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Andreas Küntzer
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"Nur um ma' ne Zahl zu nennen: zwei Wochen auf Fehmarn? Irre, ehrlich! Astrein!  Ja ne! Wo has' se  dat schon?  So wie wir jetzt hier so zusammen sitzen, in der Reihe hier! So Nachbarn has' se ja nicht ma' zuhause, ne Monika? Echt, dat find' ich Klasse, ehrlich!"

Manchmal muss man schon 600km weit fahren, um nette Leute aus der Heimat zu treffen. So auch diesmal! Gleich zwei Familien haben wir dieses Jahr kennen gelernt, eine aus Leverkusen, die andere aus Dorsten. Wie so oft beginnt so eine Urlaubsfreundschaft über Kinder. Dann kam noch der Geburtstag meines Bekannten dazu. Die zwei Fässchen Bier und der Ramazzotti haben dann wohl auch dafür gesorgt, dass man Ihn umgehend zum Gouverneur von Fehmarn ernannt hat. Zumindest für unseren Zeltplatzbereich!

Um die angetrunkenen Kilos wieder los zu werden, haben wir uns für eine der zahlreichen Sportangebote entschieden: Minigolf!

Aber nicht irgendein Minigolf-Platz, sondern einen, welcher sich in einer alten Fischkutter-Halle befindet. Schon auf dem Weg vom nicht offiziellen Parkplatz zum Eingang habe ich vor Angst mindestens zwei Kilo an Schwitzwasser verloren. Dieser ging nämlich zwischen diversen anderen Hallen, über einen ziemlich kaputten Schotterweg. Stellenweise kam mir der Verdacht, dass das mit dem Minigolf nur eine Finte ist, um arme Leute zu shanghaien!  Aber es war wirklich ein Minigolf-Platz in der Halle. Also haben wir uns je einen Schläger und einen Ball genommen, und sind zur ersten Bahn gegangen. Kaum war ich an der Reihe, passierte auch schon was unglaublich dämliches! Der Ball hüpft über die Bahn, Richtung Ausgangstür, die zu den Toiletten führt. Kleiner Tipp: geht vorher aufs Klo!

Wie hypnotisiert starrten wir dem Ball nach, der ohne Unterbrechung durch die offen stehende Tür rollte. Erst jetzt rannte ich dem Ball hinterher. An der Tür angekommen, schaute ich raus auf den kleinen Hof, der nach ca. 6m am Hafenbecken endete. Die Tochter meines  Kollegen war etwas eher da und meinte grinsend, der Ball sei in die Ostsee geplumpst! Ja, super! Erste Bahn, erster Ball und Spiel schon vorbei?? Gott sei Dank bekam ich einen neuen Ball.

Ein paar Bahnen weiter der nächste Plumpser. Die Bahn führte über ein kleines Wasserbecken. Auch hier wollte mein erster Ball wieder schwimmen gehen. Zum Glück konnte ich diesen aber direkt wieder raus fischen. Im Gegenzug dazu hatte die Frau meines Kollegen mal wieder saumäßiges Glück, so wie beim allabendlichem Phase10 Spiel, das wir mit Ihr nicht mehr spielen werden!

Also hat sie auf Bahn 14 ihr Glück mal wieder zur Schau gestellt. Mit einem kräftigen Schlag flog der Ball über die Rampe, am Loch vorbei, über die Bahn hinaus, prallte gegen die Hallenwand, sprang zurück auf die Bahn und landete, wie soll es anders sein, im Loch!! Ich bin mir aber sicher, dass das nicht Gilt. Mein Einwand war leider erfolgslos!

Eine andere, viel anstrengendere Sportart ist Speedminton! Besonderen Fun macht es nachts, mit einem Leuchtball. Man sieht nur noch den Ball hin und her fliegen. Einige werden sich fragen, wie man den Treffen soll, wenn man den Schläger und den Gegner nicht sieht! Aber das geht, ehrlich, astrein!

Das einzige was einem da am spielen hindert, ist der sternenklare Himmel. Ich glaube, ich habe das erste mal in meinem Leben die Milchstraße in Live gesehen. Zum Glück haben wir keine Punkte gezählt, sonst wäre ich nicht lange auf dem Spielfeld gewesen. Am nächsten Morgen hatte ich lediglich etwas Nackenschmerzen, vom ständigen Sternegucken!

Doch auch sehenswertes gibt es hier auf Fehmarn. Darunter natürlich einige Leuchttürme, von denen wir einen besichtigt habe. 38m und 162 Stufen waren zu erklimmen. Jedoch mussten wir zuvor noch eineinhalb  Kilometer zu Fuß zurücklegen.  Durch Nebelschwaben! Aber keinen Nebel aus Wasser, sondern aus Mücken!! Ungelogen!! Jeder kennt diese kleinen Schwärme von Mücken, die im Sommer schon mal am Wegrand zu sehen sind. Aber hier war der ganze Weg mit Mücken eingenebelt. Millionen von Mücken. Das Surren war ohrenbetäubend. Seltsamerweise hat uns keine dieser Blutsauger gestochen. Vielleicht waren es nur männliche Mücken, die ja nicht stechen sollen.

Am Leuchtturm angekommen, sind wir dann gleich die Stufen hochgeklettert. Oben angekommen, hatten wir einen schönen Ausblick auf's Festland. Leider war es etwas trübe!

Und jetzt aufgepasst! Gut zuhören und was gelernt dabei: wer mit Höhen nicht klar kommt, sollte seine Fotos von unten schießen. Falscher Ehrgeiz oder krankhafte Fotomanie sind hier fehl am Platz. Denn mit einem mal stand dort jemand Käsebleich mit weichen Knien. Auf die Frage was los sei, kam die Antwort, man kommt mit Höhe nicht klar, wolle aber mal ein Foto schießen. Ich will keinen Namen nennen, aber ich war's nicht!! Ich hab nur gefragt, ne Oli? Der Abstieg ging nur mühselig voran, wenn vor einem jemand wie Frankenstein Stufe für Stufe nimmt! Zum Glück ist alles Gut gegangen und man hat sich, unten angekommen, erst mal mit einem Snack die verlorene Kraft zurückgeholt.

Leider sind zwei Wochen viel zu schnell um. Aber der nächste Urlaub kommt bestimmt, ehrlich!

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Endlich, wie angekündigt , hat sich das Wetter zum Guten gewendet. Die Sonne scheint, alle laufen in lockerer Freizeitkleidung herum und mein Kopf strahlt wie'n knallroter Feuermelder. Das passiert mir aber immer im Urlaub, trotz Sonnenmilch und Kopfbedeckung.


Unsere Nachbarn aus Leipz'sch sind gerade dabei, ihre Zelte, bzw. Wohnwagenvorzelte abzubrechen. Unweigerlich wirft man einen Blick ins Innere und ein Hauch von 'Ostalgie kommt zum Vorschein. Trotz modernem PKW und Wohnwagen haben so manche Einrichtungsgegenstände und Verhaltensmuster die Wende überdauert. Würde man jetzt ein Foto schießen und es künstlich altern, hätte man das Gefühl in die 60er Jahre zurückversetzt zu sein. Auch dass man dort noch Bier aus Dosen trinkt und der formschöne Ascher an finstere Eckkneipen erinnert, unterstützt diesen Eindruck. Aber sonst kann man nichts schlechtes über unsere Nachbarn sagen.


Ganz im Gegensatz dazu sind die Leute rechts neben uns Vollblut-Camper. Nicht nur die komplette Ausstattung der Freiluftküche, die jeden kulinarischen Wunsch erfüllen kann, nein, auch das Abendprogramm mit Gitarrenmusik spricht für sich. Hier kommt das Bier zwar auch aus der Dose, aber aus einer grossen, zum selbst zapfen.


Unser einer köchelt dagegen bescheiden auf kleiner Gasflamme einen Topf Nudeln mit Soße.


Und da wir keine Spülmaschine ins Zelt kriegen, müssen wir den Abwasch selbstverständlich von Hand machen. Dazu gibt es hier neben der Sanitäranlage extra einen Spülraum. Gespült wird hier grundsätzlich von den Männern.


Auf den Weg dorthin, passiert man unweigerlich die Waschräume. Davor tummeln sich zu später Stunde haufenweise Halbwüchsige, weiblichen Geschlechts, zur allabendlichen Schminkparade. Ihr werdet lachen, aber einige der älteren Mädels haben ihren vollausgerüsteten Schminkkoffer dabei, der jeden Visagisten vor Neid erblassen lassen würde. Dann wird sich zurecht gemacht, geföhnt, gepudert, bemalt, abgedeckt, etc., etc . Abschließend rennt die wilde Horde von Clownsgesichtern runter zur Kinderdisco, wo so manche unter Tränen erklärt, doch noch nicht so alt zu sein wie man weis machen will, und doch gerne reingehen möchte.


Da frag ich mich immer, wozu der ganze Aufwand?! Aber frag das mal eine Frau!


Zurück zum Abwasch. In der Spülküche angekommen, knüpft man nette Kontakte und unterhält sich über dies und das mit anderen zum Spülen Abkommandierten. Hier nun ein kleiner, technischer Hinweis: Kochtöpfe aus dem Campersortiment sind nicht dafür geeignet, dass man seine Wurstfinger zwischen Griff und Topfrand steckt, wie mein Kollege schmerzlich feststellen musste. Er ist noch mal mit Schrecken davon gekommen und ich mit Bauchschmerzen vor lachen.

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