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Kaum zu glauben,

meinen letzten Beitrag habe zum Thema Frühling geschrieben ...

Auch in diesem könnte ich wieder aufrufen die Makros auszupacken
und die ersten Eiskristalle zu fotografieren die uns bald erwarten.

Nachdem ich es ein halbes Jahr lang nicht geschafft habe hier einen Beitrag zu erstellen,
wird mir bewusst das ich erstens einen ereignisreichen Sommer erlebt habe
und zweitens hier auf Deviantart nicht mehr allzu aktiv bin.

Gerne würde ich eine, oder auch mehrere, Co-Founder-Rollen an aktive und engagierte
Nutzer vergeben die diese Gruppe wieder etwas beleben und vorwärts bringen möchten.

Gerne dürft ihr euch direkt bei mir melden ;)

LG Grandy
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Institut fuer alternative Geschichte„Ich begrüße sie herzlich im Institut für alternative Geschichte. Mein Name ist Ifag und ich werde für die kommenden zwei Stunden ihr Guide für die Tour durch das Institut sein. Gleich vorweg: Was sie sehen und hören werden, mag an manchen Stellen vielleicht verwirrend oder unklar für sie werden, zögern sie daher nicht, jederzeit Fragen zu stellen. Möchten sie mir vielleicht jetzt schon eine Frage stellen?“Er lächelt der Gruppe ermunternd zu und lässt sein eminzgrünen Augen einmal im Kreis wandern. Alle schweigen.„In unserem jungen Institut arbeiten die klügsten Köpfe mittels modernster Technik an Simulationen möglicher alternativerVergangenheit. Sie, liebe Gäste, werden heute eine Idee davon gewinnen wie eine solche Simulation aufgebaut ist, welche Instrumente dafür verwendet werden, welchen Schwierigkeiten die Forscher ausgesetzt sind und welche Resultate wir uns von all dem erhoffen. Lassen sie uns jedoch zuerst damit beginnen, dass ich ihnen etwas über die Gründung unseres Instituts erzähle.“Eine Kunstpause – dann fährt er fort.„Natürlich ist eine der großen Fragen der Menschheit die nach der Existenz des freien Willens. Kann der Mensch Einfluss auf den Lauf der Geschichte nehmen oder ist sein Verhalten deterministisch und damit vorherbestimmt - bevor er geboren wurde, bevor seine Eltern geboren wurden, festgelegt in der kleinsten aller Zeiteinheiten im Moment der Geburt unseres Universums? Anders gefragt: Eure Entscheidung heute morgen in dieses Institut zu kommen, vielleicht lange geplant, vielleicht aus einer Laune heraus, erscheinteuch als eine bewusste Entscheidung, getroffen von euch, denn ihr hättet bei dem Wetter auch ins Schwimmbad gehen oder einen Tag auf der Couch verbringen können, doch stattdessen kamt ihr hierher. War das eine freie Entscheidung oder glaubt ihr das nur? Ich kann es ihnen nicht beantworten und doch ist die Antwort so existenziell wie sie uns gleichgültig sein kann.“Ein angedeutetes Zwinkern des linken Lids und die Mundwinkel schmaler Lippen leicht nach oben gezogen signalisiert, dass die Gruppe lächeln darf.„Gehen wir für den Moment davon aus, dass wir in einer nicht-deterministischen Welt leben, in der unsere Entscheidungen echte, unvorhersehbareAuswirkungen haben. Nun, in diesem Fall gewänne das Konjunktiv an Bedeutung. Sie hätten heute morgen zuhause bleiben können, nur dann wären sie nicht in den Genuss dieses Vortrages gekommen. Im Grunde haben sie durch ihre bewusste Entscheidung aus einer Reihe von Realitätssträngen sich für diesen einen entschieden. An dieser Stelle möchte ich mich daher herzlich bei ihnen bedanken, mich und unser Institut gewählt zu haben, die Wahrscheinlichkeit dafür erscheint mir ziemlich klein, gegeben den Fakt, dass ihre Auswahl an Möglichkeiten annähernd unendlich groß gewesen sein wird. Jetzt stellen sie sich vor, sie könnten an den Morgen zurückkehren, sie hätte noch ein weiteres Mal die Chance zu entscheiden, wie sie diesen Tag gestalten, was hätten sie getan, wie hätten sie sich verhalten? Welche Auswirkungen hätte das auf das Jetzt haben können? Folgen sie mir und wir finden es heraus.“Die Gruppe, angeführt von dem hochgewachsenen, kahlköpfigen Ifag verlässt die Eingangshalle eine imposante, gläserne Treppe hinauf in den zweiten Stock, wo sie einen Raum mit bequemen Sesseln und Couchs betritt. An der Tür steht – Konferenzraum.„Die Erforschung von Möglichkeiten gibt uns Aufschluss über die Tatsächlichkeit, sie verschafft uns die einmalige Gelegenheit, vergangene Entscheidungen nicht nur aus unserer Perspektive zu bewerten, sondern auch aus, in der Theorie, allen anderen aus Entscheidungenresultierenden Realitäten. Soverlockend diese Vorstellung klingen mag, Geschichte zu simulieren, sie hat einen gravierenden Haken. Sie ahnen es vermutlich, eine Simulation von der Komplexität wie der der Realität ist annähernd unendlich kostenintensiv. Nicht nur erfordert sie selbstverständlich ein umfassendes Verständnis und vollständiges Datenbild des Moments, sie muss auch ausgehend von diesen Daten die wahrscheinlichsten Verhaltensweisen aller Materie, Menschen und Tiere berechnen, um am Ende das Datenbild einer neuen Tatsächlichkeitals Resultat zu erzeugen, das dann mit dem der tatsächlichen Tatsächlichkeit verglichen werden kann. Das schien bis vor zehn Jahren eine Utopie, eine Wunschvorstellung, die theoretisch neue Quellen der Wissensmehrung versprach, die praktisch aber aufgrund fehlender Rechenleistung fehlerbehaftet und unvollständig blieb. Das änderte sich dann mit der Erfindung von HD-QC‘s (hyper-dimensional quantum computing). Mit diesen war es möglich, akkuratere, sauberere Simulationen mittels durchdachter und akribischer Modellierung der Umgebungsparameter so der Realität anzunähern, dass Resultate werthaltig zu werden versprachen. Sie haben eine Frage?“Ein junger Mann hat seine Hand gehoben und spricht jetzt.„Entschuldigen sie die Nachfrage, habe ich das richtig verstanden, sie sind in der Lage alternative Geschichte zu berechnen, indem sie einzelne Entscheidungen der Vergangenheit verändern und dann schauen, welche Folgen sich daraus ergeben?“„Das ist korrekt.“„Könnten sie die gleiche Technologie dann nicht auch darauf verwenden, die Zukunft vorherzusagen? Gegeben den Fall, dass sie ein vollständiges Datenbild des Jetzt besitzen, können sie nicht dieselbe Logik anwenden. Schlösse sich dann nicht der Kreis zu ihrer Einleitung und die Frage nach dem Determinismus?“Er nickt anerkennend mit dem Kopf.„Das ist ein guter Einwand, der mich direkt zu dem nächsten Punkt bringt, über den ich mit ihnen reden wollte. Unser Institut hieß bis vor zwei Jahren nämlich anders, es war das Institut für Simulationen, denn sie haben vollkommen recht, auch wir dachten damals, dass präzise Zukunftsprognosen möglich sein müssten. Die Resultate waren jedoch ernüchternd und schließlich spaltete sich die Abteilung Zukunft ab, um in ihrem hoch spekulativem Umfeld zu forschen, während wir uns hier der Präzision und Akkuratesse verschrieben haben. Können sie sich vorstellen, was das entscheidende Problem mit Zukunftsprognosen war und immer sein wird?“Er wartet keine Antwort ab, seine Stimme hat eine Nuance von Erregtheit.„Ihnen fehlen die entscheidenden Daten, die uns, da wir uns der Vergangenheit verschrieben haben, gegeben sind. Wir kennen die Vergangenheit, haben sie auf das genauste protokolliert, jeder von ihnen hat das, und wir können daher die Schwingungen einer wohl gewählten Abweichung des Protokolls bis aufdas Letzte zurückverfolgen. Im Endeffekt beschränken wir uns auf die Berechnung von Wahrscheinlichkeit, ob und wie wahrscheinlich eine Abweichung von dem tatsächlich Geschehenen, dem, was wir als unsere Vergangenheit begreifen, stattgefunden hätte, gegeben eine andere Vorgeschichte. Sie erkennen den Unterschied, nicht wahr? Wir berechnen also alternative Vergangenheit, doch wir wollen noch einen Schritt weiter gehen, wir wollen sie auch zugänglich machen. Unser erklärtes Ziel ist nichts Geringeres als die vollständige Immersion des Nutzers und schauen sie sich unsere Ergebnisse an! Dank HR-VR (hyper-real virtual reality)ermöglichen wir es unseren Kunden, in ihre alternative Geschichte einzutauchen, sie aus ihrer eigenen Perspektive noch einmal zu erleben. Was wäre geschehen, hätten sie sich in ihrer Jugend anders entschieden, wir ermöglichen es ihnen, diese Erfahrung zu machen! Wir erschaffen ihnen die authentischste Alternative zu ihrem Jetzt, die persönlich auf sie zugeschnittene Welt, die Welt, in der sie die richtigen Entscheidungen getroffen haben. Ja, sie haben eine Frage?“Der gleiche junge Mann wie davor hat seine Hand gehoben.„Verzeihen sie mir die Unwissenheit, aber die Vorstellung bereitet mir Kopfschmerzen und es erscheint mir schwer erklärlich, wie kann es möglich sein, eine Realität von der Komplexität wie der unseren in seiner Fülle und Vollständigkeit zu simulieren, ohne dabei selbst die, wie sie erwähnt haben, annähernd grenzenlosen Rechenkapazitäten an ihr Limit und darüber hinaus zu bringen?“„Das ist eine gute Frage und tangierteine derHauptherausforderungen. In der Tat ist es aus unserem heutigen Verständnis heraus unmöglich, die, wie wir sie nennen Völlige Simulation zu erzeugen. Die Herausforderung war also, unnötigeKomplexität auf Konstanten zu stauchen und ich darf gestehen, das haben unsere Forscher mit Bravour gelöst. Unsere Renderingprozesse sind so optimiert, dass jeder Moment ihnen vollkommen erscheint, ohne dass wir Ressourcen unnötig mit dem rendern von Szenen verschwenden, die sie nicht sehen können. Alle Berechnungen sind um sie herum aufgebaut, sie sind wortwörtlich im Zentrum ihrer Simulation, ihrer Welt. Doch hören sie nicht nur auf meine Worte, wir betreten gleich das Testlabor der neuesten Version RW2x und sie bekommen alle Gelegenheit, sich selbst ein Bild zu machen. Oh, ja, bitte fragen sie!“Ein älterer Herr mit Glatze und ultra-symmetrischem Gesicht hat seine Hand gehoben.„Wenn ich es richtig verstanden habe, dann haben sie also ein sehr reales Spiel erschaffen, in dem ich mich selbst noch einmal spielen kann, das ist RW2x im Endeffekt doch?“„Nein lieber Herr, es gibt einen Unterschied zwischen einem Spiel und einer Simulation. Ein Spiel ist per Definition eine Tätigkeit, die zu ihrem Vergnügen stattfindet, die ihre Interaktion verlangt und die einen reinen Selbstzweck hat. Mindestens zwei der drei genannten Punkte treffen auf die Simulation nicht zu. In einer Simulation werden über vorherfestgelegte Parameter neue Situationen simuliert,ohne dass sie während der Simulation die Möglichkeit hätten, inihr zu agieren. Sie sind gewissermaßen Zuschauer einer Abfolge von Ereignissen, sie sehen, wie sie und andere wahrscheinlich unter gegebenen Umständen reagiert hätten. Das, was sie bestimmen können ist, wann die Simulation starten und enden soll, spätestens natürlich in dem Moment, wo sie die Gegenwart erreichen.“„Was passiert in diesem Fall?“„Die Simulation endet mit ihrem metaphorischen Tod, das System hat keine weiteren Daten zur Verfügung und fährt sich selbst hinunter. Das Thema Tod ist relativ kompliziert und daran arbeiten wir zur Zeit noch. Es kann vorkommen, wenn es auch selten ist, dass sie eine Entscheidung simulieren, die zu ihrem Tod führt. Auch in diesem Fall beendet das System. Wir haben Überlegungen, Wahrscheinlichkeitspfade so zu wählen, dass Tode umgangen werden, aber das ist in dieser Version noch nicht implementiert“.Erneut huscht ein lächeln über sein inzwischen wieder spiegelglattes, makelloses Gesicht.„Sie werden vielleicht feststellen, dass die Wahrnehmung gelegentlich etwas bruchstückhaft erscheint. Das liegt daran, dass dies ein Testsystem ist und die Berechnungen on the flywährend der Simulation gemacht werden. Dadurch kann es unter Umständenzu Inbalancen kommen, in denen sich ihre Zeitwahrnehmung in Nuancen verschiebt. Kein Grund zur Panik, sie werden es nicht als störend wahrnehmen.Bei den Vorgängerversionen war das größte Problem die fehlende Interaktion, die den Nutzer in die Rolle des reinen Zuschauens versetzt hat. Im letzten Jahr haben wir uns daher etwas Neues einfallen lassen. Wir emulieren das Gefühl des Entscheidens, sprich, den des freien Willens, indem wir eine kleine Zeitverzögerung in das System eingebauten. Dadurch, dass wir ihre wahrscheinlichste Handlung simulieren, sollten sie das Gefühl bekommen, die Simulation würde das tun, was sie getan hätten. Natürlich wird es auch zu Abweichungen kommen, diese sind in unseren Testreihen jedoch marginal gewesen und tun dem Gesamteffekt keinen Abbruch. Im Gegenteil, wir haben ganz erstaunliche Resultate erzielt, in dem Nutzer umso mehr von der Echtheit der Simulation überzeugt waren, je häufiger sie ihre Entscheidungen denen der Nutzer widersprachen, als ob sie den gänzlich irrationalen Wunsch entwickelt hätten, der Simulation ihren Willen aufzwingen zu wollen.“„Aus welchem Blickwinkel erlebt der Nutzer die Simulation?“„Da wir, wie gesagt, auf maximale Immersion setzen, selbstverständlich aus der Ich-Perspektive. Sie werden wortwörtlich in ihren Körper hineingesetzt.“Die Gruppe hat den Konferenzraum verlassen und ist die gläserne Treppe hinauf in den dritten Stock gegangen. Dort, gehtes einen langen Gang entlang, vorbei an einer Reihe geschlossener Türen bis zu einer ebenfalls gläsernen Tür, auf der in dem in Großbuchstaben WARTERAUM steht.„Ich möchte sie bitten, in dem Raum hinter dieser Tür Platz zu nehmen. Nutzen sie die Zeit und machen sie sich vertraut mit den technischen Details, mit denen ich sie in der kurzen Zeit leider nur sehr oberflächlich vertraut machen konnte. Sie werden auch noch gebeten, eine Einverständniserklärung zu unterzeichnen, denn wir benötigen ihre Lebensdaten, sowie die von ihnen gespeicherten Daten über die ihrer Kontakte, damit wir die auf sie zugeschnittene, optimierte Simulation berechnen können. Je mehr Daten uns zur Verfügung stehen, umso intensiver und akkurater werden sie es erleben, denn wir können mit den uns verfügbaren Basisdaten zum Beispiel keine komplexeren Persönlichkeitsstrukturen simulieren. Alles Wissenswerte ist für sie verständlich in der Erklärung aufbereitet. Wir werden sie nacheinander aufrufen und nach der Datenübertragung sollte es nur wenige Minuten dauern, bevor ihre Simulation bereit steht. Sieläuft in vierfacher Geschwindigkeit ab, auch wenn ihnen das währenddessen nicht auffallen wird. Da wir eine Viertelstunde eingeplant haben, können sie sich eine Stunde ihrer Vergangenheit suchen, in der sie eine andere Entscheidung hätten treffen wollen und sie werden sehen, wie sich diese Stunde wahrscheinlich entwickelt hätte. Ich werde mich nun von ihnen verabschieden, danke ihnen für ihr kommen und wünsche ihnen viel Spaß.“Wie es sich schickt, klatschen wir alle dreimal gleichzeitig die Hände zusammen, beugen den Kopf leicht nach vorne, was Ausdruck von Zufriedenheit bekundet, er lächelt noch ein letztes Mal kühl und professionell und verschwindet hintereiner der unbeschrifteten Türen.Zu fünftsitzen in einem Warteraum des Instituts für alternative Geschichte und unterzeichnen eine Einverständniserklärung, die es dem Institut ermöglicht, nicht nur auf ihre Lebensdaten, und das bedeutet alle Daten, sondern zusätzlich auf die nicht mit höheren Sicherheitsstufen geschützten Daten ihrer Bekannten, Freunde, Familie zuzugreifen. Sie sind im Begriff ihre Welt für eine Zeit zu verlassen und einzutauchen in etwas Neues. Was mag ihnen jetzt durch den Kopf gehen, an welche Momente werden sie denken? Was wäre passiert, wenn ich heute morgen in einen Flieger nach Amazonien gestiegen wäre, was, wenn ich vor einem Jahr beschlossen hätte, nie wieder arbeiten zu gehen? Was wäre, wenn ich heute morgen auf der Couch geblieben, was, wenn ich ins Schwimmbad gegangen wäre? Wenn es auch keinen Grund geben kann, einer Simulation die auf unbekannten Algorithmen basiert zu trauen, ist es doch verständlich, das die Verlockung groß ist, denn wer möchte nicht mindestens eine Entscheidung seiner Vergangenheit revidieren, ungeschehen machen, ändern? Oh ja, je länger sie darüber nachdenken, je mehr fangen sie an, ins Schwärmen und Träumen zu geraten. Es erscheint ihnen wie eine neue Welt, die sich auftut, verlockend und gruselig zugleich.Dorian.
FlandernschlachtenMan sagte einst, das Schwert entscheide,Dass sonst der Leib des Volkes leideUnd dass der Nachbar uns beneide,Nun liegt der Körper auf der Heide In einem aufgewühlten Grab.Die Hölle ist ein Feld in Flandern,Hier sterben wir und auch die Ander’nWo uns‘re Gräben sich mäandern Und Stacheldraht das Land umwarb.Seit Stahlgewitter erstmal krachtenUnd wir mit uns das Unheil brachten,Bleibt uns in Ypern nur das SchlachtenUnd wo dereinst noch Kinder lachten, Ist Chlorgas nun der Stunde Kind.Die Blinden folgen hier den Blinden,Den wohl versproch’nen Ruhm zu findenUnd doch sich nur im Matsch zu winden, Wo blut‘ges Wasser nie verrinnt.Vier Schlachten müssen wir ertragen,Der Menschlichkeit in uns entsagenUnd jede Nacht den Ausfall wagen,Wo viele schon dem Krieg erlagen Und starben tief im Niemandsland.Australier, Franzosen, Briten,Die Deutschen und noch mehr gerietenSchon in die Mühle und beknieten Den Himmel, der im Qualm verschwand.Wir werfen uns dem Feind entgegen,In dem nicht enden woll’nden Regen,Mit Spaten, Bajonett und DegenUnd Ammenmär‘ von Gottes Segen, Wird Mensch zu bloßem Material.Wir bauen Wälle aus den Leichen,Seh’n Grün dem Grau des Schlachtfelds weichen,Erkannten dennoch nicht die Zeichen, Offenbart in krupp’schem Stahl.Vom Jubelwahn zum bitt’ren Ende,Zerwühlten wir das KampfgeländeUnd wuschen zitternd uns die HändeIn Schlacke dunkler Zeitenwende, Verwachsen bald mit dem Morast.Vier Schlachten mussten wir erdulden,Die Toten in den Kratermulden,Die ohne eigenes Verschulden Zur Bahre stürmten voller Hast.In Flandern blüh’n die roten BlütenDes Mohns, wo einst Kanonen glühten,Um zu verstecken all das WütenUnd Massengräber zu behüten, Dass niemand mehr Inferno sät.In Flandern blieb uns nur das Schlachten,Ganz anders als wir anfangs dachtenUnd als den Blutzoll wir erbrachten War’s für die Umkehr längst zu spät.
Postapokalypse 1 - Bluete im MorgenlichtPostapokalypse – Blüte im MorgenlichtEine Blume leuchtete in ihrer Blüte im Angesicht der Morgensonne. Sie war aus dem harten, staubigen Boden gekommen und betrat damit die Bühne.Es war nach dem Ende eines Zeitalters.Rings herum war Asche, vom Wind zerborstenes Blut. Zerschlagene Mauern, Rost auf Maschinen, zertrümmerte Zivilisation von gestern.Im Echo lag noch das Geschrei des Endes.Der Beginn einer Ära, der ersten Generation einer neuen Menschheit, die tapfer die Ruinen reaktivierte.Da war ein Junge, noch kein ganzer Mann, aber stark im Überleben. Die Spuren vielen Lebens waren schon versunken. Jene die im Einklang mit dem Leben selbst waren, so wie der Jugendliche, trugen das Dasein in die Welt hinaus, von wo sie auch kamen.Er rastete, nachdem er die Ruinen durchquert hatte und sich vorstellte, wie es wohl vor den Sturm des Endes gewesen sein mochte.Sein Name war Harlekim.Er trug ein dünnes, schnelles Schwert in seiner rechten Hand. Er war durch eine Kapuze, einem Mantel, einen Schal, der seine untere Gesichtshälfte verbarg und einer Schutzbrilkle vor der Sonne geschützt, deren Licht wie Säure war, das Feuer in ihr war heiß genug die Haut von Menschen wie ihm anzubrennen. Seine Schritte tat er mit fest geschnürten Lederstiefeln die Strahlkappen über den Zehen hatten. Das war die Ausrüstung, mit der man alleine dieses Land durchqueren konnte, Pfeil und Bogen waren neben dem Schwerthalfter festgebunden, schnell zur Hand.Dreckskeifer. Widerliche kleine Räuber jagten in Banden, grausam und sadistisch … voller Gier.Es waren zwergenhafte Bestien, die meist betrunken oder im Rausch von willkürlichen Giften ihr Unwesen trieben. Ihr Gesicht glich das hässlicher, ja mutierter Menschen. Böse Geister waren ihre Verbündeten.Die Bande verfolgte Herlekim schon seit den ersten Sonnenstrahlen. Da er in dieses Gebiet vorgedrungen war und seine Gebete bei Sonnenaufgang gesprochen hatte. Die Bande hatte abseits gekichert und gespottet.Nun signalisierten sie mit Pfiffen und animalischen Heulen ihren Positionen, ihn einzukreisen, teilten sich auf, dort vorne waren ein paar Gebäude, dort sollte der Junge daran glauben.Ihre spitzen Waffen wollten sie in seinem Blut tränken, als wären es die durstigen Mäuler grauslicher Parasiten.Dreckskeifer spuckten und furzten, rülpsten, Gefluche verschmutze ihre Aura. Sie stanken.Harlekim fühlte ihre Nähe, doch sein Blick stach gerade aus gegen den Horizont, der die aufsteigende Sonne zur Linken hatte. Rechts sah er noch die Dunkelheit der Nacht, die sich weiter und weiter zurückzog.Da! Plötzlich …Ein gellendes Kreischen zerschnitt die Luft, Vögel flatterten in alle Richtungen davon. Das war das Zeichen.Harlekim sah einen Pfeil auf ihn zu sausen wich zur Seite fing ihn mit der Hand ab. Vor ihm tauchten zwei Dreckskeifer auf und fielen ihn an. Sein Schwert blitze auf.Faustgroße Steine deckten ihn ein, er hechtete und rollte sich unter ein altes Fahrzeug.Die Feinde schauten. Dann zischten zwei Pfeile von Harlekims Bogen in den Ansturm der vier Feinde mit den Steinen. Die zwei die verblieben rannten davon.Harlekim hetzte außer Atem in eine Baracke mitten zwischen den eingestürzten Häusern.Ruhe.Die Dreckskeifer horchten, krochen dann von dort hervor.Sie lachten.Er war in die Falle gegangen … …Sie rannten mit gezückten Waffen auf die Baracke zu. Keuchen, Spucken und Gekicher.Sie drängten sich hinein und holten aus …"Wo ischt er …" Ein Moment.Flammen schlugen um die schmutzigen Wichte zusammen, nun saßen sie in der Falle. Sie kreischten bis sie tot waren, eine Hand voll stolperte panisch hinaus.Zisch, Zack, Zisch, Zack … …"AHHH!"Einer stand noch da und blickte entsetzt um sich.Harlekim sprang aus einem Schacht am Boden etwa zwanzig Metern entfernt hervor und streckte sein Schwert gegen den gemeinen, kleinen Räuber, der sich anschiss."Lass mich, lass mich. Ich verschwinde und lass dich in Ruh …"Es war wieder Frieden und Ruhe eingekehrt.Harlekim wanderte weiter, er hatte Kratzer und war verschwitzt und schmutzig.Die Beute trug ein gewissenloser, mörderischer Wicht, der sich feige ausmahlte, wie er Harlekim dafür quälen konnte, dass er ihn an eine Würgekette um den Hals als Packesel nutzte. "Ich hasse ihn, wird ihn fressen …"Harlekim blickte auf die Blume im Morgenlicht. Er riss sie nicht aus. Sie sollte mit ihrem Mutigen, ihrer Schönheit ein Pionier der neuen Natur werden, die trotz der unfreundlichen Umgebung nicht aufgab.Es gab noch viele Banden an Dreckskeifern, die hier überall nach Beute suchten. Harlekim war zwar gewarnt, doch nicht unbesiegbar, sein Weg noch weit …...
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:iconshahils:
shahils Featured By Owner Edited Feb 15, 2020  Hobbyist Photographer
Lebt die Gruppe noch?
Reply
:iconmrbonecracker:
MrBonecracker Featured By Owner Aug 23, 2018  Hobbyist Traditional Artist
Tja, diese Gruppe bringt mir nichts.
Ich würde gerne meine Sachen präsentieren, aber werde von dem submission-limit total behindert. Wie bereits gesagt: 1 Bild innerhalb von 30 Tagen ist mir deutlich zu wenig.

Vielleicht sieht man sich ja an anderer Stelle, hier auf jeden Fall nicht mehr...
Reply
:iconmrbonecracker:
MrBonecracker Featured By Owner Jan 24, 2018  Hobbyist Traditional Artist
Ich bin´s nochmal mit der gleichen Bitte von vor 1 1/2 Jahren: Bitte bitte bitte erhöht das Limit der möglichen submissions!!!
Nur 1 in 30 Tagen ist echt zu wenig!

Gebt mal ein Lebenszeichen von euch!
Reply
:icon7-of-9:
7-of-9 Featured By Owner Nov 22, 2017
Hallo zusammen, habe ein kleines Problem-- ich kann keinen Core-Membership aktivieren, da Paypal die Zahlung ablehnt.... habe vor 2-3 Jahren keine Probleme mit der Überweisung gehabt... aber da konnte man sich auch noch  Monat für Monat aktivieren..  hat jemand eine Lösung für mich ? -- ich möchte lediglich mit Paypal oder Paysafe bezahlen--- vielen dank für deine/eure zeit.... DeviantArt 
Reply
:iconantlife-antworks:
Antlife-Antworks Featured By Owner Feb 27, 2017
Vielen Dank für die Aufnahme!
Reply
:icongazvodnik:
GAZVodnik Featured By Owner Dec 31, 2016  Hobbyist Writer
THX 11-38, die Aufnahme finde ich echt SPLELPS. :)
Reply
:iconmrbonecracker:
MrBonecracker Featured By Owner Nov 22, 2016  Hobbyist Traditional Artist
Hi zusammen!
Mir ist schon klar, dass es Sinn macht, die Anzahl der möglichen submissions zu begrenzen, allerdings finde ich nur 1 Bild innerhalb von 30 Tagen schon recht happig...
Disbelief 
Reply
:iconsleepytenny:
SleepyTenny Featured By Owner Nov 17, 2016
Wow, das war schnell! Vielen Dank für die Aufnahme! :D
Reply
:iconjcmydrug:
JCmyDrug Featured By Owner Sep 17, 2016  Hobbyist Artist
Juchuuu freu mich - danke :)))
Reply
:iconinion-an-tsneachta:
Inion-an-tSneachta Featured By Owner Jun 20, 2016
Vielen Dank für die Aufnahme!
Reply
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