zeit jedoch tappte die Forschung im Dunkeln.
Funde waren rar und oft schlecht erhalten, und so dauerte es beinahe ein ganzes Jahrhundert bis man den ersten prähistorischen Drachen einwandfrei identifiezieren konnte.
Bekommen sie nun einen Einblick in die Geschichte der Draconiformes.

Stellung innerhalb des Tierreichs
Drachen und Seeschlangen sind Reptilien, das wird auf den ersten Blick deutlich. Doch davon abgesehen ist es für den Laien recht schwer zu bestimmen welche Tiere zu ihren näheren Verwandtschaftskreis gehören, denn weder die Dinosaurier, denen viele von ihnen äußerlich ähneln, noch die flugfähigen Pterosaurier stehen mit ihnen enger in Verbindung.
Tatsächlich stellte man im Zuge genetischer Untersuchungen und zahlreicher Knochenfunde fest das ihre nächsten noch Heute lebenden Verwandten die Warane sind.
Somit gehören sie zu den Lepidosauriern (Schuppenkrichtiere) zu denen auch die Schlangen und Eidechsen gehören.
Die Stellung der Seeschlangen zu ermitteln war hingegen  eher einfach. Sie sind offensichtlich die nachkommen einer, am Ende der Kreidezeit ausgestorbenen Reptilienfamilie die uns als Mosasaurier bekannt sind.
Geht man nun jedoch ins Detail offenbaren sich einem zahlreiche Lücken in der Fossilüberlieferung was die genaue Rekonstruktion des Stammbaums erschwert. Modernste Methoden, wie die UV-Fotografie oder die phylogenetische Analyse bringen seit jüngerer Zeit immer neue Erkenntnisse über die ersten Vertreter beider Gruppen.

Mesozuikum
Als man die Ähnlichkeit mit Waranen entdeckte waren noch keinen Fossilien von prähistorischen Gattungen bekannt, weder von Drachen noch von Waranen. Deshalb konnte man nur annehmen wie sich ihre Verbindung gestaltete.

Einer der ersten Wissenschaftler der sich intensiv mit Drachen beschäftigte war der viktorianische Landarzt Gideon Mantell, der heute besser für die Rekonstruktion des ersten Dinosauriers bekannt ist. Lange bevor Charles Darwin sein Buch "Die Entstehung der Arten" veröffentlichte stellte Mantell Vermutungen darüber auf, wie die anatomischen Parralitäten der von ihm untersuchten Exemplare zu verstehen sei; gelangte jedoch zu keinen Ergebnis. Lange Zeit hielt sich die Meinung das Drachen von Waranen abstammten. Man vermutete das sich aus primitiven, baumbewohnenden Waranen, nach dem Aussterben der Dinosauerier, erste gleitfähige Spezies entwickelten die sich schnell über die ganze Welt verbreiteten. Man stellte sich die Evolution von Waran zu Drache als einen idealisierten, linearen Vorgang vor. Auch heute veraltete Methoden bei der Klassifizierung sorgten für mehr Verwirrung als Klarheit.
Eine 2009 durchgeführte Untersuchung des Erbguts von Komodo- und Bindenwaranen ergab jedoch das die ersten Warane von gut 60 Millionen Jahren entstanden, und damit jünger waren als die ältesten Drachen. Das deutet darauf hin das Warane von Drachen abstammen und ihre Flughäute wieder verloren um auf dem Boden zu leben. Es wurde auch vermutet das beide Familien einen gemeinsamen Vorfahren haben. Beide Theorien befinden sich im Moment auf dem Prüfstand.
Die ältesten fossilen Seeschlangen tauchen ungefähr zur gleichen Zeit wie die primitiven Drachen auf und, nämlich vor 65 Millionen Jahren, knapp unterhalb der berühmten KT-Grenze. Die KT-Grenze (Kreide-Tertiär-Grenze) ist eine weltweit vorkommende geologische Schicht die das Aussterben der großen Dinosaurier (bis auf die Vögel) markiert und durch eine hohe Iridium Konzentration (infolge eines Meteoriteneinschlags) gekennzeichnet ist.

Die frühen Seeschlangen ähnelten noch stark ihren Verwandten, den Mosasauriern, waren aber bereits sehr schlank gebaut und tiefseetauglich. Eine der ersten Gattungen war Eonatator, ein Tier von gut 4 Metern Länge und einem Umfang von 50 cm. Gefunden wurden mehrere schlecht erhaltene Exemplare in Kansas (USA) wo einst ein flaches Meer den nordamerikanischen Kontinent teilte. Die Flossen des Tieres waren immer noch die eines Mosasauriers, mit ihren fünf Fingern und dem relativ symmetrischen Aufbau. Auch ist der Körper noch recht kurz, der Schwanz hingegen sehr lang. Am Schädel lässt sich erkennen das die Zähnen, die sich am Gaumendach er Mosasaurier so zahlreich entwickelt hatten, auf dem Rückzug waren und die knöcherne Verstärkung der Augen, der Skleralring hatte stark zugenommen um dem hohen Druck der Tiefe stand zu halten. Zur selben Zeit lebende Mosasaurier wie der Tylosaurus mieden die Tiefen in die dieses Tier tauchen konnte. Es wurden sogar Hinweise an Wirbelknochen von Mosasauriern gefunden die auf eine Dekompressionskrankheit hindeuten. Neben Eonatator sind uns nur noch die beiden Arten Projörmungandr gigas und Projörmungandr occidentalis aus Norwegen und Schweden bekannt. Beide Funde sind schlecht erhalten und könnten von ein und der selben Art stammen.

Die Drachen der Kreidezeit sind nicht weniger selten. Man geht davon aus das die ersten Dracinidea vor 64 Millionen Jahren auftauchten, also kurz vor dem verschwinden ihrer großen Konkurrenten, der Dinosaurier. Wo und wann genau sich die erste Echse in die Luft erhob ist unbekannt. Wahrscheinlich lebte das Tier in dichten Regenwäldern, ein Lebensraum wo, wegen zahlreichen Aasfresser, jeder Kadaver innerhalb kürzester Zeit restlos verschwindet und Fossilien somit unmöglich sind. Der älteste "Protodrache" der uns wiederum bekannt ist, ist ein weltweites Phänomen. Chiropterimimus wurde in Fossillagerstätten in Deutschland, Italien, Kanada, Südafrika und Korea gefunden. Warum diese Spezies so weit verbreitet war wird immer noch diskutiert. Möglicherweise war Chiropterimimus nicht nur dazu fähig fliegen sondern, wie heutige Warane, zu schwimmen, eine Fähigkeit die heutigen Drachen größtenteils fehlt. Die besonders gut erhaltenen Funde aus Korea und Italien offenbaren ein faszinierendes Mosaik aus Merkmalen. Auf den ersten Blick scheint es sich um einen 1,8m großen Vertreter der Varanide zu sein doch sind die Finger 3 bis 5 stark verlängert so das sich eine Flughaut zwischen ihnen spannen konnte. Das italienische Exemplar offenbarte die Struktur dieser Membranen.
Sie waren einfach gebaut, ohne die zahlreichen Blutgefäßschlaufen und Aktinfilamente, wie sie bei modernen Drachen vorkommen. Außerdem reichten die Flughäute bis zu den Hüften, was auf eine breite Flügelform schließen lässt. Der erste und der zweite Finger waren reduziert. Dafür waren die Krallen immer noch kräftig gebaut, was die baumbewohnende Lebensweise unterstützte. Es gilt als unwahrscheinlich dass das Tier aktiv fliegen konnte, Schulterblatt und brustbein waren noch nicht für ein kraftvolles auf und ab bewegen der Schwingen geeignet  Der Schädel war gut 20 cm lang und sehr waranartig. Chiropterimimus hatte weder Giftzähne noch Giftdrüsen, möglicherweise jedoch bereits einen leicht toxischen Speichel wie der heutige Bindewaran. Die Hüftknochen lassen auf eine typisch reptilische Vortbewegung schließen. Anders sieht es schon aus wenn man sich seinen nächsten Verwandten aus.

Wodgadraco
Chiropterimimus ist zwar das der älteste bekannte Drache der uns fossil überliefert ist, doch halten ihn viele Wissenschaftler für eine Sackgasse in der Evolution.
Denn einige seiner Merkmale fehlen völlig bei späteren Arten. Wodgadraco ist so ein Fall.
Der Name dieses Drachen geht zurück auf das Getränk mit dem sich die russischen Paläontologen vergnügten als sie seine Überreste fanden. Das Exemplar ist stark fragmentiert jedoch lassen sich viele Details noch erkennen. Das Tier war zu Lebzeiten etwa 2 Meter lang und hatte eine Spannweite von ungefähr 1,9 Metern. Der Schädel war lang und schmal und zeigt eine Anpassung an kleine Beutetiere wie zum Beispiel primitive Säugetiere, die in dieser Zeit häufiger auftraten. Das Becken zeigt deutlich tiefere Löcher für den Oberschenkelknochen als noch bei Chiropterimimus. Das deutet auf eine effektivere Verbindung und somit auf eine schnellere Fortbewegung hin. Auch die geraden und stumpfen Krallen der Hinterläufe zeugen von einer Lebensweise die mehr dem Boden verhaftet war als den Bäumen. Auch zeigen die Knochen bereits Hohlräume und Aussparungen um das Gewicht zu reduzieren. Noch ausgeprägter sind diese Anpassungen in Richtung Flugfähigkeit nur noch bei dem in Westchina gefundenen Dryonychus, einem weiteren Protodrachen der Kreidezeit. Hier deutet sich ein völlig neues Raubtierdesign an, das für die nächsten Jahrtausende im Schatten der Dinosaurier gedieh.
Doch die kreidezeitlichen Drachen standen noch ganz am Anfang. Nachdem die schrecklichen Echsen unseren Planeten verließen begannen sie ihre Herrschaft über die neu entstehenden Ökosysteme.

Überleben
Wie die frühen Drachen das Massensterben am Ende der Kreide überlebten ist bis heute nicht ganz klar. Ein wichtiger Faktor wird jedoch gewesen sein das sie noch außergewöhnlich klein waren und sich größtenteils von so ziemlich alles ernährten was ihnen vor die Schnauze lief. Auch ist von ihren Verwandten, den Waranen, bekannt das sie zeitweise in Höhlen hausen.
Bei den Seeschlangen hingegen ist es am wahrscheinlichsten das sie die Katastrophen  in den Tiefen der Ozeane überdauerten und nur zum Luftholen an die Oberfläche kamen. So bezwangen beide auf ihre Art die Jahre der Dunkelheit und Nahrungsknappheit nach dem Meteoriteneinschlag.
Ausschnitte aus dem Kapitel über die Evolution der Drachen.

Sorry, only in german
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© 2011 - 2020 Hyrotrioskjan
Comments2
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Whachamacallit1's avatar
Luckily, Google translate made your text into English, so I think I understood everything you said. From what the translation shows, you really thought this out! The only thing that I noticed is that-at least if Google translated this correctly-you said pterosaurs were flightless. Is that a mistake on the program's part, your part, or is it actually purposely written like that
Hyrotrioskjan's avatar
HyrotrioskjanProfessional General Artist
That must be a mistake of Google, the german word for flightless is "flugunfähig", I wrote "flugfähig".