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Drachen Evolution 2

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Hyrotrioskjan's avatar
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Känozuikum
Mit der Blütezeit der Säugetiere begann schließlich auch die Ära der Drachen.
Anfangs noch von flugunfähigen Raubvögeln und später von Säugetieren unterdrückt, besetzten sie spätestens im Oligozän die Rolle der dominanten Predatoren. Eine der frühsten Arten hingegen, der Dracovaranus, zählte zu seiner Zeit eher zu den unbedeutenden Mitgliedern der Nahrungskette.
Doch seine gut erhaltenen Fossilien offenbaren das es sich um einen primitiven Vertreter der später, und auch heute noch erfolgreichen Serpentipoda handelt. Mit gerade einmal 70 cm Länge gehörte es meistens wohl eher zu den Beutetieren als zu den Beutegreifern. Und doch überlebte die Spezies lange genug um weitere Sprösslinge der Drachenlinie hervor zu bringen.
Die das wohl schönste Fossil wurde 1945 in der Grube Messel bei Darmstadt gefunden und wird heute im Senckenberg Museum in Frankfurt aufbewahrt. "Verona", wie man das Tier taufte, zeigt bereits alle Karakteristika die es als für einen modernen Drachen typisch sind. Die Beine sind so ausgerichtet das der Körper beim Laufen empor gehoben wird. Die Knochen sind pneumatisiert und zeigen Ansatzstellen für ausgeprägte Flugmuskeln. Auch der Schädel weißt große Fenster auf um an Masse zu sparen. Einzig die Fehlenden Giftzähne und die noch ziemlich kurzen Flügel lassen sofort erkennen das es sich hier um einen primitiven Drachen handelt. Die Giftzähne sind ein Merkmal späterer Drachengenerationen, die die  tropischen Wälder verließen und die offenen Grassavannen (damals eine völlig neue Vegetationsform) besiedelten. Und mit der Größe der Drachen wuchsen auch die Beutetiere, während Dracovaranus sich wohl noch von Insekten und kleinen Säugetieren ernährte, schreckten manche seiner Nachfahren auch nicht vor Großwild zurück. Zahnspuren von bisher unbekannten Arten, an den Knochen  von Bronthotherien (große nashornartige Huftiere) deuten darauf hin das  schon im späten Eozän nichts und niemand mehr vor diesen fliegenden Killern sicher war. Ein Problem mit der zunehmenden Größe der Beute war jedoch die Verdauung. Um Gewicht zu sparen und der gewaltigen Lunge Platz zu schaffen wurde der Darm kürzer. Das erfordert einen Ausgleich an Effizienz. Hier kommt das Gift ins Spiel, das eigentlich nichts anderes ist als toxischer Speichel.
Das Gift der meisten Drachen hat die Eigenschaft Muskelgewebe und Blutgefäße zu zerstören und teilweise das Innere der Beutetiere in gut verdaubaren Brei zu verwandeln. Zusätzlich ist die Magensäure der meisten Drachen stärker als bei anderen Reptilien.
Und so verwundert es nicht das der älteste Fund eines großen Draconiformen Giftzähne aufweißt.
Das entsprechende Fossil wurde Horrorganthus ingens getauft und wurde 1967 in Australien gefunden. Heute lagert es im Naturkundemuseum von Sydney und wird nur zu seltenen Gelegenheiten ans Tageslicht geholt.
Horrorgnathus repräsentiert des weiteren jedoch auch einen wichtigen, und heute Ausgestorbenen ist, Zweige der Drachenlinie, die Diplopterna.
Diplopterna zeichnen sich durch zwei Mittelfußknochen aus, während alle heutigen Drachen nur noch einen besitzen, ein Merkmal was darauf hindeutet das sie sich recht früh vom Rest der Drachen lösten.
Jedoch ist dies reine Spekulation. Wie sie auf der linken Abbildung erkennen können, liegt zwischen Dracovaranus und Horrorgnathus eine riesige zeitliche Lücke aus der uns bisher nur Bruchstücke bekannt sind, die zu stark erodiert sind als das wir sie irgendeiner Gattung zuordnen könnten.
Gewiss ist jedoch das Horrorgnathus nur die Spitze eines Knochenberges darstellt. In den nächsten Millionen Jahren entwickelten sich die Diplopterna zur mächtigsten Drachenlinie und damit zu den dominanten Raubtieren des Planeten. Ihre meist spärlichen Überreste wurden, außer der Antarktis, auf allen Kontinenten gefunden und neben Knochen sind uns auch Spurenfossilien, wie Fährten, Bissspuren und Kot erhalten geblieben. Laotsedon aus China ist so ein Fall. Das Tier war ungefähr 3 Meter lang und hatte eine geschätzte Flügelspannweite von 7 Metern. Damit spielt die Spezies im Mittelfeld der Drachen. Neben zwei nahe bei einanander gefundenen Teilskletten sind aus der gleichen Region auch Bissspuren und einzelne Fährten bekannt die sich mit den Knochen und Zähnen abgleichen lassen.
Und weiter gehts...

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© 2011 - 2021 Hyrotrioskjan
Comments2
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Donarion's avatar
faszinierend ^^