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Ordnungsversuch eines Wirrniswegweisers

O

Ordnungsversuch eines Wirrniswegweisers

Die Wege widersprechen sich Im Niedergang der Ich-Instanz. Wohin denn nicht mein zehntes ich, Des hundertfachen Ich-Verbands? Der Pfad ist klar und tausendfach Zerfällt der eine Weg. In mir Halt ich mein ich und mich in Schach: An Einheit glaubt nur das Papier. Die atlasschwere Last der Wahl Erdrückt mit Leichtigkeit: Vielleicht Verzweigt das Ziel sich jedes Mal, Wenn nur ein ich vom Weg abweicht. An viel zu wenig Leid ergraut Und überladen vom Gewicht, Das Freiheit jedem anvertraut, Der nicht an seiner Vielfalt bricht, Verschlingen Möglichkeiten gern Die Sehnsucht, die ein Ziel ersann, Und jenen weit entfernten Stern D

Flammenfeder

F

Flammenfeder

„…Und nach all den Jahren und Wegen, die sie ohne den anderen durchqueren mussten, fanden sich Wirrnis und Staub endlich wieder. Die Ordnung hatte es aufgegeben, ihnen auf den Wogen des Windes hinterherzujagen: So konnten sie sich frei entfalten. Miteinander wachsen. Ineinander aufgewühlt. Und da sie niemals sterben können, wuseln sie noch heute überall und nirgends unter dem Dach des Himmels, bis in die Keller der Menschen.“ Stine blickte von den Blättern empor, auf welchen sie Wirrnis, Staub und Buchstaben zum Tanzen brachte und schaute ihrem Bruder Witold in die Augen. „Und? Wie findest du es?&#

Bis der Herbst beginnt - Ein FuchsBlatt Maerchen

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Bis der Herbst beginnt - Ein FuchsBlatt Maerchen

Es war einmal ein Fuchs, dessen sanften Pfoten niemals müde wurden, den endlosen Wald zu durcheilen. Er war flink, sogar der schnellste Fuchs im ganzen Wald. Er liebt es den Wind zu jagen und noch mehr ihn einzuholen, gar zu überholen. Denn wenn sich der Wind in seinem Fell überschlug, spürte er jedes einzelne Haar wie Haut und Fleisch. Als er noch jung war und danach dürstete sich zu beweisen, beobachtete er ein Rennen zwischen einem Hasen und zwei Igeln. Der Hase prahlte, das schnellste Tier weit und breit zu sein. Ein Igel hielt dagegen, ein anderer ihm ähnlicher Stachelball versteckte sich am Ziel. Auch wenn

Wirwerdung

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Ordnungsversuch eines Wirrniswegweisers

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Ordnungsversuch eines Wirrniswegweisers

Die Wege widersprechen sich Im Niedergang der Ich-Instanz. Wohin denn nicht mein zehntes ich, Des hundertfachen Ich-Verbands? Der Pfad ist klar und tausendfach Zerfällt der eine Weg. In mir Halt ich mein ich und mich in Schach: An Einheit glaubt nur das Papier. Die atlasschwere Last der Wahl Erdrückt mit Leichtigkeit: Vielleicht Verzweigt das Ziel sich jedes Mal, Wenn nur ein ich vom Weg abweicht. An viel zu wenig Leid ergraut Und überladen vom Gewicht, Das Freiheit jedem anvertraut, Der nicht an seiner Vielfalt bricht, Verschlingen Möglichkeiten gern Die Sehnsucht, die ein Ziel ersann, Und jenen weit entfernten Stern D

Puppenglanz und Scherenschnitt

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Puppenglanz und Scherenschnitt

Deine Haut begehrt mein Auge, Weiß und schneidend wie Papier; Da ich nicht zum Töten tauge, Nehme ich den Tod von dir. Gib mir doch auch deine Hände, Viel zu viel war nie genug; Deine stillen Angstzustände Nehme ich mir Zug um Zug. Atemzüge voller Leere Fülle ich mit deinem Duft, In der Hand ruht eine Schere - Lungenflügel brauchen Luft... Weil ich dich liebe, weil ich dich begehre, darf es niemals enden. Weil mir nichts bliebe, bis auf diese Schere, scharf in meinen Händen. Rück´ die Kleidung wieder gerade. Augen trinken sanften Schein. Heute wird die Maskerade Starr wie alle Tage sein. Niemand will die Narben küssen, Die ein Kuss doch

Quasigeburt eines Raupenberauschten

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Quasigeburt eines Raupenberauschten

Ein Raupling in Form von verwürfelter Kälte Versteckte sich feige in meinem Getränk: Ich trank ihn und dank ihm versank ich ins Kleine, Geschüttelt vom Schluckauf im juckenden Zelte Durchzuckter Neuronen... wenn ich dies bedenk, Erfasst mich ein Kribbeln in jedem Gelenk. Verpuppte Gedanken umranken das feine Verschlungene Etwas im wilden Gewirr, Aus Mir-Ich und Ihr-Ich und sichtlich verworren, Verstrickt sich die Puppe in meine Gebeine, Sie wird nun zu mir und – wenn ich mich nicht irr, Zertrampelt ein Hase derweil das Geschirr. Es schmettert und scheppert mir zwischen den Ohren Und Schmetterlingsschläge zersc

Das Paradies der Motten

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Das Paradies der Motten

Ich hab mich dafür aufgegeben, Dass dein Flügelpaar verheilt. Verlernte Fliegen - und mein Leben Hat das Meer und mich geteilt. Ich habe sogar Gott verzundert, Teufel aus dem Staub getanzt Trotz all dem staune ich verwundert, Dass du wieder fliegen kannst. Der Himmel zerrt an deinen Füßen, Angst verfeinert dein Gesicht Und lässt mich für das Gute büßen: Deine Hand hält meine nicht. Wie könnte ich dich gehen lassen, Dafür liebe ich zu sehr. Wenn deine Leiden jetzt verblassen Wiegen meine doppelt schwer. Die Hölle ist für wahre Motten Wärmer als die Ewigkeit, Was soll mei

Oni

O

Oni

M. Zaghaft lasse ich mich auf das tägliche Klang- und Farbspiel des Unterrichts ein. Das kristallklare Flüstern. Die erdrückenden Blautöne. Bekannte, unwirkliche Normalität. Betäubend vertraut vereinen sich die feinen Noten der Klasse zu einem kaum wahrnehmbaren Summen. Sie lassen die Gedanken abschweifen, hin zu den Bildern verdrängter Abgründe. Phantastische Töne roter Leere, fern der überbelichteten Realität, die mich umgibt. Mit verführerischen Klängen versuchen sie, alles um mich auszublenden. Lenk’ dich ab, befiehlt mir die Gegenstimme der Vernunft, und ich gehorche

Mittelextreme

M

Mittelextreme

Möchte ich kein Gift Will ich mich verlieren Alles was mich trifft Jede zarte Schrift Heimlich ausradieren Ködert mich kein Schmerz Schenk ich mir Verbote Werfe ich mein Herz Immer Himmelwärts Eden lockt nur Tote Flieh ich des Gerichts Aller sanften Hände Zieh ich angesichts Aller Nächte Nichts Emsig um mich Wände Zitter ich wie Laub Will ich mich nicht spüren Kerkert Angst und Staub Wird das Leben taub Schneidest du mir Türen

Spotlight

Kreuz und Querschnitt eines Hutmacherhirnes

25Comments
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Artist
  • May 29, 1986
  • Germany
  • Deviant for 8 years
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My Bio

Favourite Visual Artist
Beksinsky, Takato Yamamoto, Audrey Kawasaki
Favourite Bands / Musical Artists
Samsas Traum, Stillste Stund, Deathstars, ASP, TBM
Favourite Games
Bioware Games, Assassin's Creed, Skyrim
Favourite Gaming Platform
PC

Grotesk!

Grotesk!

Ziemlich still in letzter Zeit. Das liegt vielleicht daran das wir Blätter allgemein keine so großen Redner sind. Anatomisch betrachtet fehlt uns ja auch jedes Sprachorgan, wie Zunge, Zähne und Stimmbänder oder überhaupt ein zentrales Nervensystem, das so etwas nerviges wie Sprache überhaupt erst kreieren könnte. Schlimmer noch, wenn man den Biologen glauben kann, dann sind wir nicht einmal eigenständige Lebewesen (Rassisten, wenn ihr mich fragt…), aber das sind eigentlich nur Nebensächlichkeiten. Der Hauptgrund der Stille, war die Abwesenheit von Stille, im Volksmund auch Stress genannt̷

Was stoert euch am meisten an meinem Account?

Was stoert euch am meisten an meinem Account?

Ich habe auf diesem Account schon allerhand unterschiedliches Material verwurstet, von Literatur in verschiedenen Spielarten und Genres über Fotografie und Typografie bis hin zu Stocks oder sonderbaren Drahtgebilden, die viel zu viele Likes haben – und könnte ich Videos und Hörspiele einpflegen, ich würde es tun! An diesem Punkt bietet es sich an zu fragen, was ihr in Zukunft mehr sehen wollt. Aber das wäre ja höflich und sinnvoll. Außerdem interessiert mich ohnehin viel mehr, was euch am meisten stört. Hier eine kleine Liste von Möglichkeiten.  Mehrere Antwortmöglichkeiten sind gen

Lesung am Sonntag den 17.01. 2016

Lesung am Sonntag den 17.01. 2016

Wenn jemand zufälligerweise Lust hat und aus der Nähe von Stuttgart oder Tübingen kommt: Ich lese mit zwei weiteren AutorInnen am diesen Sonntag den 17. 01 um 19 Uhr im Metzinger Mediencafé aus der gemeinnützigen Anthologie "Grenzenlos", die sich mit Flüchtlingen beschäftigt. Der Gesamte Gewinn geht an Gemeinnützige Organisationen (Momentan: Ärzte ohne Grenzen) Direkt neben dem Mediencafé befindet sich der Bahnhof; Parkplätze sind ausreichend verfügbar. Veranstaltungsort: Mediencafé Metzingen Eisenbahnstraße 29, 72555 Metzingen Internetadresse: http://mametz.

Comments 110

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FlammenfederHobbyist Writer
o: 
Du spielst LoL?
Ja, sehr gerne und passioniert sogar : D Ich bin aber eher Mittelmäßig. Plat 3 grade. Aurelion Sol Otp. Spielst du es auch?
FlammenfederHobbyist Writer
Oh, Aurelion Sol ist so cool :D
Also, ich kann ihn nicht spielen, aber ich mag sein Design xD
Ich spiele ab und an, wenn ich Leute hab, mit denen ich spielen kann. Alleine traue ich mich als Support nicht in die Queue xD
Ja <3 ich liebe auch das universum das sie drum herum aufgebaut haben. Ich liebe das Spiel aber ich vergöttere was sie mit der Lore gemacht haben. Das ganze "Universum", die interaktive Karten, die ganzen kleinen Puzzelteile der Story, die sich zu einem großen Bild verbinden. 

universe.leagueoflegends.com/d…

Schaus dir vielleicht mal bei Gelegenheit an. Die Multimediale Verbindung von Comics und Geschichten verschiedener Autoren, die verschiedene Epochen und Kulturkreisen beleuchten, verbunden mit Musikvideos ist halt einfach toll. 
FlammenfederHobbyist Writer
DeviantArt sagt, du hättest Geburtstag. Dann mal alles Gute :D
Ich glaube, ich frag google mal... hmm... google sagt auch ich habe Geburtstag. 
"Alexa, wurde ich heute geboren"
-Nein.-
"Aha"
-sie wurden vor *zensiert* Jahren geboren, an dem gleichen kalendarischen Datum-
"Och : / dann wohl doch. Danke für das Gute : D
GabyCoutinoHobbyist General Artist
Nice gallery :)