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Humor
Leseprobe: OutSourced, Intro„Lasst uns beginnen“, sagt der Älteste.Es wird still im Raum, vor den verdunkelten Fenstern heult der Wind und lässt den Boden sacht schwanken. Die elf Männer und Frauen, gekleidet in dunkle Roben und die Gesichter mit Tüchern verhüllt, halten sich an den Händen, haben sich im Kreis um ein sternförmiges Symbol aus Kreide aufgestellt, in den Spitzen brennen weiße Kerzen. Gemeinsam beginnen sie einen Singsang in einer fremdartigen, kehligen Sprache; Alt-Aramäisch, eine der ältesten Sprachen der Menschheit.Meredith Hayes kennt die Formel im Schlaf. Die letzten Wochen über hat sie sie in jeder freien Minute vor sich hin gesagt, bis sich die Worte fest in ihren Geist eingebrannt haben. Während sie rezitiert, wirft sie ihrem Mann Grant neben sich einen Blick zu. Auf ihrer Stirn hat sich eine steile Falte gebildet, er dagegen ist so selbstsicher wie immer.Die Kerzen flackern, ihr Licht wird schwächer. Ein eisiger Windhauch lässt Meredith frösteln. Als der Spruch endet, stellen sich auf ihren Armen die Haare auf, aber nicht mehr vor Kälte; sie spürt das Knistern elektrostatischer Ladung um sich herum. Am Boden rußen die Kerzen, die Flammen verfärben sich hellgrün. Schatten geraten in Bewegung, das Knistern in der Luft brennt auf der Haut.Als die Schatten in der Mitte des Sterns Konturen annehmen, stellen sich auch Merediths Nackenhaare auf. Ein Kopf zeichnet sich ab, lange, dürre Arme, dürre Beine.Krallen.Ein Maul öffnet sich, glüht in der Dunkelheit, bleckt ein Paar Fangzähne.Die Kerzen erlöschen mit einer letzten Rußfahne. Kaum noch Sauerstoff in der Luft.Der Schatten wirbelt herum, gefangen in dem Symbol am Boden. Meredith spürt, wie ihr eine Schweißperle von der Stirn über die Wange läuft. Ihr Atem geht flach und stoßweise, ihre Finger kribbeln und schwitzen, wo sie die Hände ihres Mannes und der Frau auf ihrer anderen Seite berührt. Deren Hände sind ebenfalls feucht und rutschig. Nur nicht die Verbindung unterbrechen, nur nicht den Kreis zerstören. Der Schatten faucht und schlägt um sich.„Höre uns, wir beschwören dich im Namen…“, singt die Gruppe auf Aramäisch.Der Schatten lacht. Es klingt wie das Kratzen von Metall auf Metall, verzerrt, nicht menschlich, aber eindeutig ein Lachen. Spöttisch, hasserfüllt. Dann zieht er sich zusammen, verdichtet sich.Das Symbol beginnt zu glühen, der Boden zittert.„Der Kreis!“, schreit die Frau neben Meredith. „Er wird-“Die Entladung ist so stark, dass die elf Menschen durch den Raum geschleudert werden wie Plastikspielzeug. Meredith schlägt mit dem Kopf gegen die Wand, sie beißt sich auf die Zunge, schmeckt Blut. In einiger Entfernung hört sie ihren Mann aufstöhnen. „Grant!“Sie bekommt keine Antwort. Und dann wird die Dunkelheit um sie herum noch schwärzer. Ein widerlicher Gestank nach Schwefel und Fäulnis lässt sie husten.Eine Kralle aus Dunkelheit bohrt sich in ihr Herz. Ihr bleibt keine Zeit zum Schreien.
Gesellschaftskritisch
Das Grosse Spiel by Tutziputz

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Abstrakt
Erotisch

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Nachdenklich
ZeitmaschineZeitmaschine Diese Geschichte habe ich heute morgen in meinem Posteingang gefunden, mit der Bitte sie zu veröffentlichen. Eine E-Mail von mir zurück an den Absender kam als nicht zustellbar zurück. Wahrscheinlich war das nur ein Scherz, aber vielleicht gefällt sie euch ja trotzdem. Ich weiß, dass ein paar Rechtschreibfehler drin sind, aber das lasse ich so. Vorallem die Kommas wurden seltsam verwendet. Vielleicht steckt in denen ja ein geheimer Code an den eigentlichen Adressaten. Hoffe die fehlende Erotik stört nicht, fand die Idee ganz witzig.Gesendet: Freitag 01. Januar 2021 um 00:01 UhrVon: "Art" [doomsday@future.bösezeitmaschine]An: darkmarvin42@gmx.deBetreff: Bitte veröffentlichen Hallo DarkMarvin42@gmx.de,Wie ich lese schreibst du eine Geschichte über eine Zeitmaschine. Kannst du bitte die Geschichte aus dem Anhang einfach in deinem Namen veröffentlichen? Von da wo ich bin, kann ich die Geschichte leider nicht selber veröffentlichen und bitte daher dich dies für mich zu tun.Es ist wirklich wichtig und hoffentlich erreicht sie auch den richtigen Adressaten.Ich kann dir leider nicht mehr dazu sagen, aber wenn die Geschichte von der richtigen Person gelesen und verstanden wird, sollte die Welt doch noch zu retten sein.Zum rechtlichen: Jeder darf die Geschichte kopieren und weiterverbreiten. Hauptsache sie wird gelesen.Gruß, Doomsday. 0 Vorwort Jetzt da ich diese Geschichte schicke ist es für mich zu spät. Aber vielleicht überzeugt dich die Geschichte, nicht den gleichen Fehler zu machen wie ich. Lass es einfach. Die genaue Funktionsweise der Maschine beschreibe ich hier lieber nicht. Nachdem ich die Idee hatte war es viel zu einfach sie zu bauen. Du verstehst sicher dass ich nicht möchte dass noch mehr Exemplare gebaut werden. Das würde nur noch mehr Probleme bereiten, ich habe alleine schon genug angestellt.Was ich sagen kann ist, was die Maschine kann, sie kann keine Dinge durch die Zeit schicken, aber Informationen. So wie diese Geschichte hier, die ich ein paar Jahre in die Vergangenheit geschickt habe. Wie viele genau, werde ich besser nicht schreiben. Du musst nicht wissen, wie nah du der Sache, schon bist.Anfangs konnte ich Informationen nur ein paar Minuten durch die Zeit schicken aber das war letztlich nur eine Frage der Rechenleistung. Grob gesagt, genau erkläre ich besser nicht, können schnellere Rechner Daten weiter in die Vergangenheit schicken. Die Formel dazu ist nicht so schwierig. Aber auch die halte ich besser zurück weil sich dahinter das Prinzip verbirgt wie die Maschine gebaut wird.Die Zeitmaschine hat schon so funktioniert, wie geplant. Keine explodierenden Planeten oder Universen. Auch stammten die Informationen aus der Zeitlinie die sich wirklich realisiert und nicht aus einer anderen parallelen Zeitlinie. Die Informationen waren genau das was ich wollte. Und ich konnte die Informationen auch wie beabsichtigt einsetzen. Aber genau das ist ja der Fehler gewesen.Ich werde dich auch mit privaten Details deines Lebens nicht belästigen. Wichtig ist nur, dass du begreifst, dass du sie unter gar keinen Umständen bauen darfst. Egal wie sehr du glaubst es wäre für die gute Sache und egal wie sehr du dir vornimmst es nicht zu missbrauchen. Du kannst die Zeit nicht kontrollieren, aber die Welt zerstören. Aber lies selbst was ich angestellt habe. Ich habe dir eine gekürzte Fassung meines Tagebuchs geschickt. Manche Details, habe ich ein wenig verfremdet, um unsere Identität zu schützen.1 Erstes ExperimentDie letzte Woche hatte ich kaum Schlaf bekommen aber jetzt war die Maschine fertig und an den Computer angeschlossen. Für den ersten Testlauf wollte ich die Nachrichten sehen. Und zwar die die erst in der Zukunft ausgestrahlt wurden. Mein Computer war nur durchschnittlich schnell. Hatte ja auch nur sagen wir 1000 € gekostet. (Ich werde jetzt alle Zahlen auf ganze 10er-Potenzen runden, sonst verrate ich zu viel über uns, und die genaue Zeitachse.) Entsprechend konnte ich nur 1 Minute vorspulen und sah auf meinem Computer die Nachrichten aus der Zukunft und auf dem Fernseher die Nachrichten der Gegenwart. Und es klappte! Ich konnte genau das selbe sehen, was kurz drauf auch auf dem Fernseher zu sehen war. Auch wenn ich genau wusste wie es funktionierte war es doch etwas anderes die Formel und später den Bauplan zu sehen als jetzt die fertige Version.1 Minute ist nicht viel und kaum nützlich aber sobald ich einen besseren Rechner hatte konnte ich mich der Anwendung widmen.Der Plan:1:Zeitmaschine bauen,2:Reich werden (Lotto/Börse ect),3:Welt retten.2 LottoDen schnelleren Rechner zu besorgen war gar nicht so einfach wie gedacht. Musste große Teile der Ersparnisse aufbrauchen. Aber das eigentliche Problem war das Programm so umzuschreiben, dass es mit der Vielzahl an Prozessoren auch klarkam. Ich bin mir sicher dass ich noch mehr rausholen kann aber paralleles Programmieren liegt mir nicht.Im Moment kommt die Maschine auf 15 Minuten, aber ich brauche mindestens 20. Aber es reicht, um etwas Neues zu versuchen: ich schicke mir meine Programme 15 Minuten in die Vergangenheit, um schneller voranzukommen. Der Witz ist dass ich bei dem Arbeitsstand von in 15 Minuten weiterarbeiten kann. Und das lässt sich iterieren. Praktisch lief das darauf hinaus dass ich kaum das ich angefangen hatte das Programm umzuschreiben eine Finale Version zugeschickt bekam. Den Metadaten nach zu urteilen, hatte ich viele tausend Iterationen daran gearbeitet und ein ziemlich elegantes Programm was nun die magische Schallmauer von 20 Minuten erreicht hatte.Galt es auf Samstag zu warten. Das Timing musste perfekt sein. Ich hatte nur fünf Minuten um die Lottoziehung zu sehen den Lottoschein auszufüllen und den Kauf des Lottoscheins zu tätigen. Um sicher zu gehen machte ich ein paar Probescheine damit wenigstens nichts schief dabei ging.Etwa eine halbe Stunde vor Abgabefrist startete ich die Maschine und sah das Programm von in 20 Minuten. Als endlich die Lottoziehung begann, war ich nervöser, als je zuvor. Warum mussten die so lange quatschen und zogen nicht einfach die Zahlen? Endlich: Sie fangen an! Quälend langsam kommt eine Zahl nach der anderen. Endlich die Zusatzzahl, schnell eintippen und absenden. Das war knapp: weniger als eine Minute war übrig.Ich war schweißgebadet und musste jetzt auf die echte Ziehung warten bis ich reich war. Die echte Ziehung zu sehen, war sogar noch schlimmer, als die aus der Zukunft. Aber meine Zahlen kamen, und der Jackpot von 10 Mio. gehörte mir.Die nächsten Tage recherchierte ich die Bedingungen der größten Lottogesellschaften der Welt, während ich auf meinen Gewinn wartete. Banken sind echt langsam, die wollen mit meinem Geld noch ein paar Tage verdienen, bevor sie es mir geben. Ergebnis ist gemischt. Bei manchen reichen die 20 Minuten, bei anderen dauert es länger. Lege mir einen Kalender zu, der alle relevanten Daten enthält. Gleichzeitig konzipierte ich die nächste Version der Maschine um noch weiter zu kommen. Ich brauchte auf jeden Fall mehr Platz: Der Serverschrank passte in die Wohnung, aber kein ganzes Rechenzentrum. Also brauchte ich eine Gewerbeimmobilie in der Nähe um alles unter zu bekommen. Es wird teuer aber das gehe ich erst an wenn das Geld wirklich da ist.3 DaytradingMit Lotto bin ich ganz gut vorangekommen aber ich will es nicht überspannen. Mehr als einmal pro Lottogesellschaft zu gewinnen könnte auffallen. Ich bin zwar anonym, so dass keiner weis, wer ich bin aber zweimal auf das gleiche Konto sollte auffallen. Habe allerdings gemogelt und mir noch zehn weitere Konten bei anderen Banken zugelegt. Jedenfalls habe ich jetzt die erste Milliarde als Startkapital und widme mich dem großen Geld.Das Rechenzentrum habe ich fertig eingerichtet und mit dem Aufbau das letzte halbe Jahr verbracht. Du glaubst nicht, wie teuer das ist, der erste Lottogewinn ist jedenfalls verbraucht, aber ich habe ja mehr als einmal gewonnen. Das Gute ist dass jetzt ein ganzer Tag drin ist. Und damit kann man viel mehr machen, vor allem wenn genug Spielgeld da ist, Lotto hat gute Hebel, ist aber doch begrenzt.Ich wähle die Aktien und Anleihen noch manuell aus aber noch besser sind die Optionen. Noch größere Hebel. Aber der Markt ist kleiner, als ich gedacht habe, oder ich arbeite mit mehr Geld als Normalsterbliche. Als Kleinanleger hat man ja kein Problem sein ganzes Geld in eine Aktie zu stecken und beeinflusst den Kurs damit auch nicht. Aber jetzt mit dem vielen Spielgeld kann ich nicht mehr alles dahin stecken wo ich will. So viel ist gar nicht da, wenn man de Markt nicht kaputt machen will und gegen die Prognose verstoßen will.Das erstaunliche ist dass ich während ich den Kaufauftrag und den anschließenden Verkaufsauftrag für eine spätere Ausführungszeit eintrage sehen kann wie das den Kurs beeinflusst. Entsprechend kann ich die Aufträge erst prüfen, händisch optimieren, und das Maximum rausholen. Ich fange immer bei den größten Kursbewegungen der Bluechips an und sehe dann wie sehr meine Gewinnabschöpfung das ganze verzerrt. Meinst dämpfe ich den Effekt, den ich ausnutzen will aber manchmal spielt der Markt verrückt und meine Eingriffe verstärken das ganze noch.Im Moment spiele ich aber noch so, dass ich zu Handelsschluss alles wieder raus haben will. Ich will nicht vom nächsten Tag überrascht werden, so weit kann ich noch nicht sehen, ich mag keine Risiken, wie du weißt. Trotzdem sind jeden Tag mehr als ein Prozent Rendite drin. Klingt nicht nach viel, aber das reicht für die Verdopplung alle zehn Wochen.Mittlerweile habe ich übrigens eine Firma gegründet. Ein paar Mitarbeiter für die Wartung, einen Programmierer, dazu das übliche: eine Finanzabteilung, und ein paar Leute die den ganzen Behördenmist machen müssen.Der Programmierer bekommt von mir jeden Tag Aufgaben die er sicher für völlig bescheuert hält. Er ahnt ja nicht, dass ich ihn verschiedene Sachen ausprobieren lasse und mir die Ergebnisse von morgen zuschicken lasse. Aber er hält mich für einen genialen Programmierer dem er nur zuarbeitet. Er ahnt ja nicht, dass er auf Monaten Arbeit aus seiner Zukunft aufbauen kann, die ich ihm als meine Arbeit verkleidet zukommen lasse.Er hilft mir auch das Anlageprogramm zu optimieren dass alles automatisiert abläuft. Das Programm testet bei jeder Aktie wie viel es wann investieren muss damit es den maximalen Gewinn rausholt. Geht deutlich schneller als per Hand. Und da jetzt tausende verschiedene Anleihen und Aktien zur Auswahl sind, kann ich länger vom Markt Geld entnehmen ohne seine Grenzen zu erreichen.4 Das Feuer Mittlerweile ist ein Jahr vergangen, und ich habe begonnen ein paar Gewinne aus dem Aktienmarkt anders zu investieren, zehn Milliarden sind als Spielgeld unterwegs, ansonsten investiere ich in Solaranlagen und Windkraft. Klingt nicht profitabel zumindest nicht auf kurze Sicht. Aber ich brauche Erfahrung damit, du weißt ja, wir wollen die Welt retten und nicht nur ausplündern. Zumindest habe ich, also du, aber auch hundert Angestellte. Überlasse das Tagesgeschäft aber Managern. Die haben nicht die geringste Ahnung wie das alles funktioniert aber sie halten mir den ganzen Behördenmist vom Hals.Übrigens glaube ich, statistisch nachweisen zu können, dass mein Eingreifen in den Markt die ersten Mitspieler schwächt. Aber das kann Einbildung sein, die zehn Milliarden aus dem Markt zu entnehmen, macht schon einen kleinen Unterschied. Die Maschine liegt jetzt bei einer Woche und ich kann die Anlagen länger halten, das entspannt den Markt ein wenig. Das letzte Jahr habe ich zu viel gearbeitet aber heute habe ich Zeit. Ich sehe die Nachrichten und sehe eine .. , sagen wir, ich sehe einen Brand, der eine Industrieanlage abbrennen lässt. Laut Nachrichten 10 Tote, und ein Schaden der die Milliarde erreicht. Grauenvoll die Bilder, wenn man das nur verhindern könnte. Kann ich, muss ich! Ich habe Glück, und ich habe die Nachrichten von nächster Woche laufen.Ich warte die Nachrichten der nächsten Tage ab, und versuche herauszufinden, was da passiert ist, wie man es verhindern kann. Natürlich menschliches Versagen. Wie man das immer nennt, wenn zu wenig Sicherheitsmaßnahmen installiert sind, oder von mangelnden Sicherheitsmaßnahmen abgelenkt werden soll.Ich prüfe was meine Investments in der Firma machen und auch wie die Versicherer darauf reagieren. Ich werde hundert Millionen Gewinn daraus ziehen, ich fühle mich grauenhaft und stoppe die Optionen darauf, eine Million Verlust, aber ein besseres Gewissen.Und ich werde das Feuer aufhalten, oder sagen wir, aufhalten lassen. Ich spiele ein paar Varianten durch. Aber das einfachste ist den Mitarbeiter, der es vermasselt hat vom Arbeitsplatz wegzulocken und sicherheitshalber die Feuerwehr hinzuschicken. Er gewinnt eine Reise, (auf unsere Kosten) und die Feuerwehr zieht nach dem Fehlalarm wieder ab. Alle leben, nix ist kaputt, nur die Feuerwehr hatte einen Fehlalarm.Das Gefühl war unbeschreiblich, was kann ich noch, kann ich noch mehr erreichen, vielleicht sogar Geld damit machen? Für finanzielle Verluste gibt es Versicherungen und die beraten auch bei der Schadenverhütung. Zumindest die besseren Versicherungen. Ob ich eine gründen sollte. Und mich dafür bezahlen lasse, die Schäden nicht eintreten zu lassen?5 Timemachine VersicherungenVersicherungen zu gründen ist echt schwierig geworden. Mit den hundert Milliarden die ich habe ist es einfacher einfach eine zu kaufen und die umzugestalten. Die Übernahme der Timemachine Versicherung war meine erste Firma die ich ganz gekauft habe. Und die Leute waren vom meinem Sparprogramm echt verwirrt. Ziemlich. Die Kapitalanlageabteilung habe ich geschlossen. Denn das macht jetzt meine Investmentgesellschaft, viel besser, trotz der grauenhaften Regulierung bei Versicherungen. Warum muss mir der Staat reinreden, wie ich investiere? Und die Abteilung zur Risikobewertung darf dafür 1000 neue Leute einstellen. Und ich habe der Firma noch zehn Milliarden Kapitalerhöhung gegönnt damit sie mehr Verträge abschließen kann. Der Witz ist aber, dass ich die Risikobewertungsabteilung immer zu den Stellen schicke wo ein Schaden passieren wird. Und die neuen Verträge so gestalten lasse, dass die Versicherung 10 Prozent günstiger wird wenn die Kunden bereit sind, einerseits ohne Vorwarnung meine Leute zur Risikoprüfung reinlassen und anderseits bereit sind der Abteilung zu erlauben die ganze Anlage mal für einen Tag runterzufahren. Zum Durchchecken Damit die Verträge schneller umgestellt werden, dürfen die Kunden den ganzen Jahresrabatt auch rückwirkend haben, wenn sie den neuen Klauseln sofort zustimmen.Die Kunden waren zwar misstrauisch, aber sie willigten ein. Zehn Prozent Rabatt motivieren. Seitdem hängt in meinem Büro ein Zähler, der zeigt wie viele Leben gerettet sind. Umso mehr Verträge die Versicherung umstellt und neu abschließt umso schneller steigt der Zähler. Sind schon 1000 Leute nicht umsonst gestorben.Und die Aktienkurse der Konkurrenz gehen langsam in den Keller. Die Gewinne die ich daraus mit Optionsgeschäften ziehe helfen mir die Kapitalerhöhung bei meiner schnell wachsenden Versicherung innerhalb kurzer Zeit zurückzuverdienen. Ab morgen fängt das Privatkundengeschäft an: Unfall und Kraftfahrt. Mal sehen, wie ich den Kunden ausrede das Auto mal einen Tag stehen zu lassen.6 Der WetterdienstDas Problem der Versicherung ist dass sie nur menschgemachte Schäden verhindern kann aber nicht Naturkatastrophen. Aber wenn alle wissen, dass der Sturm kommt, können sie sich vorbereiten. Also kaufe ich eine Erdbeobachtungsfirma die sonst Basisdaten für die Wetterfirmen bereitstellt und verkaufe die Daten aus in zwei Wochen an alle. Unsere Prognosen sind erheblich besser als die aller anderen auch wenn wir einen absichtlichen Fehler einbauen. Hier mal ein Grad, da mal ein paar mehr Wolken, und dort etwas mehr Regen. Aber Stürme und Hurricans geben wir exakt weiter.Der Zähler reagiert langsam darauf, aber immer mehr Menschen akzeptieren den neuen Wetterdienst als besser. Gibt auch eine kostenlose App, die Werbung meiner Versicherung zeigt. Erst nach etwa drei Monaten zeigt sich, dass der Zähler der geretteten Menschenleben explodiert, immer mehr Leben werden gerettet. Es macht halt einen Unterschied wenn Unwetterwarnungen die richtige Stadt erreichen und nicht die Umgebung davon.Der Wetterdienst ist zwar nicht profitabel aber wenn ich ein Menschenleben mit 10.000€ bewerte, lohnt er sich schon jetzt. Das verbessert sich aber gerade mit dem Premiumdienst der mir Geld einbringen wird: 3 Monate im voraus kann man das Wetter erfahren. Natürlich gebe ich keine Detailzahlen raus, muss ja niemand wissen, dass mir die Zukunft gehört. Aber die Bauern erfahren wie die Pflanzen wachsen und können entsprechend rechtzeitig das richtige aussähen und Hotels und Reisefirmen erfahren ob sie Saisonarbeiter brauchen oder nicht.Du ahnst es: Mittlerweile ist die erste Billion geschafft, und es wird langsam schwieriger alles geheimzuhalten. Die Firmen erwecken Neid, aber ich kann es verschleiern dass alles mir gehört. Ich gehe nicht in die Details, aber ganz legal, ist das nicht. Ich zahle zwar brav die angedachten Steuern, und nicht den Betrag, den Steuerschlupflöcher bieten, aber ein bisschen Geldwäsche ist schon dabei. 7 GrünDer letzte Sommer war wiedermal zu heiß. Schwer zu sagen welche Statistik Recht hat aber sicher tausende vermeidbare Tote zu viel allein in Europa. Und nächstes Jahr wird noch schlimmer, viel schlimmer. Zu viele Waldbrände in der Taiga. Die Politik ist mir zu langsam also muss ich was tun. Geld ist genug da. Und richtig gut lässt sich das viele Geld eh nicht mehr anlegen. Als erstes kaufe ich - natürlich über Tarnfirmen – einen Energieversorger mit Kohlekraftwerken. Nur 10 Mrd, also geradezu günstig, geradezu ein Schnäppchen, hoffentlich reicht es. Und direkt nach der Übernahme lasse ich das schmutzigste Kraftwerk vom Netz nehmen, und kündige an jeden Monat ein weiteres rauszunehmen.Gleichzeitig lasse ich keine Gelegenheit aus, Ersatz zu schaffen. Ich habe eine der strauchelnden Banken gekauft, und lasse sie jetzt jeden Hausbesitzer sein Solardach finanzieren, und biete auch energetische Sanierungen an. Da das aber zu langsam ist, lasse ich Windräder, Solarfarmen, und Wellenkraftwerke in ganz Europa bauen. Das verschlingt unglaublich viel Geld aber das ist mir egal. Irgendwo muss das Geld ja hin, selbst 0% Zins reichen mir, Hauptsache es wird gebaut.Der Haken sind immer noch die Speicher. Da geht mir die Entwicklung zu langsam, die muss ich selber entwickeln. Aber das alle Patente online einsehbar sind macht es die Sache einfacher. Ich klaue einfach ein paar Patente von nächstem Jahr und reiche sie dieses Jahr ein.Und die besten 100 Forschungsstartups kaufe ich einfach auf. Manchmal bekomme ich nur Beteiligungen, aber das ist auch OK und teile die Forschungsteams auf. Sie sollen konkurrieren und einfach alles erforschen. Und meine kleine Zeitmaschine schickt die Ergebnisse ein Jahr zurück. Es geht sehr viel schneller voran wenn Geld keine Rolle spielt und man auch die Sackgassen kennt bevor man sie erkundet.Physikalische Wunder passieren nicht aber die Speicherkosten fallen schnell auf 10% vom alten Wert und die Massenproduktion beginnt. Es sind noch Billionen an Investitionen nötig aber endlich bewegt sich was.Am Ende des Jahres brennen 1% weniger Wald und 10 weitere konnten gelöscht werden, ehe sie brannten. Der Weg ist noch verdammt weit aber ich komme voran.8 FilmstudioHabe heute das Finale unserer Lieblingsserie gesehen. Du wärst überrascht, denn sie ist noch besser als alle gedacht haben, über die Auflösung. Na ja die Schauspieler auch. Das Casting ist schließlich erst nächstes Jahr, und das Finale wird erst in zehn Jahren ausgestrahlt, aber ich sehe mir das jetzt schon mal an. Plötzlich habe ich eine Idee. Warum nicht einfach „Raubkopien“ von Filmen, Musik oder Büchern aus der Zukunft schon jetzt verkaufen?Werde mal ein Filmstudio kaufen und sie ziemlich günstig Trickfilme machen lassen. Echte Schauspieler zu nehmen könnte auffallen, weil manche von denen ja schon bekannt sind. Der Verlag wird auch schnell gegründet, und die Bestseller-reihen aus der Zukunft, gibt es schon jetzt. Ob ich den Autoren ein Gratisexemplar ihres Buches zusenden sollte?9 Neue WeltZehn Jahre sind seit dem ersten Mal vergangen, und die Maschine wird immer besser. Ich kann jetzt 100 Jahre in die Zukunft sehen und nutze das immer mehr aus. Die Technologien kommen sehr viel schneller in die Welt als irgendwer geglaubt hat und die Energiewende ist durch. Europa Amerika und China fördern und nutzen keine fossilen Brennstoffe mehr. Und importieren sie auch nicht, stattdessen gibt es jetzt globale Stromnetze, die um den halben Erdball gehen. Billige Supraleiter, aus in hundert Jahren, machen das rentabel. Die Nettoemissionen sind auf nur noch 10% von früher gefallen. Aber die Weltwirtschaft hat sich deutlich verändert. Meine, also deine, Firmen drücken immer mehr alte Firmen an den Rand und beherrschen den Markt. Meine (geklaute) Technologie ist einfach überlegen. Ich muss mir Gedanken über soziale Fragen machen, die ich überhaupt nicht wahrhaben wollte. Immerhin beschäftige ich auf der Welt nun 100,0 Mio Menschen. Ich kann die Auswirkungen jeder Firmenpleite, jeder Entscheidung, jedes Films und jeder geretteten Person in der Zukunft sehen, und muss entsprechend reagieren.Ich monopolisiere Erfindungen indem ich sie aus der Zukunft stehle. Aber ich denke, dass geht in Ordnung. Die Welt ist besser geworden.10 Der HakenDu fragst dich jetzt sicher wo der Haken ist? Du bist reich. Die Welt ist besser, wo ist das Problem?Das Problem ist die Freiheit. Mittlerweile sind 20 Jahre vergangen und die Welt ist friedlicher und besser als je zuvor. Aber die Zukunft wird schlechter. Ich kann jetzt 10.000 Jahre in die Zukunft sehen. Und da gibt es keine Menschen mehr. Und ich kann es nicht mehr aufhalten, es ist zu spät, ich habe die Zukunft zerstört.Das Problem ist dass ich der Menschheit keine Fehler mehr erlaube. Das fing mit der Versicherung an und geht jetzt bis zu Krebsbehandlungen. Das Fehler ist dass wenn nicht einzelne Menschen sterben kann die Menschheit als Ganzes nicht daraus lernen. Wir haben früher Rauchmelder erfunden um Brände frühzeitig einzudämmen, aber jetzt brennt es nicht mehr und alle verlassen sich darauf dass die Maschine rechtzeitig warnt. Aber ohne regelmäßige Brände, Katastrophen, Tote, Unglücke aller Art wird die Technik nicht verbessert.Genauso mit Krebs: statt Hilfsmittel wie MRT weiter zu verbessern, reicht jetzt ein Blick in die Krankenakte und man weiß dass man an Krebs stirbt und behandelt ihn einfach rechtzeitig. Aber keiner, einfach niemand verbessert noch irgendwas.Noch schlimmer ist es mit den Erfindungen, ich habe die nächsten Jahrhunderte so erfolgreich abgegrast, dass kein Forscher noch irgendwas ,Neues` findet. Sie wissen es noch nicht aber letztes Jahr gab es den letzten Durchbruch und das war es. Nie mehr wieder, wird ein Mensch irgendwas erfinden, oder neu erschaffen. Zumindest Nichts von Bedeutung. Auch kulturell, geht es bergab. Ich habe eine ganze Generation von Autoren und Künstlern betrogen und ihre Werke verkauft ohne dass sie daran wirklich mitgearbeitet oder verdient hätten. Der Nachwuchs wird bald fehlen und es gibt nichts mehr was ich tun kann um das rückgängig zu machen.Es wird eine Weile dauern bis das auffällt aber aus dem goldenen Jahrzehnt wird das Jahrhundert der großen Stagnation wie man das nächste Jahrhundert nennt und dann wird es ein Jahrtausend des langsamen Verfalls. Ohne sichtbaren Fortschritt verlieren sie ihren Antrieb und ihre Hoffnung. Alle Probleme sind gelöst und nichts bleibt zu tun. Bis irgendwann die Menschen verlernen, wie man sich anpasst, aus Fehlern lernt. Auf sich ändernde Umstände reagiert.Und dann, in 10.000 Jahren kommt die Katastrophe. Keiner ahnt was zu tun ist oder das Gefahr droht. Und dann, von einem Tag auf den Anderen, wird es vorbei sein. Keine Menschen mehr. Nie mehr, für alle Zeiten.Darum bitte ich dich: Bau sie nicht, die Zeitmaschine. Ich weiß, dass du das richtige tun willst, den ich war du. Aber du, also wir, musst den Tod von Millionen Menschen aushalten, damit die Menschheit als Ganzes eine Zukunft hat. 11 Letzte WorteEigentlich wollte ich dir ja nichts über dein persönliches Leben verraten. Es sollte dir reichen, zu wissen, dass deine guten Absichten die Welt langfristig vernichten. Aber da wir Menschen sind kenne ich auch deine anderen Motive.Die Frau, die du begehrst wird ein glückliches Leben führen. Nur halt nicht mit dir, komm drüber weg. Es ist ja nicht so, dass ich es nicht versucht hätte, aber wir sind einfach nicht ihr Typ. Ich habe versucht mit ihr zu flirten, sie zu entführen, zu kaufen, und mit Liebesbriefen zu beeindrucken. Natürlich alles nur per Simulation aber keine der simulierten Zukünfte hat das gewünschte Ergebnis gebracht.Wenn du sie entführt und eingesperrt hast hat sie dich gehasst. Wenn du sie kaufen wolltest, war sie von dir angewidert. Egal welche Worte du in deinen Liebesbriefen benutzt hast sie haben ihr nicht gefallen. In ein paar Varianten hatte sie dich angezeigt in vielen einfach ignoriert und in manchen einfach gehasst. Natürlich habe ich keine der Varianten umgesetzt. Wir wollten ihre Liebe und nicht ihren Körper und das lässt sich nicht erzwingen.Ein paar Jahre habe ich die verschiedensten Möglichkeiten durchgespielt aber keine würde zum Erfolg führen und ich habe sie aufgegeben. Auch mit anderen Frauen hatte ich keinen Erfolg, vielleicht hätte ich es nicht mit der Zeitmaschine versuchen sollen aber letztlich hat sie verhindert, dass ich mit einer von ihnen zusammenkam.Es gab hunderte Frauen, die ich mit der Versuch,/Irrtum Methode hätte verführen können. Manche Frauen lassen sich halt doch durch die richtigen Worte, und angeblichen gemeinsamen Hobbies beeindrucken. Aber zu der Zeit konnte ich schon weiter in die Zukunft sehen, keine der Beziehungen wäre langlebig gewesen, immer gab es Trennungsgründe und immer würde mein Herz gebrochen sein.Mal würde ich merken dass sie zwar schön waren. Aber mir doch meine eigenen verschwiegenen Hobbies wichtig waren. Mal würde ich feststellen dass sie mein Geld mehr als mich liebten. Mal würden sie merken, dass ich mich von der Zeitmaschine beraten lies. Und stets durch geschickte Worte den Streit aus dem Weg ging, und sich irgendwann daran stören, dass ich nicht wie ein richtiger Mensch reagierte.Am Ende hatte ich ein kleines Programm, was bei jeder Frau die ich traf, den Aufwand angab, den ich betreiben müsste um sie rum zu kriegen. Inklusive der Anleitung wie es am einfachsten gelingen würde. Und dann wie lange ich ihr nachtrauern würde wenn sie sich von mir trennen würde. Am Ende habe ich die Zeitmaschine in Simulationen mit all den Frauen flirten und streiten lassen, und hatte nicht mit einer einzigen Frau tatsächlich geflirtet. Jedes kleine Flirtsignal von jeder Frau habe ich prüfen lassen wie die Beziehung enden würde und die Flirts dann einfach ignoriert.Natürlich hatte ich dabei nicht bedacht dass auch ich von den negativen Erfahrung gescheiterter Beziehungen lernen müsste um dann bei der nächsten Beziehung reifer zu sein und bessere Chancen zu haben. Genau wie ich der Menschheit das Scheitern und Lernen nahm nahm ich es auch mir. Und ohne die Fehler konnte auch ich nicht lernen und wachsen und würde allein sterben. Das Datum verrate ich dir aber nicht. Lass dich, im Gegensatz zu mir, überraschen. Ich werde die letzten Jahre echt depressiv sein, weil ich mein Ende kenne, noch habe ich Zeit. Aber bald werde ich die Hoffnung verlieren.Auch bei meinen sonstigen Entscheidungen im Leben gab ich Stück für Stück die Kontrolle ab. Erst kleine Sachen, wie die passende Kleidung, für das tatsächliche Wetter. Dann die Entscheidungen welche Erfindungen ich aus der Zukunft auswählen würde um sie in die Gegenwart zu bringen. Später dann habe ich mich selbst Filme bewerten lassen, und sie danach erst angesehen. Nie wieder schlechte Filme gesehen, da ich nur noch die gesehen habe die mir gefallen würden. Am Ende, also eigentlich schon seit ich einen Monat in die Zukunft sehen kann, habe ich sogar die Auswahl meines Speiseplans danach abgestimmt, was mir zu der Mahlzeit am besten geschmeckt hätte.Mittlerweile bin ich mir nicht sicher welche Entscheidung die letzte war die ich wirklich selber getroffen habe. Ich lasse mich bei einfach allem beraten und vermeide jede Zukunft, die ein mir unliebsames Ergebnis hat. Freier Wille ist anders. Ein paar Mal habe ich versucht zu rebellieren, aber natürlich hat mir die dann eintretende Realität auch nicht gefallen, da die Zeitmaschine ja nicht lügt. Irgendwann, nach ein paar Jahren, habe ich auch das aufgegeben, und nun gehorche ich einfach. Selbst den Text den ich dir gerade schreibe lasse ich von ihr checken. Sie kann mir natürlich nicht sagen wie du reagierst weil dass ja in der Vergangenheit und nicht in der Zukunft liegt, aber sie versichert mir, dass diese Version diejenige ist, die mir am Besten gefällt und die einzige bei der ich keinen weiteren Versuch starten werde. Ich hoffe sie kommt bei dir wirklich an, und du wiederholst nicht meine Fehler.Lass dich vom Leben überraschen. Und lerne aus deinen Fehlern und vertraue der Menschheit dass sie das auch kann. Es wird vielleicht eine Weile dauern und die Fehler werden sicher schmerzhaft sein aber ohne die Fehler könnt ihr nicht lernen und wachsen. Das gehört zum Leben, zum Universum und den ganzen Rest dazu. PS: Wenn du glaubst, dass du nicht der Erfinder bist, dann leite die Geschichte bitte weiter, es ist wirklich wichtig dass sie auch von der richtigen Person gelesen wird.
Goldenes Leuchten am NeubeginnEs zogen dunkle Wolken über ein Gebiet, in dem Krieg und Seuchen miteinander tanzten. So mancher hat gedacht, dass der Deckel bald zufällt, wir ins Nichts zerbersten.Aber ein goldenes Licht hat sich schon vor langer Zeit auf den Weg gemacht und es ist nun fast angekommen, am Ende der Zeit, wenn die Drangsal groß ist, breitet es sich aus.Das goldene Licht durchdringt momentan zahllose verhärtete Herzen, löst Angst und Schuld, bringt Güte und Gnade. Niemand ist verloren, was das Flüstern aus den Schatten auch lügt.Man hat sich in der Dunkelheit mit seinen Mitmenschen, mit sich selbst, mit der ganze Schöpfung in eine kühle Distanz zerstritten. Man hat Fraktionen gegenübergestellt, baute Weltanschauungen und ihre Türme, die zum Zug gegeneinander bereitet waren.Doch der Charm des entfesselnden Lichts, das goldene Licht kommt an und ruft aus der Vergangenheit in die Zukunft: "Fürchtet euch nicht!"Wer will sich schon fürchten?Wenn jeder den Eintritt in den Frieden angeboten bekommen hat, man jeden so angesprochen hat, wie er/sie geartet ist - viele Chancen sind um uns - dann hat das Leuchten das Eis zersetzt, die Dunkelheit zerbrochen und den Feind des Lebens in unabsehbare Fernen gejagt, vernichtet.Nun kann alles fruchten, Distanzen werden rasch überwunden, die Erkenntnis wird allgegenwärtig und für alle greifbar sein. Noch etwas Geduld, bitte!Noch nie fiel Dunkelheit ins Licht und drängte es zurück, so wird es auch dieses mal nicht geschehen- das Licht ist fein und groß. Man fühlt es, wie man immer weiter zu sich selbst wird, auch wenn die Augen, unsere Reaktion ihre Zeit brauchen, es zu verstehen. Gut, dass wir es nicht hastig selbst richten müssen, sondern eine unsichtbare Bewegung, ein Strömen ins Herz geleitet wurde. Wir lieben ja alle, wenn es besser kommt als erwartet … Geduld und Sanftmut sind nun heilender als Weltlichkeit und Argumentationen....
Der Sog und seine GeschichtenDie Zeit des Lebens zieht uns durch einen wundersamen Prozess, den ich nicht immer verstehe, schätze, der nicht ausschließlich schön ist, während Möglichkeiten an mir vorbeiziehen und ich ihnen lediglich sehnsüchtig nachblicke, schweigend.Ich weiß schließlich doch nicht warum die Welt zu Grunde gehen muss, warum es Verlierer und Opfer gibt, wozu es das Böse gibt und die Möglichkeit besteht, über das Geländer zu fallen, hart aufzuschlagen, sich zu verletzen, vielleicht sogar endgültig zu sterben … und so… … muss ich es wohl schlicht akzeptieren und mich an das halten woran ich zu glaube mich entschieden habe, was ich als Wahrheit annehme, so wie es sich mir durch alles was mir widerfuhr - ob erfreulich oder nicht - als Wahrheit erklärte.Kunst, Schicksal, Fantasie … ? Es sind Fragmente, Teile …Ich hoffe, dass ich es mir eingestehen kann und will, was mich ausmacht, aber es … zählt alles - jeder Moment des Friedens mit mir - das ist eine Voraussetzung - wirkliche Gemeinschaft mit Menschen, wenn ich es vermag … und schließlich mit Gott, der nicht fern von uns allen, so auch nicht von mir … einfach da ist und etwas tut, das ich nicht verstehen muss. Ich werde es sehen … wir alle werden einst staunen.Es mag viele Ansichten über alles mögliche geben, aber schließlich sind wir ganz im Inneren unseres Wesens alle dazu erschaffen worden, auch nur einfach zu sein, wir erwachen fortwährend, wollen lieben, geliebt werden, Geborgenheit, am Ende der Zeit mit einem Lächeln in eine Richtung blicken. Wohin ich wohl schreiten werde? Hoffentlich bleibe ich nicht allein in dieser Geschichte des Daseins. Ich glaube, dass ich den Weg dorthin finden werde, so wie ich doch auch ebenso verstehe, dass es ein einsamer, trauriger, aber auch hoffnungsvoller Pfad bis dort hin werden wird.Im Wind sind unendliche Zeilen an solchen Gedanken und er erzählt sie weiter und weiter … So auch mir, der ich ein Teil dieser Bewegung bin.
Aus dem Leben gegriffen
Ein Haufen Kinder und IchDienstag. 10:22 Uhr.Im Studium habe ich mir das Ganze irgendwie würdevoller vorgestellt. Stattdessen schlägt mir ein Vorschüler mit der flachen Hand auf den Arsch, während ich Sören ein Pflaster auf die Stirn klebe. Er hat eine Schaukel an den Kopf bekommen. Sören, nicht der Vorschüler. Was mit dem nicht stimmt, weiß ich nicht. Genervt stehe ich auf und klopfe mir den Sand von den Knien. „Du musst aufpassen, wo du hinläufst, Sören.“Das Kind in der grünen Regenhose nickt selbstbewusst und torkelt davon. Es ist Mai und wir haben 20 Grad. Ich schüttle den Kopf und sehe mich nach dem zukünftigen Arsch-Fetischisten um. Eine Viertklässlerin schubst ihn im Sandkasten um. Ich drehe mich grinsend in die andere Richtung und genieße die Sonne. In der Ferne sehe ich, wie Sören gegen eine Glastür läuft und heult. Scheiße.Mittwoch. 9:28 Uhr.Morgens um halb zehn in Deutschland. Daniel hat Bügelperlen im Mund. Scheiße.Donnerstag. 7:55 Uhr.Mika ist allein in der Betreuung. Er hat einen Zettel mitgebracht, auf den er fünf bunte Kartoffeln gemalt hat. Er erklärt mir, dass es sich um Hulk, Spiderman, Captain America, Catwoman und Iron Man handelt. Jetzt sehe ich es auch.Ich soll auch einen Superhelden malen. Ich male Black Widow und Hawkeye. Ich frage ihn, was Catwoman bei den Avengers macht. Nicht, dass ich es ihr nicht gönnen würde.„Er ist im Team.“„Er?“„Ja, er beschützt sein Volk.“Verwirrung meinerseits. „Catwoman ist eine Frau.“„Hä? Nein!“„Doch.“ Ich zeige ihm ein Bild auf meinem Handy.„Das ist nicht Catwoman! Catwoman hat ein Motorrad!“Ich überlege einen Moment und zeige ihm ein anderes Bild. „Meinst du den hier?“„Ja!“„Das ist Black Panther.“ Ich soll ihm alle Namen der Superhelden auf seinen Zettel schreiben. Mika übt inzwischen die Namen der Helden. Ich muss ihn einige Male verbessern, bevor er Black Panther richtig benennt. Nach zwei weiteren Versuchen verschmelzen die Begriffe in seinem Kopf. Er zeigt auf die schwarze Kartoffel: „Black Woman!“Ich nickte langsam. Den Film würde ich mir ansehen.In einigen Minuten kommen die anderen Kinder. Mika lehnt sich über den Tisch und betrachtet mein Bild. Dann nimmt er das Blatt und zeigt auf Black Widow: „Die hat ja Brüste!“Ich nickte.Mika fragt, ob er mein Bild für seine Helden-Sammlung behalten darf. Ich willige ein. Mit hochrotem Kopf stopft er das Papier in seinen Rucksack, als die anderen Kinder in den Raum kommen. Ich habe gerade einem Erstklässler seine erste Wichsvorlage geschenkt. Scheiße.Donnerstag. 10:14 Uhr.Ich stehe während der Pause auf dem Schulhof und betrachte das wilde Treiben. Ein verheultes Kind baut sich vor mir auf. Dominik hat ihn getreten. Dominik kommt dazu. Er hat es nur getan, weil Daniel dumm ist. Klingt einleuchtend. Ich schaue mich suchend um und sehe die zweite Pausenaufsicht. „Geht man zu Frau Schneider und erzählt ihr, was passiert ist.“ Outsourcing ist notwendig, wenn man auf dem Schulhof bestehen will. Zufrieden beobachte ich, wie die wachsende Traube aus Kindern auf die nichtsahnende Lehrkraft zutrottet. Frau Schneider hört ihnen zu und überlegt. Aus diesem Grund ist es so wichtig erfahrene Lehrkräfte zu beobachten. Sie wissen immer genau, wie solche Situationen zu lösen sind. Frau Schneider nickt betroffen, hebt ihre Hand und deutet auf mich. Dann nimmt sie ihre Tasche und läuft in ihr Klassenzimmer. Die Traube aus weinenden Kindern watschelt auf mich zu. Well played, Frau Schneider, well played....
Lieder Texte
Geschichten
Wahlfamilien en gros Teaser 067„Von ihrer Sozialstruktur her ähneln die Violetten am ehesten einer zölibatären Priesterkaste“, machte Thúlo weiter, „vergleichbar mit den Geistlichen der Umfassenden Wahrheit. Ihren Nachwuchs rekrutieren sie aus den anderen Farben, mit Ausnahme der Grauen, die die einzige echte Endogamiegruppe darstellen – also eine Gruppe, deren Mitglieder nur untereinander heiraten“, ergänzte er hastig, nachdem Maßwerk und Marmor fragende Gesichter gezogen hatten. Er atmete tief durch und wischte sich mit dem Ärmel über die Stirn. „Rot und Blau sind die zwei Männerfarben. Sie bewohnen getrennte Territorien. Die Hauptaufgabe beider Farben ist die Kriegführung. Zwischen ihnen herrscht eine traditionelle Feindschaft, die so stark ist, dass sie immer wieder in gewalttätige Konflikte ausartet. Dennoch dienen beide den Violetten. Entsprechend dazu gibt es zwei Frauenfarben, Gelb und Grün. Die Grünen kontrollieren die Landwirtschaft, die Gelben den Handel und das Handwerk. Auch diese beiden Kasten sind traditionell miteinander verfeindet, wenn es auch nicht zu Kämpfen kommt, es sind schließlich Frauen.“ Ein vernichtender Blick der Heereskommandeurin traf den Vortragenden, der zusammenzuckte und das Thema wechselte. „Ehen“, er hustete kurz, „sind zwischen Frauen und Männern aller Farben möglich, außer wie gesagt den Grauen. Sie werden aber nicht von den Individuen geschlossen, sondern von den Violetten arrangiert, vermutlich nach eugenischen Gesichtspunkten.“ Vorsichtshalber ließ Thúlo seinen Blick noch einmal über die Zuhörer streifen, doch das Wort Eugenik schien bekannt zu sein. „Die Grauen sind die zahlenmäßig stärkste einzelne Farbe, bilden aber dennoch eine Minderheit. Sie sind eine ...“ er unterbrach sich, „also wie gesagt, sie heiraten nur untereinander. Ihre Stellung ist offenbar zwiespältig. Sie sind für Teile der Technik und Infrastruktur zuständig, was ihnen einen gewissen Status verschafft, gelten aber gleichzeitig als unrein und nicht entwicklungsfähig, letzteres vor allem, weil die Violetten aus ihrer Gruppe niemanden für ihren Nachwuchs rekrutieren.“ „Wer sich das ausgedacht hat, ist wirklich verdammt früh aufgestanden“, erklang plötzlich die Stimme des ersten Ministers. „Das Militär ist in zwei feindliche Gruppen gespalten, die sich gegenseitig neutralisieren, die produktiven Gruppen ebenfalls, so kommt keine politische Einheit in der Mitte der Gesellschaft zustande, die opponieren könnte. Es gibt eine Kaste der Buhmänner, die praktischerweise auch noch die Dreckarbeit macht, auf die aber alle herabsehen, weil sie der Täuschung unterliegen, selbst als Lieferanten für den Nachwuchs der Oligarchie einen Anteil an der Elite zu haben. Ausgefuchstes System. Sorgt zwar für eine völlig gelähmte Gesellschaft, aber das dürfte denen an der Macht egal sein. Das heißt, das war es, bis ihr Licht zu flackern begonnen hat.“ Thúlo blickte den ersten Minister staunend an, sagte aber nichts. Dann sah er zu Énvo. Käyrns Nachfolger schluckte und erhob sich. „Sie fragen sich vielleicht, wie die Farbe zustanden kommt“, nahm er den Faden auf. „Sie ist künstlich erzeugt und zwar mittels eines Hautpilzes, mit dem jedes Kind sofort nach der Geburt einer Gruppe zugeordnet wird – von den Violetten natürlich. Sie sichten die Kinder und nehmen sich die von ihnen, die ihren Kriterien entsprechen. Die natürlichen Hautfarben des Bunten Volks entsprechen in etwa unserem Spektrum.“ „Was die Anatomie betrifft“, fuhr er nach einem Augenblick fort, „so bestehen derartig viele verblüffende Ähnlichkeiten zwischen ihnen und uns, dass man fast von Verwandten sprechen kann. Die wichtigsten Unterschiede sind das Fehlen des Wadenbeins, eine abweichende Zahnformel, eine schlichtere Struktur des Verdauungsgangs und eine im Schnitt etwa um ein Siebtel geringere Größe. Es ist nicht einmal auszuschließen, dass unsere beiden Rassen gemeinsame Nachkommen zeugen können.“ „Wäre im Anschluss an einen militärischen Sieg recht praktisch für die Eingliederung“, ließ sich von See wieder von hinten vernehmen. „Die Kinder, die die Violetten den anderen Farben wegnehmen, sind beiderlei Geschlechts“, fuhr Énvo fort. „Die Erwachsenen Violetten zeigen aber eine einheitliche, androgyne Form. Das einzige Exemplar, das uns zugänglich ist – der Violette, der den telepathischen Angriff auf die Mine geführt hat und der von Edavi von Dyckeburg getötet wurde“, (wieder streiften Héyyu Dyckeburg eine Reihe von Seitenblicken) „weist keine Geschlechtsorgane mehr auf, weder männliche noch weibliche. Warum die Violetten ihre Neumitglieder so umformen, wissen wir nicht.“ „Das kann man sich an den fünf Fingern abzählen“, warf der fette Mann von hinten ein, „so werden die Brücken hinter ihnen verbrannt.“...
Horror
Weg mit der WeideLetzte Nacht ist der erste Schnee des Jahres gefallen. Ich hatte gehofft, die Schicht aus weißem Puder würde Aidan von seinem Vorhaben abhalten, aber als er am späten Nachmittag von seinem Dienst zurückkam, ging er geradewegs in den Geräteschuppen, ölte die Ketten der Säge und füllte sie mit Benzin.„Willst du das wirklich tun?“, versuchte ich es ein letztes Mal. „In dem Ding stecken mit Sicherheit zweihundert Jahre Geschichte!“Er schnitt eine Grimasse und nickte. „Erklär das mal der Versicherung, wenn zweihundert Jahre Geschichte aufs Auto krachen.“ Dann stapfte er über den Rasen und warf den Motor der Säge an. Gleich darauf flogen Späne in alle Richtungen. Er warf mir einen triumphierenden Blick zu und brüllte über den Lärm hinweg: „Siehst du, geht wie durch Butter! Wir hätten das Ding auch umpusten-“Etwas knirschte, Metall auf Metall, Funken flogen in die Dämmerung. Die Säge in Aidans Händen ruckte so stark, dass es ihn von den Füßen riss. Im Fallen ließ er die Säge los, die Kette streifte sein Hosenbein, dann ging der Motor aus.Zitternd und so weiß wie der Schnee auf den Hecken setzte er sich auf, da war ich schon bei ihm. Für einen Moment starrte er stumm auf den Riss in seiner Jeans, aus dem Blut quoll. Ich schluckte, dann kniete ich mich neben ihn und untersuchte die Wunde. Breit, aber nicht tief. Glück gehabt. Ich zog ein Päckchen Papiertaschentücher aus meinem Mantel und gab es ihm. „Hier.“„Wie konnte...“, murmelte er, als er mit eckigen Bewegungen seine Wunde versorgte. Für einen Moment tauchten die Bilder wieder auf, die wir beide teilen: Die grelle Wüstensonne von Afghanistan, der Staub, der in jede Pore dringt, der Geschmack von Blut und Schießpulver in der Luft. Die Schreie, die wir beide jede Nacht hören.„Weiß nicht.“ Ich stand auf, schüttelte die Erinnerung ab und betrachtete den Keil, den die Säge in den Baumstamm gefressen hatte. In den letzten Strahlen der untergehenden Sonne glänzte etwas, silbrig-grau im modrigen Holz. Ich kratzte an einem der Objekte, bis ich es aus dem Stamm herausziehen konnte, dann hielt ich es ins Licht.„Eine Schrotkugel?“, fragte Aidan, der zu mir aufsah, Taschentücher auf die Wunde pressend.„Nicht nur eine. Der Baum hat eine volle Ladung abbekommen.“„Dann... dann stimmt die Geschichte wohl.“„Welche Geschichte?“ Ich half ihm auf. Schwer auf meine Schulter gestützt, humpelte er zum Haus. In der Küche platzierte ich ihn auf einem Stuhl und holte das Erste-Hilfe-Set. Während ich seine Wunde säuberte und ordentlich verband, erzählte er.„Die Leute sagen, irgendwann im vorletzten Jahrhundert hätte hier eine Frau gelebt, die angeblich eine Hexe war. Sie soll hier schwarze Messen abgehalten haben, Tränke gebraut, das ganze Zeug. Irgendwann – ah, verflucht!“„Stillhalten, du Riesenbaby.“„Verdammt seist du... auf jeden Fall, eines Tages wurde der Sohn des Pastors schwer krank. Schätze, er entwickelte Epilepsie oder so, danach klangen die Beschreibungen. Die Medizin hier draußen war noch nicht so weit, niemand konnte ihm helfen, die Anfälle wurden immer schlimmer. Und – autsch, verflucht! - irgendwann kam jemand auf die Idee, die angebliche Hexe wäre schuld. Sie zerrten sie aus dem Haus und banden sie an den Baum, aber sie wehrte sich, sagte, sie hätte nichts getan. Das Ganze lief aus dem Ruder und endete wohl damit, dass sie eine Ladung Schrot verpasst bekam. Sie war nicht sofort tot, angeblich verblutete sie innerlich, über Stunden hinweg, an den Baum gefesselt. Ich habe das für die übliche Art von Legende gehalten, aber jetzt...“ Er schielte auf sein Bein herunter.„Scheint wohl etwas dran zu sein.“ Ich packte das Verbandszeug zusammen und setzte mich zu ihm an den Tisch. „Was machen wir jetzt mit dem Baum? So halb angesägt...“Ein plötzlicher Windstoß heulte und rüttelte am Fenster. Dann krachte es draußen. Wir hatten das heraufziehende Gewitter nicht bemerkt. Es krachte noch einmal, etwas knirschte. Aidan sprang auf und humpelte mit mir zum Fenster. Auf dem schneebedeckten Rasen lag der Baum, in der Mitte gespalten. Flammen züngelten, fanden aber keine Nahrung in dem feuchten, morschen Holz.„Problem erledigt, schätze ich.“ Er grinste mich schief an, und ich grinste zurück.„Problem erledigt.“In der folgenden Nacht sahen wir zum ersten Mal die Schwarze Dame.
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MiguelofKing Featured By Owner Feb 26, 2021  Hobbyist Writer
Sag mal, kennt sich einer mit Deutsch und Englisch übersetzen sich besten aus?
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:icondelphifilm:
delphifilm Featured By Owner Edited Jun 25, 2020  Hobbyist Filmographer
Ich bin mir über das Selbstverständnis des Ordner "Aus dem Leben gegriffen" nicht sicher ... meint das Auto-Biographisches?
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:iconmiriamboutty:
MiriamBoutty Featured By Owner Apr 30, 2018  Professional Traditional Artist
danke :)
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:iconthatdudemaan:
Thatdudemaan Featured By Owner Apr 14, 2017  Hobbyist General Artist
In welchen Ordner soll ich die Leseprobe meines Buches einsenden?
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:icondracheholy:
DracheHoly Featured By Owner Dec 31, 2015  Hobbyist General Artist
ich wünsche jetzt schonmal ein
einen guten rutsch und allen
ein frohes neues jahr 2016.

:iconfireworkplz:
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:iconbuvium:
Buvium Featured By Owner Edited Dec 25, 2015  Hobbyist General Artist
Hallo an alle, die es gerne dramatisch, poetisch, romantisch, fantastisch und auch das ganze in der narrativen Version haben. Ich bin unübersehbar neu und begrüße alle die hier dazugehören. Ich freue mich schon auf neue Begebenheiten und bei Kommentaren bin ich sehr glücklich, vor allem wenn sie Mut machen und Interesse kundtun. Alles Liebe
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:iconscrathed:
Scrathed Featured By Owner Sep 30, 2015  Hobbyist General Artist
Hallo Poeten!

Ich fühle mich geehrt, dass ihr meine Kurzgeschichte bzw Kapitel in eure Sammlung aufgenommen habt ;)
Ich weiß zwar nicht ganz, wo sie hier reinpasst, aber es freut mich sehr!

Grüße und schönen Abend,
-Draco
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:iconkaeptndotterbart:
Kaeptndotterbart Featured By Owner Feb 28, 2015  Hobbyist General Artist
kann jem bitte mein Gedicht "Vertan die Zeit" nach emotional bzw... nachdenklich verschieben^^ danke

mfg Philipp aka Kaeptn
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:iconalmostwhitey:
AlmostWhitey Featured By Owner Feb 12, 2015  Hobbyist Writer
Hey, danke fürs Aufnehmen. :) (Smile) 
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