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Es ist seit jeher eine unumstößliche Wahrheit, dass die Furcht vor dem Göttlichen wächst, je näher man ihm kommt.
Doch noch viel größer wird die Furcht, sollte ein anderer endlich erreichen, wovor man selbst zu lange gezaudert hat.
- Osahar, Berater des zweiten Omneyus



„Sie sind fort. Alle.“
Lorrek Fandragas schluckte. „Sie sind spurlos verschwunden, in den Tiefen der Ausgrabungsstätte von Chadur.“
Seine Stimme zitterte, aber weniger wegen der erschütternden Neuigkeiten. „Bitte“, fuhr er entgegen aller inneren Alarmsignale fort zu sprechen, „Dun Utojen Fandragas schickt mich. Er sagte, wenn uns jetzt noch jemand helfen könnte, dann seid Ihr es.“
In der Tat - exakt das hatte sein Dun gesagt. Doch wie hätte Lorrek auch nur ahnen können, dass dieser ‚Professor der Apokryphen von Chadur‘, wie man ihn auch nannte, ausgerechnet ein Om war!
Nervös sah er auf, als das Unwesen in Menschengestalt ihm einen dampfenden Becher Tee hinstellte. Tee!
Nicht wissend, wie er jetzt etwas hinunter bringen sollte, griff er dennoch danach, froh darüber, etwas zum Festhalten zu haben. Er hätte den Gerüchten Glauben schenken sollen, die man sich im Umland erzählte. Wieso nur hatte er darüber gelacht?
...bildete er es sich nur ein, oder wurde die Luft schwerer? Sie waren doch allein, oder!? Nervös über diese seltsamen Empfindungen blickte sich Lorrek in dem runden Raum des kleinen, abseits gelegenen Hauses um.
Abseits. Natürlich. Wenn dieser Dämon vor ihm nun tatsächlich auf dumme Gedanken kommen mochte, wäre niemand mehr dazu imstande, ihm zu helfen. Die Leute aus Naldash würden nicht einmal etwas mitbekommen. Lorreks Gedanken verfingen sich bereits in all den fürchterlichen Möglichkeiten. Doch da begann der Unmensch, der sich gerade zu ihm gesetzt hatte, tatsächlich zu sprechen.
„Was ist mit den Orden der Rah vor Ort? Sie wären durchaus in der Lage, sich der Sache anzunehmen.“
Lorrek blinzelte. Hatte er gerade richtig gehört? Hatte der Om gerade tatsächlich auf seine Erzfeinde verwiesen!? Verwirrt über dieses Verhalten schüttelte der Fandragas mit den den Kopf.
„Nein, nein! Habt Ihr nicht gehört? Ich sagte, es wurde keine Spur von ihnen gefunden!“, verdeutlichte er die Brisanz der Lage mit dem Gefühl, sich mit jedem Wort um Kopf und Kragen reden zu können. Doch Pflicht war eben Pflicht. „Professor Kei“, fuhr Lorrek fort, „es wird nicht lange dauern, bis sich die prosperanische Botschaft einmischt - vermutlich hat der Dun bereits jetzt einen Antrag auf Zutritt zur Grabungsstätte auf dem Schreibtisch liegen. Spätestens dann werden die Rah Maßnahmen ergreifen, die niemandem mehr helfen!“
Eine Gänsehaut überkam den Boten, und dieses mal war er sicher, dass er es sich nicht einbildete. Etwas im Raum veränderte, bewegte sich, etwas Dunkles. Und das obwohl die Gestalt des Om immer noch wie ein normaler Gesprächspartner vor ihm saß.
In der Tat, stellte Lorrek fest, machte der Dämon fast den Anschein eines ganz normalen Mannes von vielleicht etwas mehr als dreißig Jahren. Mit seinem schmalen Gesicht, den langen, hellbraunen Haaren und dem aufmerksamen Blick wirkte er sogar freundlich, fast schon sympathisch. Eigenartig - unter anderen Umständen hätte sich Lorrek in seiner Gegenwart sogar wohl fühlen können. Auffällig an dem Mann war einzig das fein segmentierte Rüstungsstück, das seinen halben Kiefer gold glänzend einrahmte, den Hals hinab lief und vermutlich unter der Kleidung weiter ging.
Trotzdem bemerkte Lorrek kalten Schweiß auf seiner Stirn. Er hatte schon die Geschichten von blutigen Gemetzeln, undurchschaubaren Listen und dunkler Magie im Kopf, die mit diesen Dämonen in Verbindung standen. Mit einem Räuspern zog er seine schwarze, von glänzenden Rüstungsteilen durchzogene Uniform zurecht und verbannte die Eindrücke. Immerhin hatte er eine Aufgabe zu erfüllen. Wieso nur schickte der Dun ihn zu so einem Wesen - und dann auch noch unwissend!?
Die Stimme des Gastgebers holte ihn wieder in die Realität zurück: „Ich fürchte, mir sind in dieser Sache die Hände gebunden. Wenn Ihr Hilfe braucht, seht zu dass Ihr die Prosperaner außen vor haltet und wendet Euch an die Rah - oder denkt an das siracische Königshaus.“
Lorrek atmete langsam aus. Nicht wissend, ob er über den Fehlschlag erschüttert oder sich über das Weigern des Om freuen sollte, beobachtete der Fandragas, wie der Dämon aufstand.
„Aber Ihr seid der Professor“, versuchte er es wenigstens pro forma noch einmal, dieser jedoch war schon auf dem Weg zum Ausgang.
„So hat mich schon seit Jahren niemand mehr genannt“, erwiderte Kei und öffnete seinem Gast den Vorhang. „Es tut mir leid.“
Einen Moment lang sahen sie sich einfach nur an - und Lorrek spürte, wie trotz aller Angst Wut in ihm aufkam. Darüber, dass der Mann - ob Om oder nicht - willentlich Leute im Stich ließ, und nicht einmal den Anstand besaß, eine Begründung abzuliefern. Auch die letzten Worte dieses ehemaligen Professors änderten nichts daran. Und siehe da - sogar eine Haustätowierung trug der Unmensch! Eine Mischung aus Verwirrung und erneuter Wut überkam Lorrek als er daran dachte, wie der Om an das Zeichen gekommen war, das sich um sein rechtes Auge schlang und ihn als Raidodukan auswies. Mit einem Schnauben setzte er sich schließlich in Bewegung. Mit dem Mut der Entrüstung sah er dem Unwesen im Eingang noch einmal ins Gesicht: „Man spricht zu gut über Euch, in Chadur.“
Nachdem er seinen Gefühlen Luft gemacht hatte, trat er - offenbar ungehindert und erstaunlich lebendig - nach draußen und ging zu seinem Canooma. Die Reitechse hatte in der Zeit auf der Wiese vor der Hütte nach Nagern gebuddelt und hob nun aufmerksam den Kopf.

Keis Blick folgte den Schritten des Boten, seine Gedanken lagen in Chadur. Die antike Stadt der Molatim war Bestandteil des Hoheitsgebietes der Rah. Seit den letzten Vorkommnissen mit Khaleds Familie hatte er zwar einen persönlichen Waffenstillstand mit den Erzfeinden seines Volkes. Würde er jedoch diesen Pakt in Gefahr bringen, indem er in eines ihrer Gebiete vordrang, konnte dies weit schlimmere Konsequenzen haben als ein paar verschollene Studenten.
Der Om hatte die Furcht seines Besuchers vom ersten Moment an gesehen. Sie hatte über dem Fandragas gelegen wie ein erdrückender Panzer. Doch das Wesen, vor dessen Augen sich stets die Veränderlichkeit der Welt wie ein immer zerlaufendes Gemälde entfaltete, entdeckte noch etwas anderes.
Zwischen glosender Wut und erhellender Erleichterung erkannte Kei eine Spur von Bekanntem in dem Boten. Es war etwas Unheilvolles, etwas Unausweichliches, das sich von nun an unter den Lebenspfad des Fandragas legte, wenn auch nur als Keim erkennbar. Auch wenn ihm jeder vernünftige Gedanke davon abriet, folgte Kei seiner Intuition. „Wo sind sie verschwunden?”, rief er Lorrek unwillkürlich hinterher.
Dieser war gerade aufgestiegen und zügelte sein Canooma. „Hinter dem Portal von Saith‘em“, antwortete er.
Diese Antwort ließ Kei schaudern. Die Augen des Om weiteten sich, als er den Funken der unmenschlichen Veränderung in dem Mann plötzlich wiedererkannte: „Das Tor steht offen!?“
Ein Nicken bestätigte seine hoffenden Befürchtungen, als Lorrek antwortete: „Schon seit dem letzten aktiven Kesul.“
Er spürte das Pulsieren im Kontinuum seiner Existenz, als die anderen Om auf die Neuerungen aufmerksam wurden.
Ohne weiteres Zögern machte Kei auf dem Absatz kehrt, eilte Richtung Truhe und ergriff die Ausrüstung, die er für alle Fälle stets gepackt hielt. Als die Himmelswelt Kesul das letzte mal aktiv gewesen war... das war schon über zwei Monate her. Viel zu lange, stellte er fest, als er sich seinen Reisemantel überwarf.
Lorrek schien nicht zu wissen ob er erfreut sein sollte oder nicht, als Kei einen Augenblick später aus dem Haus heraus trat. Auf dem Weg zur Buddelwiese seiner Echse schulterte er seine Tasche.
Was auch immer mit diesen Studenten geschehen war, war nur ein Vorbote. Ein Zeichen dafür, dass im Innern dieser antiken Stadt etwas Größeres vor sich ging. Es blieb ihm nichts übrig, als zu helfen.
Doch was auch immer er tat - niemals durften seine Wege die der Rah kreuzen!
Goettlichkeit in Scherben - Apokryphen - Kapitel 1
Servus ihr alle!^^
Hier ist ein kleiner aber feiner Anfang von etwas, das in meinem Kopf und auf meiner Festplatte bereits gigantische Ausmaße angenommen hat.
Es ist nicht mein Hauptprojekt, aber es macht Spaß und ich bekomme die Gelegenheit, nebenbei den Kopf ein wenig von all den Ideen frei zu räumen. Ich wünsch euch allen viel Freude beim Lesen!
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Aug 13, 2018
:iconalicesblue:AliceSBlue has changed their username (formerly Aron-the-Razielim)

Hey everyone!

Well, I really hope you all have a good time with great ideas and awesome pictures.

At first, I want to say a big, big ‚Thank You!!‘ to you all. 94 watchers and so many comments and moments I was happy about and learned from. You‘re awesome!


I know, I didn‘t update a lot of pics this year, but still, I was quite active.

Right, I wasn‘t drawing - I wrote. You know, all those stories, which always where stuck in my head... one day, I just sat down and told myself: ‚Why not?‘

And then, it just didn‘t stop. And I love it!!


This happened a year ago and still, I love it. : )


I‘m still using my tablet these days, but not this often, as writing fantasy stories is now the main part of my art.

So there will be some changes here on DA, too. At first: Of course I want to show you some of the new stuff. But: As I‘m a German girl and my English (as you can read) not really is the best, there are only German versions yet.


I will still get to do a picture from time to time.^^


Finally: I want to change my username. ‚Aron the Razielim‘ was a Character I created maaany years ago and now it‘s finally time for a change.

I hope we will have a great time together. And don't be afraid, if I'm posting something in German, you're always welcome. If there are some requests or questions - just write me a note. ; )


Well then, let‘s get started!

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:iconmichawolf13:
Michawolf13 Featured By Owner Sep 7, 2018  Hobbyist General Artist
Happy Birthday Sticker Design  by RinRio 
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:iconalicesblue:
AliceSBlue Featured By Owner Sep 17, 2018  Hobbyist Digital Artist
Love   Thank you soooooo much!    Bear - Heart 
Reply
:iconhamadriyad:
Hamadriyad Featured By Owner Jul 2, 2018
Thanks for the fav!
Reply
:iconferal-arts:
feral-arts Featured By Owner Oct 31, 2017  Hobbyist General Artist
Thanks for the +fav!
Reply
:iconasiwte:
Asiwte Featured By Owner Oct 30, 2017   Digital Artist
Hello, thanks for the fave =)
Reply
:iconalicesblue:
AliceSBlue Featured By Owner Oct 30, 2017  Hobbyist Digital Artist
You're welcome, it's great work! :D
Reply
:iconfluffywolfpaw:
FluffyWolfPaw Featured By Owner Oct 28, 2017  Student Digital Artist
thanks for the fav :D
Reply
:iconalicesblue:
AliceSBlue Featured By Owner Oct 29, 2017  Hobbyist Digital Artist
You're welcome, great work! :hug: :D
Reply
:iconka-ren:
Ka-ren Featured By Owner Edited Oct 27, 2017  Hobbyist Digital Artist
Thank you for the watch! :)
and for favs :D
24 Rocket Racoon by Ka-ren
Reply
:iconalicesblue:
AliceSBlue Featured By Owner Oct 27, 2017  Hobbyist Digital Artist
You're welcome, keep up the great work! :D
Reply
:iconiris-kupp:
IRIS-KUPP Featured By Owner Oct 23, 2017
Snowflake - Green :leaf:  Thank you very much for faving Snowy Ira Snowflake - Purple
Reply
:iconalicesblue:
AliceSBlue Featured By Owner Oct 24, 2017  Hobbyist Digital Artist
You're very welcome - great gallery, btw! I love your stunning photos! :hug: :D
Reply
:iconmineriva:
Mineriva Featured By Owner Oct 23, 2017  Hobbyist General Artist
So ich lass hier einfach mal ein paar Grüße zurück ;P
Reply
:iconalicesblue:
AliceSBlue Featured By Owner Oct 24, 2017  Hobbyist Digital Artist
Immer gerne! :D Hach, es is immer schön dass es da draußen Leute gibt die Raziel und Kain noch kennen... :happybounce:
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:iconmineriva:
Mineriva Featured By Owner Oct 25, 2017  Hobbyist General Artist
Oh ja, es sind vielleicht nicht allzu viele, aber immerhin gibt es uns noch ;)
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