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About Deviant Just a guyMale/Germany Recent Activity
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Anderssicht :iconderpidder:DerPidder 0 0
Literature
Immergruen
Allein auf einer großen Lichtung zu stehen, war ihm nicht neu. Schon häufiger war es vorgekommen, dass ihn seine Spielgefährten nicht mehr aufsuchten, wenn er ihnen genug von sich gegeben hatte, damit sie nicht mehr in seinen Wald flüchten mussten und wieder unter den Menschen weilen konnten.
Der ewige Grünling, der knorrige Weidenmann, so sahen ihn seine Schützlinge. Jeder von ihnen hatte ihm Geschichten gebracht, hatte Leid und Freude mit ihm geteilt und er gab ihnen seinen Schatten und seine Blüten. Für einige ersann er neue Ichs, wieder andere versöhnte er mit ihrem Sein, manch einer brauchte auch nur ein Nicken im rechten Augenblick.
Natürlich war er nicht allein - die zaubernde Fee seines Waldes war seine Liebste und sein Heimatort. Doch konnte sie mit all ihren Verpflichtungen nur selten seine Zeit und seinen Geist mit ihm teilen. In solchen Zeiten, die manchmal Monate anzudauern schienen, suchte er nach Zerstreuung und Aufgabe f
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Mature content
Intimacy :iconderpidder:DerPidder 0 0
Literature
Leere
Was vermisst Du?
Was fehlt so sehr in Deinem Leben, dass eine Leere dort ist, die sich auf alles Andere auswirkt?
Dass selbst Dein Denken sich darum rankt und ein Geflecht aus Leere umschließt, in dem sonst etwas Platz hätte, dem Du Wärme geben könntest?
Je länger Du wartest und hoffst und ausharrst, umso stärker kann das Geflecht wachsen und sich ausdehnen, Triebe bekommen und nach innen den möglichen Platz beschneiden, bis Du vor lauter Netz und Astwerk nicht mehr erkennst, was noch hinein passen könnte.
Dann braucht es einen harten Ruck, einen kräftigen Geist, der sich Bahn dadurch bricht und die falschen Triebe abknickt und entsorgt. Es mag dann weh tun, aber es ist guter Schmerz.
Und schließlich bleibt im Inneren des Geflechts sofort der Balsam für all Deine Wunden.
Was also fehlt dem Selbst?
Ein Geist als Spiegel, als Leinwand, als Kontra. Soviel ist klar.
Ein Sumpf voll Humor und Wortwitz, in dem man sich gern verläuft
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Literature
Berufung
Ich bin der Leidfresser und Seelenflicker.
Gib nur her, ich nehm es auf und verdau es für Dich.
Ich mache graue Tage bunt und die Stille schön für Dich.
Brauchst Du ein Lächeln, stricke ich aus dem Moment eins für Dich.
Komm ran an den Pelz, lass Dich gesundkuscheln.
Mit kräftigen Armen halte ich Dich nicht fest, aber warm und Du kannst wieder laufen.
Ein Film zur rechten Zeit, Klönschnack und Geblödel.
Gemeinsames Kochen, Kichern, Krawall oder auch Kerzenschein.
Ich kann und werde mich schmutzig machen für Dich und mir später den Pelm aus dem Fell duschen.
Niemand muss etwas erfahren, es sei denn, Du willst es.
Und wenn die Reihe an mir ist … tja. Was dann?
Ich hab ja Batterien. Akkus, geradezu. Ich bin eine ziemliche Maschine, trotz der Gefühle unter der Hülle. Ich lade mich an kleinen Momenten auf, am Gefühl des Gebrauchtseins – so kurz es auch dauern mag. Ich hocke alleine mit leicht feuchten Augen vor mei
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Literature
Der Tropfen
Der Tropfen
Geboren unter einem Vorhang aus Haaren beginnt seine Reise.
Anders als bei seinen Geschwistern, die am Gipfel geboren wurden, sind ihm Weg und Richtung bereits teilweise vorbestimmt.
Die Schwerkraft erfasst ihn wie ein ahnungsvolles Sehnen und flüstert ihm von den Orten zu, die es zu erkunden gilt.
Und so rutscht und gleitet er hinab und fort.
Hinab, hinab, zwischen sorgfältig gestutzten Brauen hindurch.
Die Nasenwurzel ist sein erster Scheideweg.
Weiter geradeaus, wo früh der Sprung ins Ungewisse ihn lockt?
Sein Weg führt ihn jedoch andere Pfade hinab und so fließt er sanft am Auge dahin.
Auf der Wange begrüßen ihn Verwandte, die teils hektisch an ihm vorbei eilen – es sind Tränen auf dem Weg nach Unten.
Auf Höhe der Lippen gelangt er an ein Muttermal, an dem er sich kurz zur Besinnung aufhält.
Auch hier trifft er ferne Cousins, die es jedoch in ihrem engen Familienverband lieben – sie sind ein Gemisch mehrerer
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Literature
Reflektionen
Einmal mehr stand der Mantikor am See, um sich rein zu waschen. Sein Blick wanderte durch die Bäume ringsumher, die still sein Dasein akzeptierten und spähte nach möglichen Gefahren, die aus dem Gestrüpp im Unterholz kommen könnte. Doch es rührte sich nichts – er hatte klargestellt, dass dies sein Revier war und er niemanden sonst darin duldete, den er nicht eingeladen hatte. So schüttelte er sich noch einmal die dichte Mähne, streckte seine Schwingen und widmete sich dem klaren, dunklen Wasser zu seinen Vorderpranken. Sein Spiegelbild schaute ihn unergründlich an und es war, als spielten leichte Erschütterungen mit seinem Ausdruck. Als runzelte es die Stirn ob seiner Anwesenheit.
„Warum schaust Du nur so, mein Spiegel?“ fragte er gedankenversunken vor sich hin und hob seine Pranke, um sie mit Wasser zu benetzen, mit dem er sich das Gesicht waschen wollte.
„Ich betrachte Dich, mein Original.“ antwortete ihm
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Literature
Miez Bernstein und der Mantikor
Miez Bernstein und der Mantikor
Wo fängt man eine Geschichte an von einer halbwilden Halbhexe und ihrem Mitbewohner? Vielleicht mittendrin, weil es einfach zu ihnen passt. Oder beim Vorstellen, weil das höflicher ist.
Also höflich.
Miez Bernstein ist eine halbwilde Halbhexe und wohnt quasi am Rand der Stadt. Nicht, weil sie am Stadtrand wohnen würde. Nein, sie wohnt einfach an einem Ort in der Stadt, den die Leute nicht so oft besuchen. Da gibt es nämlich keine großen Einkaufsläden, Boutiquen, Parfumshops oder Telefonverkäufer. Die Häuser hier sind klein und hutzelig, höchstens ein Erdgeschoss mit erstem Stock und Dachboden groß und haben fast alle einen feinen und großen Garten davor und dahinter. Mit Bäumen und Sträuchern, in denen sich Mäuse und Füchse und manchmal die Nachbarskatze verstecken.
Die Miez Bernstein wohnt hier, weil es ihr gut gefällt. Ihr Haus hat ganz viel Moos auf dem Dach, in de
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Literature
Masked
We all wear masks.
Every day everyday people put their masks on to become what they need.
It's the same with me.
Every day, every moment, I put on my masks.
I put on my mask to be a super hero, but not for myself.
I dress myself in villainy - and that might just benefit me.
I clothe myself in averages to hide and seek.
I put myself behind a screen in front of me to express my feelings.
So many masks and costumes, one more colorful and interesting than the other.
And behind them, every day, everyday me is hiding and watching and evaluating which mask to put on next.
And the masks have to be oh so colorful and bright, they have to be stars in all their glory and black holes in all their darkness.
They need to be so overwhelmingly radiant, so astonishingly vibrant, so maddeningly convincing nobody questions their verity.
For they are, in all their artfulness and filigree, just masks. Made of light and sound and make-believe.
They hover right in front of my face, all around me, visible and
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Literature
Mitten in's Herz
Mitten in's Herz
hab ich Dich geschlossen
hab ich Dich gebeten
hast Du Dich verirrt
Mitten in's Herz
wo es warm sein kann für Dich
wo es sicher sein kann für Dich
wo Du Dich wohlfühlen darfst
Aber Du willst garnicht
weil Du nicht zu können glaubst
weil Du nicht zu dürfen wagst
weil Du nicht weißt, wo Du genau bist
Und so wütest Du über Dich
und strampelst Du wegen der Anderen
und weinst Du über die Außenwelt
und sehnst Dich nach Herzenswärme
Und jeder Schrei, jeder Tritt, jedes Umsehen und jedes Sehnen von Dir
trifft mich
Mitten in's Herz
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Literature
Erloesung
- Erlösung -
... Während Erzul ihr warmes, süßes Blut genoss, dachte er über diese seltsame Nacht nach, in der er diese junge, verführerische Frau aufgespürt und verfolgt hatte. Der Vollmond stand hell am Himmel, keine Wolke hing vor den Sternen und ein warmer Wind spielte sanft mit seinen Haaren und wand sich durch sein Jackett.
Die Frau schmeckte fantastisch. Seit den Nächten seiner heimlichen Herrschaft in Babylon hatte er nicht mehr so angenehm seinen Hunger gestillt. Er hatte sie auf einer dieser neuartigen Feste getroffen, wo sich Menschen verschiedener Altersgruppen trafen, um einen Abend lang zu tanzen, zu trinken und zu reden. Diese Feste waren für ihn der perfekte Ort, seinen Hunger zu stillen, mit all der Jugend, in der sein junges Äußeres und seine elegante Kleidung nicht auffielen. Ein leises Stöhnen von ihr ließ ihn innehalten. Er wollte diese Person nicht töten, sie nur in dem Maße genie
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Literature
Felsenmann
Ich bin der Mann aus Stein.
Mein Körper ist geformt aus Basalt und Obsidian, ich bin hart und habe scharfe Kanten.
Mein Gesicht ist verziert mit Granit und schwarzem Glas, ich zeige keine Gefühle und bin undurchschaubar.
Meine Seele ist ein filigranes Netzwerk aus unreinen Erzen in meinem Körper, durch welches das heiße Blut der Erde rauscht.
Ich bin unvollkommen erschaffen worden, ohne Herz.
Ich erwachte zum Leben und musste warten, dass mir ein Herz wächst, das stark genug für meinen Körper wäre.
Und so stand ich wartend, bis der große Kontinent zerbrach und sich verteilte.
Und von jedem Atemzug behielt ich ein klein wenig in mir, sammelte und presste es zusammen in meiner Brust, ließ das Staubkorn wachsen und führte ihm weitere Nährstoffe hinzu.
Es dauerte Jahrtausende.
Ich sah Zivilisationen aufblühen und gedeihen und wieder verwelken.
Und stets wurde mein Herz stärker und rigider und wuchs fast unmerklich wei
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Literature
Des Juenglings Ebenbild
Die junge Magd war dem Lämmchen gefolgt, dessen klagendes Blöken durch die kargen Hügel echote. Es war einen schmalen Gang hinabgerutscht in eine große Höhle unter den Füßen einer der höheren Erhebungen in der steinigen Landschaft und vermochte nicht, aus eigener Kraft hinaus zu gelangen. Also folgte die Magd dem klagenden Tier hinab ins Halbdunkel, um dem Zorn ihres Lehnsherrn zu entgehen. Und dort, im dämmrigen Licht, das die langsam untergehende Sonne in die Grotte warf, wurde sie der seltsamen Statue gewahr, die am weiten Ende der Höhle stand. Von Neugier übermannt näherte sie sich der unwirklichen Formation, die Erde, Wurzeln und Schlamm aus dem Bildnis geschaffen hatten im Lauf der ... Jahrhunderte?
Die Magd kehrte am darauf folgenden Morgen zurück in den Felsendom unter dem Hügel, ausgerüstet mit Spaten, Spitzhacke und Säge. Sie arbeitete Stunde um Stunde, den Schweiß ignorierend und die Haar
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Mature content
Laeuterung des Daemons :iconderpidder:DerPidder 0 0
Literature
Austreibung
Austreibung
Ich hätte es nicht tun sollen. Die Warnungen waren eindeutig und sozusagen großgeschrieben. Die schwere Goldkette, die das Buch, diesen riesigen Wälzer, verschlossen hielt. Der grinsende Schädel auf dem Buchrücken, umringt von Stacheln und Flammen. Die Vitrine, schwach erleuchtet und mit rotem Samt verhangen vor allen Blicken. Der Kreis arkaner Symbole und fremdsprachiger Schriftzeichen am Fuß des Glaskastens, der diesen umgab und exakt gleich auch an der Decke gespiegelt zu finden war. Nicht zu vergessen die Hochsicherheitstür mit dem Fingerabdruckscanner und der Retinaabtastung in diesem entlegenen Winkel des hochehrwürdigen Herrenhauses, das weit draußen vor der Stadt von großen Hunden und einem Sicherheitsmann bewacht wurde. All dies hätte mich zur Vorsicht gemahnen müssen, auch nur einen Finger zu rühren.
Aber das Tor an der Einfahrt stand nur angelehnt, der Sicherheitsmann hatte weggeschaut, die Hund
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Literature
Ich bin's.
Ich bin's.
Der schwarze Satyr, denn schwarz sind sie normalerweise nicht.
Halb Drache, denn daher rührt meine Schwärze.
Halb Faun, sonst wäre ich kein Satyr.
Ganz ich, sonst wäre ich nicht ich.
Ein Bisschen hier, ein wenig dort, ein Quentchen weggerückt und doch ganz da, mal so, mal so, mal wieder anders.
Und auch manchmal mich selbst überraschend...
Ich bin ein Querkopf, meine Hörner ecken an, meine Ohren sind zu spitz, mein Gesicht zu glänzend und schuppig. Meine Augen täuschen mich selbst, sie wechseln ihre Farben im Spiegel, im Kopf und in meinem Geist.
Ich schlucke Feuer und liebe Natur, ich speie Flammen und sauge das Grün.
Man meint mich zu kennen.
Mich, der ich mich selbst nicht kenne, weil der Spiegel sein Gesicht abwendet und mir stets eine andere Facette aufzeigt.
Was weiß die Welt von meinen Sorgen, wenn sie mein Lachen hört und mit einstimmt?
Wenn ich zum Tanz bitte, stehe ich inmitten der Hundertschaften allein
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Auf dem Heimweg überkam es ihn. Er fuhr gerade von der Arbeit los, als er das Echo aus Anderswo empfing - ein Gemisch aus Gedanken, Gefühlen und Erinnerungen. Es sagte ihm deutlich, dass dies wieder einer "dieser Abende" sein würde.
Die richtige Stimmung sorgte für die Resonanz in ihm, welche er brauchte, um all sein HätteWäreKönnte zu empfangen.
Also wappnete er sich für die Visionen und Erinnerungen, die wahrscheinlich ein paar unschuldige Sätze hervorgerufen hatten. "Du wärst bestimmt ein toller Papa." oder auch "Was, wenn wir uns nie begegnet wären?" gepaart mit "Was täten wir nur ohne Dich?". In der Tat. Was wäre, wenn?
Vor seinem geistigen Auge sah er sich seine jüngste Tochter zu Bett tragen, die mit ihrem Dino im Arm auf Papas Bauch engeschlafen war. Er hatte lange Locken und keinen Bart, trug Jesuslatschen und einen Wollpulli. Aber er wirkte zufrieden, immerhin. Eine Frau war nicht in Sicht.
Al Nächstes sah er sich mit Bierbauch und Halbglatze in einem Pub sitzen, irgendwo auf der Welt. Er legte sein dickes Portemonnaie auf den Tresen und rief nach der nächsten Runde für sich und seine Kumpels aus der Versicherungsbranche. Später würde er sich wohl eine Frau kaufen, um die Dämonen der Nacht zu vertreiben.
Wieder kippte das Bild. Er stand auf einer Bühne, in Jackett und Hose, aber barfuß. Hinter ihm eine große Präsentation über Emotionen und das Verstehen des Ungesagten. Sein Kopf war glattrasiert und sein Bart ordentlicher gestutzt als eigentlich, aber um seine Augen spiegelte sich eine gewisse Müdigkeit. Dennoch fühlte er sich ganz in seinem Element. Im Publikum saßen eine Vielzahl an Männern, die stumm zu seinen Worten nickten und deren Begleiterinnen manchen aufmunternd zuflüsterten.
Der nächste Eindruck: er lag allein in einem mit rotem Samt bezogenen Bett, das Zimmer in sachten Kerzenschein getaucht, und las. Die Konstruktion des Bettes offenbarte, dass unterhalb der Matratze ein Käfig eingebaut war, in welchem selig seine Frau/Freundin/Gespielin schlummerte.
Ein krasser Gegensatz war dazu die nächste Szenerie, in welcher er sich ausgemergelt, schlecht rasiert und mit rötlich umrandeten Augen mit einem Pennbruder auf der Parkbank unterhielt. Offenbar kannten sie sich gut und hatten gemeinsam schon viel durchgemacht.
Er wandte den Blick ab und schaute direkt in seine eigenen Augen, welche ihn von nebenan musterten. Sein dortiger Kopf war stärker behaart, dafür wollte offenbar der Bart nicht so recht. Den niedrigen Tisch erkannte er als den, welcher ihm beim letzten Umzug in eine größere Wohnung und ein entspannteres Leben kaputt gegangen war. Ja, sein Leben hatte manche Wendung genommen, aber er war sehr zufrieden mit seinen letzten Erfolgen. Sein Blick fiel auf die aufgeschlagene Zeitung seines Ander-Ichs: Stellenanzeigen. Er schenkte sich einen mitleidigen, verständnisvollen Blick und nickte aufmunternd. Kopf hoch. Es könnte schlimmer sein. Du schaffst mehr, als Du Dir vorstellst.
Ehe sein Ander-Ich antworten konnte, verblasste das Bild und die Realitäten um ihn her zerfaserten samt Kinderlachen, Kneipenlärm, Gezeter im Park und dem leisen Schnarchen von sonstwoher.
Der Moment war vorbei, die Stimmung ... verändert. Nicht zerstört oder verbessert, einfach nur anders, als es für Weltensichte nötig wäre.
Er lauschte in sich hinein - ihm antwortete nur ein wenig betäubt zufriedene Stille. Er lächelte innerlich.
Sollten sich doch andere selbst weiter zermartern - er war auf dem richtigen Weg an sein hier bestehendes Ziel.
Nun konnte der Feierabend beginnen.
Es ist soweit, ich habe DeviantArts Möglichkeiten, Geschriebenes zu veröffentlichen, für mich entdeckt.
Im zuge der Entdeckung durchforstete ich meine alten Ordner und fand so einige Schätzchen aus meiner schreibwütigeren Zeit und fühle außerdem das Bestreben, weitere hinzuzufügen, wenn die Zeit reif und die Muse aufdringlich ist.

Bis dahin viel Spaß mit den Texten.

:)

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DerPidder's Profile Picture
DerPidder
Just a guy
Germany
Becoming a nurse. Nurse Beard, to be precise.

Comments


Add a Comment:
 
:iconkullermietze:
KuLLerMieTze Featured By Owner Mar 15, 2017  Professional Photographer
vielen lieben dank für das tolle kompliment :D 
<3
Reply
:iconderpidder:
DerPidder Featured By Owner Mar 27, 2017
Vielen lieben Dank für das tolle Bild. ^^
Reply
:iconkanyiko:
kanyiko Featured By Owner Jan 12, 2017  Hobbyist Traditional Artist
Reply
:iconwytherwing:
wytherwing Featured By Owner Sep 28, 2014
thank you for the :+devwatch:... cheers! :beer:
Reply
:iconderpidder:
DerPidder Featured By Owner Sep 29, 2014
You are welcome. Thank you for celebrating your artistic talents and keep up the good work. ;)
Reply
:iconmoonyarsaraidh:
MoonyArsaraidh Featured By Owner May 9, 2014  Hobbyist Digital Artist
Interessante Geschichten Coeur Mantique und ich werde deine Seite nochmal genauer einem Besuch unterziehen..und mir deine Geschichten mal durchlesen ;)

Einen lieben Gruß da lassend
Moony
Reply
:iconderpidder:
DerPidder Featured By Owner May 13, 2014
Danke für die Blumen. Bei Gelegenheit und Muße kommen auch immer wieder gerne mehr dazu. ;)

Entspannte Grüße,
der Mantikor
Reply
:iconmoonyarsaraidh:
MoonyArsaraidh Featured By Owner May 13, 2014  Hobbyist Digital Artist
Da werde ich mal gespannt sein ;)

Vielleicht sieht man sich ja auch mal in der SZ...
Reply
:iconderpidder:
DerPidder Featured By Owner May 14, 2014
:D Anschreiben kostet ja nichts.
Reply
(1 Reply)
:iconthylacinee:
Thylacinee Featured By Owner Dec 29, 2012  Professional Digital Artist
Thank You for fav:)!
Reply
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